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	<title>Comments on: Über die falschen Schurken</title>
	<link>http://luclog.blogsome.com/2008/04/14/uber-die-falschen-schurken/</link>
	<description>Zeitgeist, Politik, Nachrichten, Kultur</description>
	<pubDate>Tue, 08 Dec 2009 04:44:26 +0000</pubDate>
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	<item>
		<title>by: luclog</title>
		<link>http://luclog.blogsome.com/2008/04/14/uber-die-falschen-schurken/#comment-861</link>
		<pubDate>Wed, 16 Apr 2008 13:55:50 +0100</pubDate>
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					<description>@ Lindwurm

Das mit dem Rassismus ist ein weitaus komplexeres Feld als es einem zuerst erscheint. Am Anfang ist die Sache recht klar, Rassisten sind die die Menschen in Rassen aufteilen und dieses Kriterium bewerten. Leider findet man wenn man genau hinschaut keine Gruppe die sich auch als Rasse bezeichnen lässt, die das nicht tut. Deswegen weichen viele auf eine Selbstdefinition über Religion oder Ideologie aus. Das ist scheinbar der einzige Weg sich in einer Gruppe aufzulösen, in der dann alle gleich sind. Das geht aber nur bei offenen ideologisch religiösen Systemen wie beispielsweise dem Islam. Und wenn man sich solche Systeme dann auch noch mal etwas tiefergehend anschaut stösst man dann auch wieder auf aus heutiger Sicht rassistische Traditionen. Daraus und aus der weiten “natürlichen” Verbreitung von Vorstellungen die auf  genetische Verschiedenheit anspielen, schließe ich, daß man diese Gedankenwelt auf längere Sicht nicht über ein ideologisch gesellschaftliches Tabu aus der Welt schaffen kann, weil sie zu stark mit dem verbunden ist, was wir als “natürliche Realität” wahrnehmen. Ganz im Gegenteil, muss man den alles einebnenden Gleichheitsgedanken, die Gleichheitsideologie verwerfen, und die Verschiedenheit, auch die genetische Vielfältigkeit als Bereicherung schätzen. Das beißt sich eigentlich nicht mit einer Vorstellung wie: “vor Gott sind alle Menschen gleich”.

Das merkwürdige und irritierende an den Gedanken zu diesem Thema wie man sie heutzutage in eigentlich allen Feuilletons lesen kann, und wie es auch in allen Fernsehrunden, noch und noch, gutmenschlich beklatscht wird, ist der umgekehrte Pipi-Langstrumpf-Kinderbuch-Rassismus. Es heißt nämlich heutzutage nicht, der bösen Schwarze Mann, es ist umgekehrt der Pirat eine lustige “gütige” Figur. Und der böse ist nicht die Hexe, sondern der einfache Mensch wie man ihn kennt. Und weitergehend ist eigentlich jeder  “Böse” der nicht “unnormal” ist. Normal ist also in der  Betrachtung der Moderne immer das Schlechte. Das steht im Widerspruch zu eigentlich jeder geschichtlich oder philosophisch, religiösen, oder auch wissenschaftlich begründbaren Ethik und Moral. Denn eigentlich ist immer das gut, was sich nicht in Extremen verliert. Es ist gut wenn man &quot;Normal&quot; ist, es ist hingegen nicht gut wenn man &quot;irre&quot; ist, auch wenn es gut ist mal ab und zu etwas zu tun was nicht so üblich ist. Wenn die Extreme ohne Beurteilung schon einfach wegen ihrer Auffälligkeit zum Kriterium von Gut werden, bekommt man nur eine endlose Beliebigkeit. Und diese Beliebigkeit ist eben das, was wir auch in jeder Diskussion bemerken. Was dann aber die Menschen letztlich wieder auf den Anfangspunkt zurück wirft, denn wenn alles in dieser Form beliebig ist, wenn alles ethisch oder qualitativ als egal zu bewerten ist, bleibt nur der Eigennutz, und der Eigennutz führt, da Mensch ein soziales Wesen wird, immer auch zum Gruppennutzen. Das dekliniert sich dann von Gruppe zu Gruppe, und definiert sich über die vorhandenen möglichen Abgrenzungen, was wieder nichts anders induziert als gesellschaftliche Konflikte, die genau auf den Dingen basieren die eigentlich als theoretisch überholt erscheinen. Ideologie, Religion und Rasse.
Als Ausweg erscheint mir, die Natur des Menschen eben nicht über Gebühr ideologisch zu verklären, sondern darauf Rücksicht zu nehmen und eine zivilisierte Kultur des Streites favorisieren die eben nicht auf utopische Entwürfe, abseits dessen was das Menschliche ausmacht, abzielt.


Die von mir wahrgenommene Verwechslung von idealisierten Vereinfachungen mit der Realität, ist kein Zeichen einer  aufgeklärten, sondern für mich ein Anzeichen für eine stark infantilisierten Gesellschaft, die nicht mehr zu Differenzierungen Fähig ist, wenn diese eine gewisse Anforderung an Abstraktion stellt. So wird aus den vernünftigen Gedanken, daß alle Menschen gleiche Rechte und Pflichten habe sollten, ein alles vernichtendes, und jede Kultur niederwalzendes “Alle Menschen sind gleich”. Kultur und Schönheit, und jede Zivilisation lebt aber davon das man die Verschiedenheit auslebt und auch kennzeichnet. 
Es ist also nicht nur die Irritation des “mal so, mal so” die mich stört. Ich habe ein grundlegendes Problem mit dem Qualitätsbegriff der sich aus einer Ideenwelt ableitet, die Diversifizierung aus ideologischer Grundhaltung verbietet.

&lt;a href=&quot;http://luclog.blogsome.com/2006/12/16/die-intoleranz-der-toleranz/&quot;&gt;
Die Intoleranz der Toleranz&lt;/a&gt;

&lt;a href=&quot;http://luclog.blogsome.com/2007/10/25/der-gute-rassismus/&quot;&gt;Der gute Rassismus&lt;/a&gt;

&lt;a href=&quot;http://luclog.blogsome.com/2007/10/29/die-bio-bestie/&quot;&gt;Die Bio-Bestie&lt;/a&gt;

&lt;a href=&quot;http://luclog.blogsome.com/2006/03/20/rettet-die-ungleichheit/&quot;&gt;Rettet die Ungleichheit&lt;/a&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[	<p>@ Lindwurm</p>
	<p>Das mit dem Rassismus ist ein weitaus komplexeres Feld als es einem zuerst erscheint. Am Anfang ist die Sache recht klar, Rassisten sind die die Menschen in Rassen aufteilen und dieses Kriterium bewerten. Leider findet man wenn man genau hinschaut keine Gruppe die sich auch als Rasse bezeichnen lässt, die das nicht tut. Deswegen weichen viele auf eine Selbstdefinition über Religion oder Ideologie aus. Das ist scheinbar der einzige Weg sich in einer Gruppe aufzulösen, in der dann alle gleich sind. Das geht aber nur bei offenen ideologisch religiösen Systemen wie beispielsweise dem Islam. Und wenn man sich solche Systeme dann auch noch mal etwas tiefergehend anschaut stösst man dann auch wieder auf aus heutiger Sicht rassistische Traditionen. Daraus und aus der weiten “natürlichen” Verbreitung von Vorstellungen die auf  genetische Verschiedenheit anspielen, schließe ich, daß man diese Gedankenwelt auf längere Sicht nicht über ein ideologisch gesellschaftliches Tabu aus der Welt schaffen kann, weil sie zu stark mit dem verbunden ist, was wir als “natürliche Realität” wahrnehmen. Ganz im Gegenteil, muss man den alles einebnenden Gleichheitsgedanken, die Gleichheitsideologie verwerfen, und die Verschiedenheit, auch die genetische Vielfältigkeit als Bereicherung schätzen. Das beißt sich eigentlich nicht mit einer Vorstellung wie: “vor Gott sind alle Menschen gleich”.</p>
	<p>Das merkwürdige und irritierende an den Gedanken zu diesem Thema wie man sie heutzutage in eigentlich allen Feuilletons lesen kann, und wie es auch in allen Fernsehrunden, noch und noch, gutmenschlich beklatscht wird, ist der umgekehrte Pipi-Langstrumpf-Kinderbuch-Rassismus. Es heißt nämlich heutzutage nicht, der bösen Schwarze Mann, es ist umgekehrt der Pirat eine lustige “gütige” Figur. Und der böse ist nicht die Hexe, sondern der einfache Mensch wie man ihn kennt. Und weitergehend ist eigentlich jeder  “Böse” der nicht “unnormal” ist. Normal ist also in der  Betrachtung der Moderne immer das Schlechte. Das steht im Widerspruch zu eigentlich jeder geschichtlich oder philosophisch, religiösen, oder auch wissenschaftlich begründbaren Ethik und Moral. Denn eigentlich ist immer das gut, was sich nicht in Extremen verliert. Es ist gut wenn man &#8220;Normal&#8221; ist, es ist hingegen nicht gut wenn man &#8220;irre&#8221; ist, auch wenn es gut ist mal ab und zu etwas zu tun was nicht so üblich ist. Wenn die Extreme ohne Beurteilung schon einfach wegen ihrer Auffälligkeit zum Kriterium von Gut werden, bekommt man nur eine endlose Beliebigkeit. Und diese Beliebigkeit ist eben das, was wir auch in jeder Diskussion bemerken. Was dann aber die Menschen letztlich wieder auf den Anfangspunkt zurück wirft, denn wenn alles in dieser Form beliebig ist, wenn alles ethisch oder qualitativ als egal zu bewerten ist, bleibt nur der Eigennutz, und der Eigennutz führt, da Mensch ein soziales Wesen wird, immer auch zum Gruppennutzen. Das dekliniert sich dann von Gruppe zu Gruppe, und definiert sich über die vorhandenen möglichen Abgrenzungen, was wieder nichts anders induziert als gesellschaftliche Konflikte, die genau auf den Dingen basieren die eigentlich als theoretisch überholt erscheinen. Ideologie, Religion und Rasse.<br />
Als Ausweg erscheint mir, die Natur des Menschen eben nicht über Gebühr ideologisch zu verklären, sondern darauf Rücksicht zu nehmen und eine zivilisierte Kultur des Streites favorisieren die eben nicht auf utopische Entwürfe, abseits dessen was das Menschliche ausmacht, abzielt.</p>
	<p>Die von mir wahrgenommene Verwechslung von idealisierten Vereinfachungen mit der Realität, ist kein Zeichen einer  aufgeklärten, sondern für mich ein Anzeichen für eine stark infantilisierten Gesellschaft, die nicht mehr zu Differenzierungen Fähig ist, wenn diese eine gewisse Anforderung an Abstraktion stellt. So wird aus den vernünftigen Gedanken, daß alle Menschen gleiche Rechte und Pflichten habe sollten, ein alles vernichtendes, und jede Kultur niederwalzendes “Alle Menschen sind gleich”. Kultur und Schönheit, und jede Zivilisation lebt aber davon das man die Verschiedenheit auslebt und auch kennzeichnet.<br />
Es ist also nicht nur die Irritation des “mal so, mal so” die mich stört. Ich habe ein grundlegendes Problem mit dem Qualitätsbegriff der sich aus einer Ideenwelt ableitet, die Diversifizierung aus ideologischer Grundhaltung verbietet.</p>
	<p><a href="http://luclog.blogsome.com/2006/12/16/die-intoleranz-der-toleranz/"><br />
Die Intoleranz der Toleranz</a></p>
	<p><a href="http://luclog.blogsome.com/2007/10/25/der-gute-rassismus/">Der gute Rassismus</a></p>
	<p><a href="http://luclog.blogsome.com/2007/10/29/die-bio-bestie/">Die Bio-Bestie</a></p>
	<p><a href="http://luclog.blogsome.com/2006/03/20/rettet-die-ungleichheit/">Rettet die Ungleichheit</a>
</p>
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		<title>by: Lindwurm</title>
		<link>http://luclog.blogsome.com/2008/04/14/uber-die-falschen-schurken/#comment-860</link>
		<pubDate>Wed, 16 Apr 2008 01:20:36 +0100</pubDate>
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					<description>Wieder mal ein neues Beispiel für den Rassismus der selbst ernannten Antirassisten. Der drückt sich ja nicht nur im Schweigen gegen Untaten scdhwarzer Despoten aus, sondern auch in der in linken kreisen weit verbreiteten meinung, gewisse &quot;Völker&quot; seinen halt noch nicht bereit für die Demokratie...</description>
		<content:encoded><![CDATA[	<p>Wieder mal ein neues Beispiel für den Rassismus der selbst ernannten Antirassisten. Der drückt sich ja nicht nur im Schweigen gegen Untaten scdhwarzer Despoten aus, sondern auch in der in linken kreisen weit verbreiteten meinung, gewisse &#8220;Völker&#8221; seinen halt noch nicht bereit für die Demokratie&#8230;
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