April 30, 2008

Huris

Filed under: Wissen - luclog @ 1:44 pm

Es gibt manchmal Sachen die sind so eindeutig, daß es da eigentlich nichts zu deuteln gibt. Es wird aber dennoch gedeutelt. Beispielsweise bei den Huris. Immer wieder liest man die lustige Geschichte, daß den islamischen Märtyrern im Paradies "Huris" versprochen werden und damit dann eigentlich “Weintrauben" gemeint sind. Die Möchtegern-Märtyrer und eigentlich auch jeder Mohammedaner wüssten es aber besser, wenn man sie nur fragen würde. Und auch wenn man sich den Koran anschaut, ist die Sache völlig eindeutig. Wenn man die Quellen aber nicht nachschlägt, ist vom reinen Wort “Huri” her sicher eine solche Deutung möglich. Vielleicht liegt sie ja auch nah, so wie im Ruhrgebiets-Slang Jugendliche früher von der “Perle” geredet haben wenn sie die Freundin meinten. Und die Aussage "Jemand habe einem Anderen die Perle ausgespannt" könnte in späteren Jahrhunderten zu ähnlich großer Verwirrung führen. Der Koran bezieht sich aber eindeutig wenn man den Kontext liest auf Frauen als Belohnung, wenn von “Huris” die Rede ist. Hier ein Beispiel (55. Al-Rahman):

Welche der Wohltaten eures Herrn wollt ihr beide da leugnen?
Darin sind gute und schöne (Mädchen).
Welche der Wohltaten eures Herrn wollt ihr beide da leugnen?
(Es sind) Huris, wohlbehütet in Zelten.
Welche der Wohltaten eures Herrn wollt ihr beide da leugnen?
Vor ihnen haben weder Menschen noch Dschinn sie (die Mädchen) berührt.

Leider halten viele das Naheliegende gerne für falsch, oder meinen wenn sie etwas besonders Skurriles hören, daß dies auch bestimmt wahr sein muss. Aber leider ist manchmal ein Tisch einfach nur ein Tisch und mit Huris sind einfach nur Frauen gemeint. Weil viele aber nicht in der Lage sind etwas nachzuschlagen oder auch nur einwenig länger über das was ihnen erzählt wird nachzudenken gibt es haufenweise Seiten im Netz die Geschichte weitererzählen das die 72 Jungfrauen, die den Märtyrer erwarten eigentlich nur 72 Weintrauben sind. Schon auf die Frage, warum die Weintrauben im Paradies abgezählt werden müssen, kommt keiner dieser Oberschlaumeier.

Da schreibt zum Beispiel Telepolis:

Ein plakatives Beispiel für die Übersetzungsfehler sind die "Huris", die berühmten Jungfrauen, die im Paradies den Selbstmordattentätern, den Märtyrern versprochen werden. In Wirklichkeit sind es nur "weiße Weintrauben als symbolische Ausstattung des christlichen Paradieses in Anlehnung an das Abendmahl des Evangeliums".

Und man kann sich sicher sein, bei Heise geht die Recherche nicht so weit sich die Suren des Koran im Original anzusehen, nicht mal in deutscher Übersetzung. Die Geschichte mit den Huris geht im Übrigen auf das Pseudonym  “Christoph Luxenberg” zurück, und hat also keinerlei wirkliche wissenschaftliche Reputation. Veröffentlicht wurden die Thesen zusammen mit Karlheinz Ohlig, einem umtriebigen katholischem Professor für katholische Theologie. Die eigentliche Idee dahinter ist scheinbar den Islam zu einer Abspaltung des Christentums umzudeuten.

April 25, 2008

Dachschaden am Dach der Welt

Filed under: Zeitgeist - luclog @ 12:20 pm

Noch ein Link zu tibetanischem Buddhismus und der Beziehung zu Naziesoterik. Besonders der Hinweis auf die Verbindung zur japanischen AUM-Sekte und damit einem Vorläufer des internationalen Terrorismus ist bemerkenswert, weil eigentlich völlig ausserhalb dessen was uns üblicherweise in den Medien vom Buddhismus erzählt wird.

Siehe auch:

Tibetanische Kultur

Tibetische Autonomie in Europa

Überfremdung

China Tibet

April 24, 2008

Historische Verklärung

Filed under: Zeitgeist, Wissen - luclog @ 2:02 pm

Ein Interview über die merkwürdige Sicht des Westens auf die eigene Vergangenheit. Die Leistung von Aufklärung und technologischer Moderne wird in der modernen westlichen Welt nicht mehr geschätzt. Wir lieben  und schätzen aber dafür alle anderen “Kulturen” wie Indianerstämme die ihren Opfern das Herz bei lebendigem Leib herausgeschnitten haben. Und so sind fast alle Kultursendungen in den öffentlich rechtlichen Sendern fast immer antiaufklärerische Pamphlete, wenn es um alte Geschichte geht. Entweder es werden alte Religionsmärchen abgefeiert (Ägypten), oder man macht direkt, die Zeit der Aufklärung im Westen nieder, die der eigentliche Grund dafür ist, daß heutzutage so viele Menschen den Planeten bevölkern können wie nie zuvor. Vom elektrischen Licht, über das Auto, bis zum Computer, alles Westliche ist von Übel. Die kommunistische Variante eines Pol-Pot erscheint dagegen als attraktiver Gesellschaftsentwurf, wie auch jede fundamental religiöse Diktatur. Der brutale ausbeuterische Westen mit seiner medizinischen Versorgung und dem schon erwähntem elektrischem Licht ist beileibe nicht so charmant.

Es wird in den meisten Fällen in Europa ein durch durch ideologisches Geschichtsbild vertreten, das antiwestlich und selbstgeißelnd daherkommt. Und der eigentliche Grund dafür ist banal und stammt aus dem Fundus der revolutionären Demagogie, die bis heute nichts anderes tut als mit den Bildern die sie entwirft, einer Gesellschaft zu schaden die sie nicht will. Die Religion ist diesmal unschuldig an der grassierenden Antiaufklärung, es sind eigentlich die sozialistischen Gegner der Moderne die mit ihrer ständigen Propaganda gegen den Westen einen solchen Erfolg haben und hatten; die es geschafft haben einen Zweifel zu sähen, der jetzt in eine Modernitätsfeindlichkeit umschlägt die auch eigentlich bei Marx schon so angelegt war.

Eine lesenswerte Quelle dazu ist auch der Text von Fjordman: Islam, die Griechen und wissenschaftliche Revolution (Drei Teile).

Siehe auch:

Mohammed erfand das Schiesspulver

Die Bio Bestie

Mord und Totschlag

April 23, 2008

Schmetterlinge in den Wolken

Filed under: Wissen - luclog @ 4:22 pm

Edward Lorenz der Vater der Chaostheorie ist gestorben. Und den in diesem Zusammenhang überall erscheinenden Jubelartikeln muss auch mal etwas Kritisches entgegengesetzt werden (Chaostheorie Kritik).

Den Schmetterlingseffekt ist eine der ganz wichtigen esoterischen Kerntheorien der heutigen Zeit (Kritscher Bericht darüber beim Spiegel). Sie wird vor allem immer dann bemüht wenn die Logik bestritten werden soll. Und zwar obwohl die eigentliche Aussage längst und auch mathematische widerlegt ist. Besonders beliebt ist die Chaostheorie bei quasi wissenschaftlichen Garnierungen von Herleitungen, daß der Mensch mit mittels minimalstem Einfluss die Natur zerstört. Da kippt dann "die Natur", "der See" oder uns allen am meisten bekannt: "das Klima". Und wenn erstmal etwas kippt ist alles verloren, und "kippen" tut immer der Mensch.

Denn der Schmetterlingseffekt ist eigentlich nichts anderes, als ein übertriebener Kausalitäts-Gedanke. Er projeziert einen Domionoeffekt auf ein Geschehen in dem sich eigentlich kein Ursache-Wirkungs Verbindung mehr festlegen lässt. In Wirklichkeit löst kein Schmetterling irgendwo irgendetwas aus, da überall auf der Welt gleichzeitig viele Ereignisse von dieser kleinteiligen Dimension stattfinden, die sich gegenseitig  beeinflussen und aufheben. Es ist immer noch alles beim Alten, kleine Dinge haben eine kleine Wirkung und große Dinge eine große. Der Schmetterling überlebt es nicht, wenn der Mensch ihn willentlich mit einer Dampfwalze überfährt. Die vielen kleinen Bewegungen und Zufälligkeiten von Partikeln und Atomen sind nicht der Auslöser von großen Ereignissen, sondern große Ereignisse wie beispielsweise ein Vulkanausbruch oder eine Veränderung im Bahnverlauf der Erde um die Sonne, verändern die Umwelt viel entscheidender und ebnen alle lustigen kleine Schmetterlingseffekte auf einen Schlag ein. Ein Meteoriteneinschlag ist immer noch wichtiger als jeder Minimaleinfluss in kleinteiligen Prozessen. Die Schläge der Schmetterlingsflügel werden in Wirklichkeit schon durch die anderen kleinen Effekte eliminiert.

Und, daß sich in Prozessen, wo sich die kleinsten Wirkungen nicht mehr feststellen lassen, das was passiert nicht voraussagen lässt, da die einwirkenden Zufälligkeiten nicht mehr zu berechnen sind, ist eigentlich alles andere als überraschend. Wenn die einflussnehmenden Faktoren nicht mehr klar zu fassen sind, nicht mehr zu übersehen sind, können wir das Geschehen nicht vorausberechnen. Eigentlich eine Plattitüde. Aber so wie es dann in unsere modernen Wissenschaftserzählung aufgenommen wurde, ist es zu etwas völlig anderem mutiert.

Der Schmetterlingseffekt der zuerst in in der Sience Fiction auftaucht, beschreibt die Idee das geringste Effekte größte Auswirkungen haben. Ray Bradbury hat sowas zu allererst in einer Zeitreise-Geschichte beschrieben. Und das führt uns in sofort in die Welt der Unlogik und des Absurden die damit verbunden ist. Und sie ist nicht fälschlicherweise damit verbunden, der Zusammenhang kommt aus der dahinterliegenden Geisteshaltung, er ist Philosophie. Zeitreise und viele Welten, hunderte von Dimensionen, Zeit ist Raum, Zeit ist nicht vorhanden, all diese Ideen von völlig fantasielosen Wirklichkeitsverächtern. Die Chaostheorie gilt nicht umsonst als der  Todesstoß für die Kausalität. Viele Menschen begreifen bis heute nicht wie sehr die Wissenschaft von esoterischer Spekulation durchsetzt ist, die im Endeffekt von anderen Formen der Gottsuche kaum mehr unterscheidbar ist. Und die Gottsuche in der Welt der mathematischen Wissenschaft ist eine ganz besonders merkwürdige Hartnäckigkeit des 20. Jahrhunderts.

Das sind beliebte Wissenschafts-Topoi unserer Gegenwartskultur: Zeitreise, Urknall, Chaostheorie, und Schwarze Löcher. Man sieht schon an der Liste, daß zuallererst der einfache kindliche Gedanke zählt, der auf jeder Ebenen der Intellektualität, schnell zu begreifen ist. Und letztlich pflanzt sich das fort, was schon immer viral vorhanden war und so auf fruchtbaren Boden fällt. Und der fruchtbare Boden ist der den die menschliche Wissensgenese vorgibt, er ist religiös. Es sind die religiösen Muster und Mythen die immer und unerbittliche weiter verfolgt werden. Schöpfung wird so zu Urknall. Auch in der Wissenschaft sind meistenteils Gottsucher am Werk, die eigentlich nichts anderes wollen als “letzte Fragen” klären. Der ganz große Wurf, wie die Vereinheitlichung von Allem, muss es da schon sein – die große “Welttheorie”. Und dann klappt es wieder nicht. Und immer wieder tauchen neue Fragen auf und immer wieder passt das Gemessene nicht zum Gedachtem. Eigentlich ist es ganz wunderbar, denn immer wenn etwas nicht passt müsste es eigentlich zu tieferer Erkenntnis führen. Leider steht dem die Theorie entgegen, denn die Theorie ist längst, etwas geworden, an das die Wirklichkeit angepasst wird. Sie verkehrt. Die Dinge werden genau entgegengesetzt zu ihrer eigentlichen Aussage aufgelöst. Wie bei der Chaostheorie: eine eigentlich übertriebene Kausalitätsidee wird letztlich dazu benutzt, die Kausalität in aller Gundsätzlichkeit zu negieren.

April 22, 2008

Überraschung: Es sind nicht alle gleich

Filed under: Zeitgeist - luclog @ 5:15 pm

Die Welt hat entdeckt, daß es Unterschiede bei der Ausbildung von Menschen gibt, die herkunftsabhängig sind. Ja, was hat die Welt denn gedacht wozu Auslandssemester überhaupt nütze sind, wenn nicht um eine kleine Distinktions-Hürde einzubauen? Wenn irgendwer glaubt, daß die Spass- Und Kindergarten-Unis in Amerika aus irgendeinem anderen Grund von Europäern besucht werden, der irrt gewaltig. Und es wird auch nie ein Amerikaner auf die Idee kommen, die durchaus hochwertige Universitätsbildung in Deutschland in Anspruch zu nehmen, aus genau dem gleichen Grund; hier kann man nämlich keine wichtigen Verbindungen knüpfen. Und man verliert Zeit, Zeit, die viel besser, so früh wie möglich in die Karriere investiert wird. Und das Lernen von nebensächlichem Stoff, wie an deutschen Unis so üblich, ist sowieso eher zweitrangig und behindert meistenteils nur das Entwickeln eigener Ideen und die eigene Beschäftigung mit dem Fach.

Geschäftsmodell Zeitung

Filed under: Zeitgeist - luclog @ 10:55 am

Der Kampf an der Medienfront tobt. Und unerbittlich wie immer setzen sich die neuen Medien durch. Das ist ein Problem für die Presselandschaft wie die Alten sie noch auch ihrer Jugendzeit kennen. Früher gab es für die meisten eine regionale Zeitung, und ein paar überregionale Medien die man überfliegend konsumiert hat um sich zu informieren. Das hatte den Vorteil, das man etwas zitierfähiges zur Hand hatte, und nicht aus der Erinnerung berichten musste, wie bei Radio oder Fernsehen. Radio und Fernsehen waren die ersten großen Gegner auf dem Medienmarkt die dem gedrucktem Flugblatt, das sich dann Zeitung nannte, die Aufmerksamkeit wegnahm. Radio und Fernsehen waren dann auch die schnelleren Medien, da Zeitungen immer erst in einer Druckerei mühsam produziert werden mussten. Zwar ist auch das mittlerweile schneller geworden und hat einstige Massen-Berufe wie den Schriftsetzer faktisch eliminiert, aber die Zeitung muss immer gedruckt und ausgeliefert werden, und das ist immer viel langsamer als ein Produkt das die Botschaft nur auf einem Medium abbilden muss das der Endverbraucher schon bei sich hat, oder mittlerweile mit sich trägt. Radio, Fernsehen, und Internet machen es möglich die Nachricht überall und zu jederzeit zu konsumieren. Die Voraussetzung ist ein Endgerät und elektrischer Strom.

Es gibt leider ein ungelöstes Problem beim Internet und das ist die Finanzierung. Solange wie man alle Nachrichten kostenfrei bekommt, und das sollte man eigentlich sogar als Grundrecht für die Information des Bürgers verstehen, wird die es die Presse schwer haben.
Und hinzu kommen beim Internet weitere Vorteile, man kann jede Information “platzsparend” und fast kostenfrei archivieren, und man kann die enthaltenen Informationen zeitnah überprüfen, und man kann die Nachrichten und Informationen schnell weiter verteilen - oder man kann sie sogar wie hier in einem Blog kommentieren, umformen und mit weiterem Inhalt versehen.  Die Zeitung auf Papier hat demgegenüber eigentlich nur den Vorteil, das man damit Fische einwickeln kann.

Aber das ist nicht das Problem des Mediums. Das eigentlich Problem ist die Finanzierung. Die großen Pressekonzerne sind auf die alten Medien angewiesen weil sie sich hier über Werbung finanzieren können. Der eigentliche Preis eine Zeitung oder Zeitschrift ist kaum mehr als eine Schutzgebühr, damit die Leute das Material wenn es völlig kostenlos wäre nicht zum auskleiden ihrer Innenräume verwenden. Andererseits sind die Leserzahlen und die Verkaufszahlen von allen Publikationen weit nach oben gerechnet und entsprechen kaum dem was der Werbewirtschaft vorgespielt wird. Die werbetreibende Wirtschaft weiß das auch, sieht aber keine wirkliche Alternative um den Verbraucher zu erreichen.
Denn das Problem der Aufmerksamkeit die das Internet in Anspruch nimmt betrifft nicht nur die Zeitungen, es betrifft genauso Radio und Fernsehen. In unserer modernen multimedialen Welt, die bisher aber immer noch ein Phänomen der reichen Länder ist, kämpfen mittlerweile so viele verschiedene Medien um die Aufmerksamkeit des Endverbrauchers, das der oft schon völlig überfordert ist und sich bis in die mediale Totalverweigerung flüchtet. Interessanterweise ist das insbesondere ein Problem der Gruppen die an entscheidenden Positionen sitzen, diese sind am wenigsten informiert über das politische und gesellschaftliche Zeitgeschehen, für sie ist wichtiger was in dem ihnen nahestehendem Netzwerk passiert. Und alle Spezialisten sind zudem Themenfokussiert.

Die Medien haben ein Problem und das Problem heißt technologische Entwicklung. Alle Medien sind im Umbruch auch der Musik und der Filmvertrieb funktionieren nicht mehr in der alten Form. Und die einzige ehrliche Bestandsaufnahme ist: Keiner weiß wie es weitergeht. Niemand hat bisher eine Lösung gefunden, wie man das Internet für wirtschaftliche pluralistische Gesellschaft tauglich machen kann. Es gibt die eine große Bemühung das gesamte System Internet wieder zurückzubilden in ein besser zu kontrollierendes Empfangsmedium wie Fernsehen. Und es gibt die andere Bewegung die von großen Firmen wie Microsoft und Google betrieben wird, den ganzen medialen wirtschaftlichen Komplex in ihr Monopol zu integrieren.

Solche Dinge wie die “Initiative Printpresse” sind hingegen, mehr als lächerlich, in Anbetracht der technischen Realität. Und das solche Phänomene wie die “Initiative Printpresse” überhaupt existieren zeigt eigentlich nur wie wenig das Phänomen Computer und Internet, bis heute noch innerhalb der Kreise der Entscheider von Politik und Medienkonzernen überhaupt bewußt ist. Es reden hier Blinde über Farben, die sie Zeit ihres Lebens nicht gesehen haben, und bekommen dafür scheinbar  auch noch Geld. Und das ist in der gesamten Medienindustrie scheinbar kein Sonderfall.

Siehe auch:

Hallo, Herr Literat

Der Massenarbeiter

HDTV-Blues

Internet wird Verkaufskanal

April 21, 2008

Führers Geburtstag?

Filed under: Wissen - luclog @ 1:15 pm

Manchmal gibt es komische Zufälle, der Geburtstag Mohammeds wird scheinbar von einigen auf den 20. April datiert.

Klimawandel sonnengemacht

Filed under: Erderwärmung - luclog @ 11:55 am

Der allmächtige Mensch der mittels CO2-Einsparung die Welt rettet bekommt wahrscheinlich nun doch einen mächtigen Strich durch die Rechnung. Die Sonne spielt nicht mit. Und das ist ganz wundersam, denn obwohl die Sonne nach dem derzeitigem Stand der Klimatologie überhaupt keinen Einfluss auf das Klima hat, hat sie nun scheinbar doch Einfluss und zwar mächtigen, und zwar messbar mächtigen. Besonders auffällig ist, daß man den Einfluss der Sonne – wenig Sonnenflecken, viel Sonnenflecken, weniger Intensität, mehr Intensität – sofort am Klimageschehen ablesen kann. Das steht alles in völligem Gegensatz zu der der populären und von vielen Wissenschaftlern vertretenen Theorie der “ menschlich verursachten Erderwärmung”, der sogenannten “anthropogenen Erderwärmungskatastrophe”. Das die Sonne überhaupt in diesem Umfang als Faktor auf das Klima der Erde einwirkt, ist im Grunde schon immer die eigentliche Widerlegung jeglicher Erderwärmungsängste. Und die Sonne war schon in früherer Zeit für einige Klimakapriolen auf der Erde verantwortlich. Und wenn die Sonne ein so großer Einfluss ist, ist alles menschliche Bemühen im Hundertstelbereich der Parts per Million (PPM) des atmosphärischen CO2 völlig wirkungslos. Diejenigen die sich wirklich wissenschaftlich und ohne Weltrettungsenthusiasmus auf das Klimasystem Erde und die damit verbundenem Problematiken beschäftigt haben, haben daher schon immer auch auf die Sonne verwiesen.

Und jetzt haben wir scheinbar eine völlig neue Lage, in der Klimawissenschaft; einige Forscher gehen nun von einer kommenden neuen Eiszeit aus und lesen das am zyklischen Verhalten der Sonnenflecken ab. Kälte ist natürlich in allen Belangen viel katastrophaler als Wärme. Wenn es kalt würde, würde es schlagartige schlechte Ernten und Hungersnöte geben. Es wäre sofort mit Krankheiten und kältebedingten Epidemien zu rechnen – denn, ganz anders als in der Lesart wie sie heutzutage modern durch die Gazetten geistert und der Wärmekatastrophe huldigt, sind die Zeiten der Kälte die Zeiten von Hunger, Krankheit, Krieg und Tod. Es ist genau entgegengesetzt zu dem was uns heute mittels Eisbären vermittelt wird: warme Zeiten sind gut für die Menschen, und kalte Zeiten sind schlecht.

Was aber tun gegen das Verhalten der Sonne? Die Sonne kann man schlecht über Steuern und Abgabe zu etwas zwingen. Eine EU-Verordnung wird nichts nutzen. Vielleicht aber schaffen wir es ja wirklich über unsere technikfeindliche zivilisationsmüde Fehlsteuerung der modernen Gesellschaft, diese Gesellschaft zu zerstören. Und dann machen wir es bei Kälte einfach wieder so wie bei den Maya und den altem Ägyptern erprobt und beten die Sonne an – Menschenopfer natürlich inklusive. Alles besser als diese böse Technikwelt, die uns heutzutage mit ihrer schreckliche Schulmedizin und den bösen Handystrahlen krank macht.

PS: Als virtuellen Sonnentempel kann ich einen Link anbieten bei dem man sich die Sonnenfleckenaktivität in fast Echtzeit anschauen kann. Im Moment ist gerade nichts von Sonnenflecken zu sehen.

Siehe auch:

Fakten über die Erderwärmung

20 000 Jahre Klimawandel

Die Klimakultur

Die neue Apo

April 17, 2008

Vorurteile

Filed under: Zeitgeist - luclog @ 12:51 pm

Ich habe gerade mal wieder etwas gelesen in dem das Wort “Vorurteil” vorkommt. Das Wort "Vorurteil" ist auch so ein sehr beachtenswertes Wort aus dem reichen Schatz der Wörter mit rhetorischem Verdrehungspotential. In der herkömmlichen Sicht ist ein Vorurteil immer erstmal schlecht. Man kennzeichnet damit ein Urteil das auf unzureichendem Wissen oder einem unzureichendem Erfahrungsschatz basiert. So kurz so einfach. Aber auch das ist ein Vorurteil.

Denn in einer Welt die niemals bis zum letzten durchdrungen worden ist, ist letztlich jedes Wissen und jedes Argument ein Vorurteil welches auf weiteren Vorurteilen basiert, die einem dann auch noch von anderen Leuten mit noch mehr Vorurteilen nahegelegt werden. Der Unterschied zwischen einem “Urteil” und einem “Vorurteil” ist im Grunde rein semantisch. Es ist pure Rhetorik. Wenn jemandem in einer Diskussion ein Vorurteil vorgeworfen wird, bedeutet es im Grunde nichts anderes als “Blödmann”, “Dummkopf”, oder “Du hast ja keine Ahnung”.

Jedes beliebige Urteil kann von jedem anderen in einer Diskussion zu einem Vorurteil erklärt werden. Und da jeder immer denkt, daß er in jeder Situation über das beste Urteilsvermögen verfügt, sind die Vorurteile immer auf der anderen Seite. Die eigenen Auffassungen sind immer Urteile. Und das, obwohl eigentlich immer jedem klar sein müßte, daß der Informationsstand sich in den meisten Fällen sehr schnell ändern kann und sich auch oft ändert.

Das “Vorurteil” ist also oft Bestandteil einer Argumentation die sich selbst einen unangreifbaren Wissensvorsprung zuspricht, obwohl die dann nachfolgenden Erklärungen meist voller unbegründbarer Vorurteile sind.

In Wirklichkeit brauchen wir Vorurteile. Wir brauchen vorgefasste Meinungen und schnelle Bewertungen andauernd im täglichen Leben, und kommen ohne sie überhaupt nicht aus. Gerade in Diskussionen überlebt derjenige am besten und wirkt souverän, der über ein großen Schatz an unverrückbaren Vorurteilen verfügt. Denn jedes konsistent wirkende Weltbild, und jede konsistent wirkende Meinung, ist nichts anderes als ein große Ansammlung von schnell verfügbaren vorgefertigten Urteilen. Das Vorurteil ist vielmehr die Grundlage fast jeder funktionierenden politischen Haltung.

Und jede dieser vorurteilsbeladenen politischen oder gesellschaftlichen Haltungen, reklamiert für sich ganz natürlich und immer die Vernunft und die beste Urteilskraft. Aber wie man leicht feststellen kann ist auch das nur ein Vorurteil.

April 16, 2008

Binnenmajuskel oder Kreuz

Filed under: Zeitgeist - luclog @ 10:01 pm

Wolfram Weimer geht zu weit. Denn das Problem mit der Ironie ist immer dasselbe, einige verstehen die Ironie einfach nicht. Die finden dann nur einen Haufen guter Ideen.