March 26, 2008

Die Rassenkarte im Wahlkampf

Filed under: Zeitgeist - luclog @ 2:09 pm

(Barak Obama)"I am married to a black American who carries within her the blood of slaves and slaveowners. I have brothers, sisters, nieces, nephews, uncles and cousins, of every race and every hue, scattered across three continents, and for as long as I live, I will never forget that in no other country on Earth is my story even possible."

Eigentlich müsste sowas in den Ohren von aufgeklärten Westeuropäern ziemlich gestrig klingen. Das tut es aber scheinbar nicht. Ganz im Gegensatz wird diese Position als revolutionär modern gewertet. Dieses Jahr wird damit nun endgültig das Jahr des Rassismus. Barack Obama, und damit der US-Wahlkampf, nimmt das Thema Rasse auf und thematisiert die Rassengrenzen, wie das Blut der Sklaven und Sklavenhalter. Und er wird dafür über alle Grenzen hinweg gelobt. Zum Glück sagt er wenigstens, daß die Rassen sich vertragen sollten. Der beste Weg die Rassenprobleme zu überwinden ist natürlich ihn zu wählen.

Damit sind jetzt eine Menge Rassenthemen parallel in der Diskussion. Interessanterweise ist aber das Rassen- und Volksthema dann auch immer mit Religion konnotiert und wird sogar oft vermischt.

Telepolis verweist  zurecht darauf, daß die Rassendebatte in Amerika von den eigentlichen Problemen der Gesellschaft nur ablenkt.