Man lernt nie aus
Das juristische Welt ist eine Welt für sich. Jetzt wird gegen die Veranstalter des Extremberglaufs auf die Zugspitze wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung und Körperverletzung ermittelt. Wenn man also einen Blöden findet der in ein Rennnauto steigt und dann einen Unfall baut bei dem er umkommt ist das nun fahrlässige Tötung durch den Veranstalter. So gesehen wäre das auch interessant für die Formel-Eins, und eigentlich für alle Sportarten bei denen etwas passieren kann. Ein weiterer Meilenstein zur No-Risiko Gesellschaft. Ein spannendes Leben für alle bitte, aber bitte in Watte und ohne das irgendetwas passiert. Denn es ist mittlerweile völlig egal was und wie etwas passiert: Schuld sind immer die anderen. Das erwachsenen Menschen eigenverantwortliche Wesen sind, scheint schon als Idee nicht mehr zu existieren. Der moderne westliche Mensch bleibt Kind bis zum Greisenalter und für jeden Blödsinn den er treibt, und für jede Gefahr in die er sich begibt, sind immer andere verantwortlich. Außer er vergißt die Steuern zu zahlen. Daß Extremsport irgendwie auch Gefahren birgt, ist bei aller Logik für einen Erwachsenen nicht zu erkennen. Für Dinge wie Wetter und schlechte Kleidung sind natürlich die Betreuer zuständig, die sich den Irren nicht ernergisch genug entgegengeworfen haben.
Aber wie sich eine Veranstaltung nun in einen Totschlag umwandeln lässt, bleibt für mich auch rein sprachlich völlig im Dunkeln, und ist irgendwie auch faszinierend.
