April 6, 2008

Peer Review Ideologie

Filed under: Wissen, Erderwärmung - luclog @ 11:36 am

Über Forschung und die Wirkung von Peer-Reviews steht ein sehr lesenswerter Artikel bei Brand-Eins, der mal ein Augenmerk darauf wirft, was für ein Inzuchtbetrieb die heutige Forschung inzwischen geworden ist – bei der sich mittlerweile verdächtige Parallelen zum mittelalterlichen Kirchendogmatismus entdecken lassen. Das fällt mittlerweile sogar dem Laien auf, wie in der Wissenschaft vieles Widersprüchliche und höchst Merkwürdige als ultimative Weisheit verkauft wird. Meine Lieblingswissenschaftsideologie ist ja die Idee der menschlichen Erderwärmung, bei der es vorne und hinten nicht stimmt. Die es aber gerade und immer schafft, sich durch das Argument des Peer-Reviewed-Papers also (begutachteter Texte), gegen jede Kritik abzuschirmen. Selbstverständlich weiß man bei begutachteten Texten besser was man zu erwarten hat. Besonders wenn dort eine Gruppe begutachtet, die einer bestimmten Meinung mehrheitlich angehört.

Die Begutachtung zieht sich dann durch bis auf lexikalische Quellen wie Wikipedia. Auch dort wird immer die Hauptströmung, die Gruppe die es geschafft hat, in einem völlig undurchsichtigem und auch nicht demokratischem oder der Wahrheit verpflichtetem Prozess, als die einzige Wahrheit verkündet.  Der Zweifel, einst der Ursprung aller Wissenschaft ist nicht mehr erlaubt, und kann immer durch den Hinweis auf die Eminenzen des Wissenschaftsbetriebes niedergebügelt werden. Und die Schar der Laien ist es völlig gewohnt ist nichts zu hinterfragen, akzeptiert sowieso alles was ihnen aus berufenem Munde präsentiert wird. Der Glaube an die Seriosität und Überparteilichkeit der Wissenschaft ist ein Mythos der seltenst hinterfragt wird.

Beim Global-Warming scheint es ziemlich sicher so zu sein, daß dahinter eine mehr politische als wissenschaftliche Bewegung steht, die sich genau mit dieser Theorie wichtig machen will, und die diesen Wissenschaftszweig genau über dieses Thema gekapert hat. Und dahinter liegt völlig offensichtlich eine Naturbewegung die in Wirklichkeit, und das schon seit "New-Age und" "Club of Rome" Zeiten, quasi-religiös und idealistisch, antihuman, weltverbessernd unterwegs ist. Wenn Zeitgeist und Wissenschaft sich so trefflich ergänzen dann stimmt etwas nicht. Und das ist immer so.

Aber auch in der Physik gibt es da einiges an Theorie was verdächtig gut dem modischen Zeitgeist entspricht. Auch dort wird einiges Theoretische verkauft, das sich direkt von religiösen Vorstellungen abzuleiten scheint.

(Wolf Lotter)"Forscher sind auch nur Menschen. Nur ihr Außenbild ist extrem edel und gut. Intrigen, Fälschungen, Eifersucht - das ganze Repertoire menschlicher Unzulänglichkeiten - herrscht in den akademischen Fluren mindestens genauso wie anderswo auch. Ruhm, Geld und Karriere gehören auch im Reich der Weisen zu wichtigen Parametern. Die Impact-Starken sind die Kings in dieser Welt: Wer viel veröffentlicht, gilt viel.”

Das Peer-Review Verfahren gibt es auch erst seit der Mitte des 20sten Jahrhunderts und mit ihm erlebten wir den Niedergang der Theorie. Seitdem bewegt sich in den meisten Fakultäten nichts mehr. Einstein wurde nur von Max Plank gegengelesen, das waren noch Zeiten in denen Theorien entwickelt werden konnten. Heutzutage ist das schon strukturell in der Wissenschaft unmöglich. Neue Theorien sind seit fast hundert Jahren nicht mehr möglich. Jeder Fortschritt entsteht also mittelerweile von Praktikern und an der Theorie vorbei (Computer, etc.). Die Theorien selbst, und damit bezeichnet man meist Thesen (wie die menschliche Erderwärmung, die überhaupt keine stimmige physikalische Theorie aufweisen) haben immer mehr religiöse oder quasi religiösen gesellschaftliche Funktion, und ersetzen das fragende Forschen durch feste Dogmen und ein unerschütterliches Weltbild, das vorgibt schon alles erkannt zu haben.

Siehe auch:

Die Ablehnung der Zukunft. 

Die Botschaft von Antikythera