Da lacht die Wertegemeinschaft
Ken Livingston der honorige englische Politiker, und ex Bürgermeister von London, hat eine akkurate Lösung für die Finanzkrise: Jeden Tag einen Banker erschiessen und das eine Woche lang bis die andern sich besinnen. Leider hat er es nicht auf jüdische Banker hin spezifiziert, ansonsten würde mittlerweile dem Letzten klar werden, wie sehr alle Akteure auf der Linken-Bühne immer noch den totalitärsten Ideen nachträumen, die sich insbesesondere mit der darin enthaltenen Menschenverachtung in nichts vom Faschismus unterscheidet. Der kluge Faschist der heutzutage seine Menschenverachtung gesellschaftlich toleriert und mit beruflichem Erfolg gedanklich ausleben will positioniert sich links.

Die größte Krankheit unserer Zeit besteht darin, überhaupt keine Verantwortung für sein Handeln übernehmen zu wollen. In der Marktwirtschaft kann man nicht nur gewinnen, sondern auch absteigen, auch als Banker. Manch einer möchte sich in einer wirtschaftlichen wie auch politischen oder moralischen Position einnisten, in der er unangreifbar ist und nicht zur Verantwortung zu ziehen ist. An Erschießen dachte ich dabei natürlich weniger, an finanzielle und strafrechtliche Konsequenzen durchaus. Es muss nicht nur “Vom Tellerwäscher zum Millionär” geben, sondern auch das Gegenteil. Dass in allen Krisen Sündenböcke gesucht werden, die an allem Schuld sind, ist dabei natürlich selbst Bestandteil der allgemein verbreiteten Verantwortungslosigkeit.
Comment by NUB — March 2, 2009 @ 2:53 pm
Naja, ich würde nicht so weit gehen solche Sätze wie die von Ken Livinston zu goutieren. Aber … grundsätzlich ist dort natürlich der Hund begraben, es gibt zwar ein paar Banker die hochkriminell gehandelt haben und dafür auch bestraft werden. Aber die allermeisten die wohlwissendlich (Außer die sind wirklich alle doof, was ich nicht glauben kann) den Karren in Dreck gefahren haben haben nicht unter ihrem Fehlverhalten zu leiden, sondern haben ihr Schäflein in den guten Zeiten längst ins trockene gebracht. Der reichste Mann der Welt ist trotz aller Unbill zurzeit ein Banker. Und ich sehe jede Menge Leute denen es im Bankgewerbe, trotz Krise, so schlecht nicht geht. Der kleine Bankangestellte ist der Sache natürlich genauso ausgeliefert wie alle anderen “kleinen Leute”.
Comment by luclog — March 2, 2009 @ 3:48 pm
Nicht, dass ich es dem roten Ken nicht zutrauen würde, aber gibt es für dessen angebliche Aussage eine Quelle?
Comment by lindwurm — March 2, 2009 @ 9:04 pm
@ lindwurm
Spiegel: http://www.spiegel.de/politik/debatte/0,1518,610391,00.html
Comment by luclog — March 3, 2009 @ 10:02 am
Die Aussage ist schon sehr hart und im Grunde in keinster weisse zu rechtfertigen.
Aber das die meisten Banker für ihre kriminellen Aktionen bestraft werden sollten ist klar. Ob erschiessen da die einzig gerechte Art ist bezweifel ich jedoch.
Angebracht hohe Geldstrafen, die zur Pleite der Einzelperson führen, wäre schon eher gerechtfertigt
Comment by Flug New York — May 13, 2009 @ 3:00 pm