May 12, 2008

Chaitén

Filed under: Zeitgeist - luclog @ 4:37 pm

Die Eruption des Chaitén in Chile ist viel interessanter als wir es den Informationen entnehmen können die uns durch die Presse so erreichen. Im Moment scheint weder der Vulkan noch die Eruption auf der üblichen VEI-Skala eigeordnet zu sein. Der Chaitén ist ein Vulkan des Typs Caldera, zum Typ Caldera gehören die größten und gefährlichsten Vulkane auf der Welt. Bemerkenswert ist, daß dieser Vulkan als erloschen galt und nun nach ca. 10 000 Jahren doch wieder aktiv wird. Auch bei verschiedenen Vulkanen in Deutschland wird der letzte Ausbruch auf vor ca. 10 000 Jahren datiert. Wobei dieses "vor 10 000 Jahren" auch eine Umschreibung von “wir wissen es nicht” sein kann, da mir diese Zahl bei der Recherche einfach zu häufig begegnet; Kohlenstoff Datierung mal hin oder her.

Beim Chaitén klingt das so:

Die Angaben darüber, vor wie vielen Jahren der letzte Ausbruch stattgefunden habe, schwanken erheblich: Sprechen manche Quellen von lediglich 400 Jahren[1], nennen andere „Tausende von Jahren“.[2] Wieder andere Quellen behaupten, anhand einer Radiokohlenstoffdatierung des letzten Lavastroms ergebe sich ein Zeitfenster für die letzte Eruption von 7420 v. Chr. plus/minus 75 Jahren.

Hier ein beeindruckendes Bild der Eruption des Chaitén von der Seite inglaner.com, die elektrischen Entladungen direkt an der Wolke der Eruption sind faszinierend.

Chaiten Ausbruch

Und natürlich kann ein wirklich großer Vulkanausbruch das Klima beeinflussen, und ist damit auch immer eine gute Ausrede für alle Klimakatastrophisten wenn es denn doch nicht so läuft wie angekündigt. Vulkanausbrüche sind somit auch ein Rettungsanker der CO2-Katastrophie wenn es denn doch nicht so kommt wie beschworen. Und man kann, da der Zeitpunkt für die katastrophale Erwärmung immer weiter in die ferne Zukunft versetzt wird, getrost davon ausgehen, daß in der Zwischenzeit einiges an vulkanischer Aktivität passieren wird.

Siehe auch Artikel und Diskussion bei "Whats up with that?".

April 25, 2008

Dachschaden am Dach der Welt

Filed under: Zeitgeist - luclog @ 12:20 pm

Noch ein Link zu tibetanischem Buddhismus und der Beziehung zu Naziesoterik. Besonders der Hinweis auf die Verbindung zur japanischen AUM-Sekte und damit einem Vorläufer des internationalen Terrorismus ist bemerkenswert, weil eigentlich völlig ausserhalb dessen was uns üblicherweise in den Medien vom Buddhismus erzählt wird.

Siehe auch:

Tibetanische Kultur

Tibetische Autonomie in Europa

Überfremdung

China Tibet

April 24, 2008

Historische Verklärung

Filed under: Zeitgeist, Wissen - luclog @ 2:02 pm

Ein Interview über die merkwürdige Sicht des Westens auf die eigene Vergangenheit. Die Leistung von Aufklärung und technologischer Moderne wird in der modernen westlichen Welt nicht mehr geschätzt. Wir lieben  und schätzen aber dafür alle anderen “Kulturen” wie Indianerstämme die ihren Opfern das Herz bei lebendigem Leib herausgeschnitten haben. Und so sind fast alle Kultursendungen in den öffentlich rechtlichen Sendern fast immer antiaufklärerische Pamphlete, wenn es um alte Geschichte geht. Entweder es werden alte Religionsmärchen abgefeiert (Ägypten), oder man macht direkt, die Zeit der Aufklärung im Westen nieder, die der eigentliche Grund dafür ist, daß heutzutage so viele Menschen den Planeten bevölkern können wie nie zuvor. Vom elektrischen Licht, über das Auto, bis zum Computer, alles Westliche ist von Übel. Die kommunistische Variante eines Pol-Pot erscheint dagegen als attraktiver Gesellschaftsentwurf, wie auch jede fundamental religiöse Diktatur. Der brutale ausbeuterische Westen mit seiner medizinischen Versorgung und dem schon erwähntem elektrischem Licht ist beileibe nicht so charmant.

Es wird in den meisten Fällen in Europa ein durch durch ideologisches Geschichtsbild vertreten, das antiwestlich und selbstgeißelnd daherkommt. Und der eigentliche Grund dafür ist banal und stammt aus dem Fundus der revolutionären Demagogie, die bis heute nichts anderes tut als mit den Bildern die sie entwirft, einer Gesellschaft zu schaden die sie nicht will. Die Religion ist diesmal unschuldig an der grassierenden Antiaufklärung, es sind eigentlich die sozialistischen Gegner der Moderne die mit ihrer ständigen Propaganda gegen den Westen einen solchen Erfolg haben und hatten; die es geschafft haben einen Zweifel zu sähen, der jetzt in eine Modernitätsfeindlichkeit umschlägt die auch eigentlich bei Marx schon so angelegt war.

Eine lesenswerte Quelle dazu ist auch der Text von Fjordman: Islam, die Griechen und wissenschaftliche Revolution (Drei Teile).

Siehe auch:

Mohammed erfand das Schiesspulver

Die Bio Bestie

Mord und Totschlag

April 22, 2008

Überraschung: Es sind nicht alle gleich

Filed under: Zeitgeist - luclog @ 5:15 pm

Die Welt hat entdeckt, daß es Unterschiede bei der Ausbildung von Menschen gibt, die herkunftsabhängig sind. Ja, was hat die Welt denn gedacht wozu Auslandssemester überhaupt nütze sind, wenn nicht um eine kleine Distinktions-Hürde einzubauen? Wenn irgendwer glaubt, daß die Spass- Und Kindergarten-Unis in Amerika aus irgendeinem anderen Grund von Europäern besucht werden, der irrt gewaltig. Und es wird auch nie ein Amerikaner auf die Idee kommen, die durchaus hochwertige Universitätsbildung in Deutschland in Anspruch zu nehmen, aus genau dem gleichen Grund; hier kann man nämlich keine wichtigen Verbindungen knüpfen. Und man verliert Zeit, Zeit, die viel besser, so früh wie möglich in die Karriere investiert wird. Und das Lernen von nebensächlichem Stoff, wie an deutschen Unis so üblich, ist sowieso eher zweitrangig und behindert meistenteils nur das Entwickeln eigener Ideen und die eigene Beschäftigung mit dem Fach.

Geschäftsmodell Zeitung

Filed under: Zeitgeist - luclog @ 10:55 am

Der Kampf an der Medienfront tobt. Und unerbittlich wie immer setzen sich die neuen Medien durch. Das ist ein Problem für die Presselandschaft wie die Alten sie noch auch ihrer Jugendzeit kennen. Früher gab es für die meisten eine regionale Zeitung, und ein paar überregionale Medien die man überfliegend konsumiert hat um sich zu informieren. Das hatte den Vorteil, das man etwas zitierfähiges zur Hand hatte, und nicht aus der Erinnerung berichten musste, wie bei Radio oder Fernsehen. Radio und Fernsehen waren die ersten großen Gegner auf dem Medienmarkt die dem gedrucktem Flugblatt, das sich dann Zeitung nannte, die Aufmerksamkeit wegnahm. Radio und Fernsehen waren dann auch die schnelleren Medien, da Zeitungen immer erst in einer Druckerei mühsam produziert werden mussten. Zwar ist auch das mittlerweile schneller geworden und hat einstige Massen-Berufe wie den Schriftsetzer faktisch eliminiert, aber die Zeitung muss immer gedruckt und ausgeliefert werden, und das ist immer viel langsamer als ein Produkt das die Botschaft nur auf einem Medium abbilden muss das der Endverbraucher schon bei sich hat, oder mittlerweile mit sich trägt. Radio, Fernsehen, und Internet machen es möglich die Nachricht überall und zu jederzeit zu konsumieren. Die Voraussetzung ist ein Endgerät und elektrischer Strom.

Es gibt leider ein ungelöstes Problem beim Internet und das ist die Finanzierung. Solange wie man alle Nachrichten kostenfrei bekommt, und das sollte man eigentlich sogar als Grundrecht für die Information des Bürgers verstehen, wird die es die Presse schwer haben.
Und hinzu kommen beim Internet weitere Vorteile, man kann jede Information “platzsparend” und fast kostenfrei archivieren, und man kann die enthaltenen Informationen zeitnah überprüfen, und man kann die Nachrichten und Informationen schnell weiter verteilen - oder man kann sie sogar wie hier in einem Blog kommentieren, umformen und mit weiterem Inhalt versehen.  Die Zeitung auf Papier hat demgegenüber eigentlich nur den Vorteil, das man damit Fische einwickeln kann.

Aber das ist nicht das Problem des Mediums. Das eigentlich Problem ist die Finanzierung. Die großen Pressekonzerne sind auf die alten Medien angewiesen weil sie sich hier über Werbung finanzieren können. Der eigentliche Preis eine Zeitung oder Zeitschrift ist kaum mehr als eine Schutzgebühr, damit die Leute das Material wenn es völlig kostenlos wäre nicht zum auskleiden ihrer Innenräume verwenden. Andererseits sind die Leserzahlen und die Verkaufszahlen von allen Publikationen weit nach oben gerechnet und entsprechen kaum dem was der Werbewirtschaft vorgespielt wird. Die werbetreibende Wirtschaft weiß das auch, sieht aber keine wirkliche Alternative um den Verbraucher zu erreichen.
Denn das Problem der Aufmerksamkeit die das Internet in Anspruch nimmt betrifft nicht nur die Zeitungen, es betrifft genauso Radio und Fernsehen. In unserer modernen multimedialen Welt, die bisher aber immer noch ein Phänomen der reichen Länder ist, kämpfen mittlerweile so viele verschiedene Medien um die Aufmerksamkeit des Endverbrauchers, das der oft schon völlig überfordert ist und sich bis in die mediale Totalverweigerung flüchtet. Interessanterweise ist das insbesondere ein Problem der Gruppen die an entscheidenden Positionen sitzen, diese sind am wenigsten informiert über das politische und gesellschaftliche Zeitgeschehen, für sie ist wichtiger was in dem ihnen nahestehendem Netzwerk passiert. Und alle Spezialisten sind zudem Themenfokussiert.

Die Medien haben ein Problem und das Problem heißt technologische Entwicklung. Alle Medien sind im Umbruch auch der Musik und der Filmvertrieb funktionieren nicht mehr in der alten Form. Und die einzige ehrliche Bestandsaufnahme ist: Keiner weiß wie es weitergeht. Niemand hat bisher eine Lösung gefunden, wie man das Internet für wirtschaftliche pluralistische Gesellschaft tauglich machen kann. Es gibt die eine große Bemühung das gesamte System Internet wieder zurückzubilden in ein besser zu kontrollierendes Empfangsmedium wie Fernsehen. Und es gibt die andere Bewegung die von großen Firmen wie Microsoft und Google betrieben wird, den ganzen medialen wirtschaftlichen Komplex in ihr Monopol zu integrieren.

Solche Dinge wie die “Initiative Printpresse” sind hingegen, mehr als lächerlich, in Anbetracht der technischen Realität. Und das solche Phänomene wie die “Initiative Printpresse” überhaupt existieren zeigt eigentlich nur wie wenig das Phänomen Computer und Internet, bis heute noch innerhalb der Kreise der Entscheider von Politik und Medienkonzernen überhaupt bewußt ist. Es reden hier Blinde über Farben, die sie Zeit ihres Lebens nicht gesehen haben, und bekommen dafür scheinbar  auch noch Geld. Und das ist in der gesamten Medienindustrie scheinbar kein Sonderfall.

Siehe auch:

Hallo, Herr Literat

Der Massenarbeiter

HDTV-Blues

Internet wird Verkaufskanal

April 17, 2008

Vorurteile

Filed under: Zeitgeist - luclog @ 12:51 pm

Ich habe gerade mal wieder etwas gelesen in dem das Wort “Vorurteil” vorkommt. Das Wort "Vorurteil" ist auch so ein sehr beachtenswertes Wort aus dem reichen Schatz der Wörter mit rhetorischem Verdrehungspotential. In der herkömmlichen Sicht ist ein Vorurteil immer erstmal schlecht. Man kennzeichnet damit ein Urteil das auf unzureichendem Wissen oder einem unzureichendem Erfahrungsschatz basiert. So kurz so einfach. Aber auch das ist ein Vorurteil.

Denn in einer Welt die niemals bis zum letzten durchdrungen worden ist, ist letztlich jedes Wissen und jedes Argument ein Vorurteil welches auf weiteren Vorurteilen basiert, die einem dann auch noch von anderen Leuten mit noch mehr Vorurteilen nahegelegt werden. Der Unterschied zwischen einem “Urteil” und einem “Vorurteil” ist im Grunde rein semantisch. Es ist pure Rhetorik. Wenn jemandem in einer Diskussion ein Vorurteil vorgeworfen wird, bedeutet es im Grunde nichts anderes als “Blödmann”, “Dummkopf”, oder “Du hast ja keine Ahnung”.

Jedes beliebige Urteil kann von jedem anderen in einer Diskussion zu einem Vorurteil erklärt werden. Und da jeder immer denkt, daß er in jeder Situation über das beste Urteilsvermögen verfügt, sind die Vorurteile immer auf der anderen Seite. Die eigenen Auffassungen sind immer Urteile. Und das, obwohl eigentlich immer jedem klar sein müßte, daß der Informationsstand sich in den meisten Fällen sehr schnell ändern kann und sich auch oft ändert.

Das “Vorurteil” ist also oft Bestandteil einer Argumentation die sich selbst einen unangreifbaren Wissensvorsprung zuspricht, obwohl die dann nachfolgenden Erklärungen meist voller unbegründbarer Vorurteile sind.

In Wirklichkeit brauchen wir Vorurteile. Wir brauchen vorgefasste Meinungen und schnelle Bewertungen andauernd im täglichen Leben, und kommen ohne sie überhaupt nicht aus. Gerade in Diskussionen überlebt derjenige am besten und wirkt souverän, der über ein großen Schatz an unverrückbaren Vorurteilen verfügt. Denn jedes konsistent wirkende Weltbild, und jede konsistent wirkende Meinung, ist nichts anderes als ein große Ansammlung von schnell verfügbaren vorgefertigten Urteilen. Das Vorurteil ist vielmehr die Grundlage fast jeder funktionierenden politischen Haltung.

Und jede dieser vorurteilsbeladenen politischen oder gesellschaftlichen Haltungen, reklamiert für sich ganz natürlich und immer die Vernunft und die beste Urteilskraft. Aber wie man leicht feststellen kann ist auch das nur ein Vorurteil.

April 16, 2008

Binnenmajuskel oder Kreuz

Filed under: Zeitgeist - luclog @ 10:01 pm

Wolfram Weimer geht zu weit. Denn das Problem mit der Ironie ist immer dasselbe, einige verstehen die Ironie einfach nicht. Die finden dann nur einen Haufen guter Ideen.

April 14, 2008

Über die falschen Schurken

Filed under: Zeitgeist, Egalität - luclog @ 2:08 pm

Das zehnte Gebot von M&M, ist mal wieder in vollem Umfang bestätigt:

Wisse, die Schuld ist weiß, männlich, christlich und westlich! Die Unschuld ist eine Urwaldindianerin.

Und da Robert Mugabe schwarz ist, ist er schon erheblich mehr gut, als andere Potentaten, die irgendwie eine direkte Verbindung zu George Bush aufweisen. Mir sind da zwar keine bekannt, aber komischerweise ist die Welt vom CIA und George Bush beherrscht. Und das obwohl alle merkwürdigen Potentaten auf der Welt ob religiös oder steinzeikommunistisch verblüffenderweise keine Verbindung zu George Bush oder dem CIA haben. Ausser natürlich, man sucht in der Vergangenheit der USA nach irgendwelchen Verbindungen, die sich irgendwie auch immer finden lassen, und verbindet das in der liebevollen und uns bekannten Weise: Öl, Bush, Krieg, oder auch: Bush, Krieg, Öl. Eine einfache Formel die jeder der in Deutschland lebt mittlerweile auswendig kennt. Simplifizierung des Weltbildes ist eine Grundfertigkeit der modernen politischen Bildung. Googeln wir da ein bisschen weiter, stoßen wir auf alle anderen Verschwörungstheorien die zur Grundlage des modernen “aufgeklärten” Weltbildes in Deutschland gehören.

PS: Im Übrigen sind alle linken Wirrköpfe und Verschwörungstheoretiker keine Wirrköpfe oder Verschwörungstheoretiker, dafür hat sich in Deutschland schon seit hundert Jahren der Begriff Intellektueller etabliert.

April 12, 2008

Sportfeste im Vergleich

Filed under: Zeitgeist - luclog @ 2:22 pm

Nicht viel anders als in Tibet geht es auch beim WM-Ausrichter Südafrika hoch her. Da ist es aber nicht so religiös konnotiert. Da sagt die Sicherheitsministerin einer hochgeachteten Demokratie solche Sachen wie: “Tötet die Bastarde”. Das trauen sich die Chinesen nur noch im kleinen Kreis. Ansonsten würde die westliche Presse wohl Purzelbäume schlagen.

Die 52-jährige ANC-Politikerin aus der Gewerkschaftsbewegung und stellvertretende Sicherheitsministerin in Südafrika Susan Shabangu sagte auch noch:

"Wenn Kriminelle es wagen, die Polizei oder die Existenz und das Leben unschuldiger Männer, Frauen und Kinder zu bedrohen, müssen sie getötet werden. Basta."

Tibetanische Kultur

Filed under: Zeitgeist, Wissen, Faschismus - luclog @ 12:00 pm

Eine kleine Bildergalerie über tibetanische Kultur. Nicht nur der Dalai Lama auch Himmler hätte an dieser Galerie seine Freude gehabt. Deswegen hier noch eine Krishna-Seite zur Vertiefung. War mir übrigens auch neu das der alte Dalai Lama – der ja wiedergeboren immer noch weitermacht – seinen Yak-Tee aus Menscheschädeln getrunken hat. Da könnte man wenn man in Inkarnationen glaubt doch eigentlich dem zeitgenössischem Dalai Lama den Prozess machen. Und hier dann noch ein Link, der ein wenig auf die Bezüge zur Theosophie, Helga Blavatsky und den Wurzelrassen eingeht. Darin ist auch ein Abschnitt enthalten der die Frauenfeindlichkeit das tibetischen Buddhismus schildert.

Siehe auch:

Die Schwarze Sonne