Wieviel Meter steigt das Meer?
Ein bißchen Hintergrund zum Anstieg des Meeresspiegels, von Nils-Axel Mörner.
Mojib Latif warnt ja vor dem Anstieg des Meeresspiegels, und auch Rahmstorf warnt vor Sturmfluten und einem gewaltigen Anstieg von 1.40 bis 2010. Das wird aber eng, seh ich gerade, 2010 ist ja schon in 2 Jahren, der Rahmstorf weiß immer noch nicht wie es geht, der Latif ist da schon schlauer und hat alles auf 2030 verlegt. Das hat mehrere Vorteile. zum einen erinnert sich dann mit etwas Glück niemand mehr an einen Latif, weil ein großer Wirtschaftszusammenbruch, Krieg, Vulkanausbruch, oder ein neuer Superstar dazwischenkommt, oder die eigene Karriere ist dann sowieso beendet, die Kinder sind aus dem Haus, und das Eigenheim abbezahlt (Hervorragender Kauf an der Nordseeküste?).
Niels-Axel Mörner einer, wenn nicht der wichtigste Fachmann, auf dem Gebiet der Geowissenschaft wenn es sich um Fragen des Meeresspiegels dreht, sieht die Sache völlig anders. Es gibt keinen Trend:
EIR: In einer ihrer Arbeiten, erklären sie wie die Erhöhung des Meeresspiegels die Erdrotation in andere Zustände versetzen würde.
Mörner: Ja, aber es ist wirklich schwer solche Arbeiten zu veröffentlichen. Die Wissenschaftsverlage vergleichen es mit der IPCC-Modellierung, und sagen, “Oh, das ist nicht IPCC.” Gut, zum Glück ist es das nicht! Aber das kann man nicht sagen.
Und natürlich gibt es zu Nils-Axel Mörner, genau wie eigentlich über alles was sich im Widerspruch zur zivilisationsmüden Endzeitkatastrophisitik aufgrund des CO2-Chaostheorie-Schmetterlingseffekts befindet, keinen Hinweis in der deutschsprachigen Wikipedia.

Wie kann man so viele Artikel in einen so kleinen Beitrag packen?
- Rahmstorf bezieht sich auf das Jahr 2100 und nicht 2010. Zudem gibt er eine Spanne von 0,5-1,4 m an.
- Die Studie von Latif et al. hat nichts mit dem Meeresspiegel zu tun.
- Mörner ist ein Spinner und selbsternannter “Wünschelrutenexperte”
- Natürlich ist es schwer so einen Müll zu veröffentlichen. Der Meeresspiegel steigt derzeit um rund 3 mm/Jahr.
- Zum Glück wird Mörner nicht in Wikipedia erwähnt. Dann müssten ja auch Beck, Thüne und Co. Einträge haben.
Comment by IqRS — May 26, 2008 @ 8:06 pm
@IqRS
Nils-Axel Mörner ist kein Spinner. Wenn man von den Wünschelruten absieht.
@luclog
Was man sieht und was man nicht sieht gilt auch hier.
Deine Aversion gegen Ökologisten ist verständlich. Aber wie diese siehst du nicht die nützlichen Veränderungen in der Stoffströmen der Technosphäre. Auch du siehst nur die Kosten, aber nicht den Nutzen.
CO2 ist viel zu schade, als es von relativ hohen Gehalten in den Kamingasquellen auf den ppm Gehalt in der Atmosphäre zu verdünnen. Jährlich 30 Millionen t CO2 alleine in Jänschwalde. Kamingasquellen, die jährlich mehr als 1 Millionen t CO2 produzieren, sind zahlreich. Und was passiert damit? Sie werden nur verdünnt. Das ist Schwachsinn.
Bis 1980 war CO2 ein Abgas. Seit 1980 ist es eine technische Chemikalie, die gebraucht, aber nicht verbraucht wird. Jetzt wird das CO2 der Technosphäre ein Rohstoff, der verbraucht wird. Das induziert zahlreiche Veränderungen in der Technosphäre. Neue Produkte, neue Verfahren, neue Anwendungen, neue Dienstleistungen. Natürlich nicht das CO2, das du selbst oder dein Auto erzeugt. Diese Gasströme sind im Augenblick uninteressant.
Comment by Libero — May 27, 2008 @ 12:18 pm
@ Libero
Du meinst ich sollte für meine CO2-Produktion Geld verlangen? Ein interessante Idee, immerhin dünge ich damit die Wälder, und andere verdienen dann Geld mit dem Nutzholz. ; )
Comment by luclog — May 27, 2008 @ 2:10 pm
@ Libero
Andererseits gibt es eine Menge Vorteile der CO2 Angst die nicht von der Hand zu weisen sind. Das wäre zum einen der Vorteil der Marktabschottung über CO2-Grenzwerte und politisch bestimmbarer CO2-Technik. Und dann ist da noch der Vorteil, daß man versucht von Öl als Energiequelle unabhängiger zu werden. Das wären schon zwei gute Gründe. Ich bin aber trotzdem nicht der Auffassung das Falsches zu Richtigem führt. Im Eigentlichen führt der Endzeitkatastrophismus eher zu einem mehr an Fanatismus und Ideologie. Man kann dann natürlich auch wieder dagegenhalten, daß Menschen die in Angst vor einer für den Einzelnen nicht beherrschbaren Gefahr leben, besser zu lenken und zu beherrschen sind, und auch ansonsten auf weniger andere dumme Ideen verfallen. Und das führ dann auch wieder auf den anderen politischen Strang der “CO2 rettet die Welt Angst”, die ideologische Verbindung zur UNO und einer Weltregierung. Eigentlich sieht man im “kleinen” schon bei der EU wie eine solche Weltuntergangsangst politische genutzt wird. Sie ist bei allen Parteien und Leuten die von sozialistischen Idealen schwärmen wahrscheinlich deshalb so beliebt. Und ich sehe da den eigentlichen Grund der hinter dem CO2-Wahn steckt und warum er bei der Politik so beliebt ist. Die eigentliche Frage die mich dabei dann umtreibt ist: Finde ich das gut, oder macht mich das eher besorgt? Und da ich bei der ganzen Geschichte nur verlieren kann gefällt sie mir nicht.
Comment by luclog — May 27, 2008 @ 2:32 pm
@ IqRs
Du meinst sicher Links und nicht Artikel. Während das was Du mit Beitrag bezeichnest hier ein Artikel ist.
Comment by luclog — May 27, 2008 @ 2:37 pm
@luclog
Das Fordern von Verbesserungen der CO2 Bilanz einer Anlage sind nicht nur ein Firewall zur Abwehr von unerwünschter Konkurrenz. Ihr Einsatz führt zu einer verbessertem Rohstoffnutzung und zu einer Schonung der natürlichen Resourcen Luft, Wasser und Boden. Je schonender du diese Resourcen nutzt, um so mehr kannst du in der gleichen Region produzieren. Zumal der Verbrauch und nicht Gebrauch der natürlichen Resourcen dazu führt, das mehr Produkte in der gleichen Region produziert werden können.
Die Ökologisten interessieren mich nicht.
Mich interessiert ein bisher kaum genutzter Rohstoff, eben das CO2. Jährlich 20 Mrd t in größeren Kamingasquellen, die man verbrauchen kann und nicht einmal fördern muß.
Das ist zwar von der Größenordnung das 10-fache des Stoffstromes der Stahlindustrie, aber das bedeutet nicht, das es nicht zu schaffen ist. Die Stahlindustrie hat es ja auch geschafft. 1960 betrug der Stoffstrom der Weltstahlindustrie ein Zehntel des gegenwärtigen Stoffstromes. Sicherlich, viele Technologien sind noch Insellösungen, aber wenn man anfängst zu suchen, ist bereits mehr vorhanden, als man denkt.
Comment by Libero — May 28, 2008 @ 8:45 am