March 31, 2008

Formel Eins Nazi Spass

Filed under: Zeitgeist - luclog @ 12:42 pm

Für Engländer immer noch eine lustige Sache der Nazi-Chic. Hier Ausschnitte aus dem Video mit Formel 1 Boss Max Mosley bei einer Nazi SM Party. Vielleicht kommt man so auch der Frage näher, was für Sachen es für 4300 Dollar gibt - eine heisse Tasse Tee. Aber es könnte auch ein Zusammenhang zu den Verkleidungsvorlieben von englischen Prinzen bestehen. Alles in allem aber eine recht peinliche Geschichte wie man sieht. Der Spass sich professionell den Hintern versohlen zu lassen, ist ja sicher geschmackssache, aber wenn dann ein Video davon kursiert, hat man eine gewissen Image-Schaden zu befürchten. Und gerade bei Leuten die sich ansonsten schwer ernst nehmen ist das ein bitterer Effekt. In der heutigen Zeit wo die Kameras immer kleiner werden und die Fime immer leichter verteilbar, wird es aber wohl auch selbst für extrem reiche Leute immer schwerer werden ihre manchmal merkwürdigen Vorlieben unter Verschluss zu halten.

March 26, 2008

Die Rassenkarte im Wahlkampf

Filed under: Zeitgeist - luclog @ 2:09 pm

(Barak Obama)"I am married to a black American who carries within her the blood of slaves and slaveowners. I have brothers, sisters, nieces, nephews, uncles and cousins, of every race and every hue, scattered across three continents, and for as long as I live, I will never forget that in no other country on Earth is my story even possible."

Eigentlich müsste sowas in den Ohren von aufgeklärten Westeuropäern ziemlich gestrig klingen. Das tut es aber scheinbar nicht. Ganz im Gegensatz wird diese Position als revolutionär modern gewertet. Dieses Jahr wird damit nun endgültig das Jahr des Rassismus. Barack Obama, und damit der US-Wahlkampf, nimmt das Thema Rasse auf und thematisiert die Rassengrenzen, wie das Blut der Sklaven und Sklavenhalter. Und er wird dafür über alle Grenzen hinweg gelobt. Zum Glück sagt er wenigstens, daß die Rassen sich vertragen sollten. Der beste Weg die Rassenprobleme zu überwinden ist natürlich ihn zu wählen.

Damit sind jetzt eine Menge Rassenthemen parallel in der Diskussion. Interessanterweise ist aber das Rassen- und Volksthema dann auch immer mit Religion konnotiert und wird sogar oft vermischt.

Telepolis verweist  zurecht darauf, daß die Rassendebatte in Amerika von den eigentlichen Problemen der Gesellschaft nur ablenkt.

March 25, 2008

Überfremdung

Filed under: Zeitgeist - luclog @ 4:10 pm

Die bringen mich noch ganz durcheinander, jetzt schreibt die Frankfurter Allgemeine von Überfremdung. Und zwar in Tibet. Was sind denn das für Vokabeln? Lassen die sich jetzt ihre Artikel von der NPD diktieren? Es gibt nun also eine böse Überfremdung in Tibet, laut FAZ. Und solche Aussagen transportieren insbesondere wegen den okkulten Verbindungen zwischen Tibet, Sanskrit, Schwastika und all dem Indien-Zeug das bis heute modern ist, für mich eine besonders merkwürdige Tradition.

(FAZ)Über den Dalai Lama, seine Lehren, seine Aktivitäten und seine Popularität im Ausland erfahren die Chinesen nichts; auch nicht darüber, dass im Ausland dank den Exil-Tibetern und ihren Unterstützungsgruppen regelmäßig über Unterdrückung und Überfremdung in Tibet berichtet wurde.

(Aber wenn ja sogar schon in der TAZ für ethnische Säuberung plädiert wird, ist bald sicher wieder alles möglich) 

Sex mit Nutten

Filed under: Zeitgeist - luclog @ 11:45 am

Auch ich schließe mich der Rätselfrage an. Was gibt es für 4300 Dollar? Da sind sie wieder, die engen kleinbürgerlichen Grenzen des Denkens, denen ich nicht entfliehen kann.

March 22, 2008

China Tibet

Filed under: Zeitgeist - luclog @ 8:13 pm

Es kann ja nichts schaden wenn man sich mal den mittlerweile fast unauffindbaren Standpunkt der anderen Seite in der Tibetfrage anhört. Ist eigentlich medientechnisch auch wieder ein interessanter Fall, es gibt mal wieder nur eine Position in der Presse. Wahrscheinlich weil der Dalai Lama hierzulande so eine Art religiöse Stofftierfunktion einnimmt.

March 18, 2008

Die Finanzwelt ist nicht von dieser Welt

Filed under: Zeitgeist - luclog @ 10:46 pm

Und noch mal Neuigkeiten aus der Welt der Hochfinanz.

Besonders schön fand ich dieses Zitat:

"Es ist niederschmetternd", sagte der langjährige Bear-Broker Stephen Raphael, 62, dem "Wall Street Journal". "Die Wall Street dreht sich wirklich um Habgier."

Über das intellektuelle Vermögen von Spitzenkräften im Finanzsektor muss nun wohl nicht mehr weiter spekuliert werden.

Keine Serben, keine Probleme

Filed under: Zeitgeist - luclog @ 3:06 pm

Das ist ausgesprochen neu. Bei der TAZ plädiert man neuerdings für ethnische Säuberung. Es fehlt eigentlich nur noch der Nachsatz: "Nur ein toter Indianer ist ein guter Indianer."

Statt einem de facto geteilten Kosovo, wird man ein serbenfreies Kosovo bekommen. Die multiethnischen EU-Tiraden im Kosovo sind sowieso ein Scherz. Keine Serben, keine Probleme.

Via: PI

Ackermann weint

Filed under: Zeitgeist - luclog @ 10:17 am

Ackermann schreit um Hilfe. Und wer soll der Wirtschaft helfen? Aufeinmal der nichtsnutzige Staat. Und was sagt Ackermann: “Die Regierung soll Einfluss nehmen auf die Märkte.” Huch. Ackermann will den starken Staat. Naja, so schlimm ist es nicht. Ackermann will mal wieder nur das Geld anderer Leute. Oder anders gesagt: fremde Leute sollen ihm für seine Fehlentscheidungen Geld geben. Und das kann in einem solchen Fall sogar helfen. Denn anders als bei normalen Firmen oder Personen, sind von den Fehlentscheidungen von Banken immer gleich eine Masse von Personen betroffen. Und die kann er als Geiseln vorweisen. Er kann also immer auf Kinder von Kunden zeigen, und die Frage stellen: Wollen sie, daß dieses Kind hungern muss? Und ausserdem sind die Banker an der Finanzkrise wie immer als Letzte schuld. Schuld trifft die Politik. Und irgendwelche Arbeitnehmer mit absurden Lohnforderungen, die dann auch noch nicht genug konsumieren.

Noch ein Update dazu: Entmachtet die Banker

March 14, 2008

Die antiautoritäre Uniform

Filed under: Zeitgeist - luclog @ 8:25 pm

Dieser Bericht aus den 70er Jahren des vorangegangen Jahrhunderts ist weiten Teilen einfach nur treffend. Und ich finde es immer wieder faszinierend, daß sich die Leute die fast die absolute Mehrheit im öffentlichen Diskurs ausmachen sich immer noch wie eine verfolgte Minderheit aufführen. Obwohl es genau andersherum war und auch immer noch ist, sie sind diejenigen die jede abweichende und auch freie Meinung unerbittlich und ohne Scheu mit allen Mitteln verfolgen. Das kann man im Übrigen besonders gut in Internet-Diskussionen nachlesen. Obwohl ich gerade in letzter Zeit meine hier einen gewissen Wandel bemerkt zu haben, so leicht wie früher ist es nicht mehr alles mundtot zu machen was nicht den radikalen Weltverbesserungsidealismen entspricht.

Konstruktives Stadtmarketing

Filed under: Zeitgeist - luclog @ 2:58 pm

Wenn man etwas richtig gut machen will muss man manchmal auch in Kauf nehmen, daß es viele Leute vor den Kopf stößt. Und das Problem des Ruhrgebiets ist die Politik der vielen Kirchtürme. Es gäbe natürlich einen Weg das Ruhrgebiet auf einen Schlag weltbekannt zu machen. Und eigentlich ist es ganz einfach und es ist auch allgemein bekannt wie es geht, und es wurde auch schon oft gemacht. Es gibt dann viel Geschrei aber die Vorteile liegen auf der Hand. Man muss nur überlegen wie man den blöden Begriff Ruhr wegbekommt. Und es ist eigentlich ganz einfach, man nimmt den Namen einer der vielen Metropolen des Ruhrgebiets und vereinigt alle Städte unter diesem Namen.

Und das müßte halt so abgefedert werden, daß die ganzen Kirchturmpolitiker trotzdem ihre Bedeutung in den entstehenden Riesenstadtteilen immer noch behalten. Letztlich würden sie sogar profitieren, leider ist das aber schwer zu vermitteln. Denn die entstehende Riesenstadt würde nicht nur eine unglaubliche Metropole in Deutschland bilden, sie wäre sofort eine wirkliche Machtballung  in Deutschland. Und natürlich sind alle Anrainer die jetzt noch in das Ruhrgebiet hineinregieren, absolut dagegen. Und diese umliegenden Anrainer (Meist kaum mehr als Dörfer) die die Einzelteile des Ruhrgebietes verwalten, sind die eigentlichen Machtzentren (Beispiel: Düsseldorf).

Was ich meine ist, die Städte des Ruhrgebiets müssen einfach über ihren Schatten springen und nicht, langweilig wie immer, einen neuen Kunstbegriff erfinden um sich zu benennen, sondern sie müssen sich einfach unter dem Namen einer der Ruhgebietsstädte vereinigen. Und da gibt es eigentlich nur zwei große Namen zur Auswahl, Dortmund und Essen. Und obwohl Essen eigentlich als Zentrum naheliegend wäre, muss zwingend Dortmund der Name sein (weil Essen schon wegen der Doppeldeutigkeit ausfällt). Die neue Stadt müsste also Dortmund heißen und dort wo jetzt Essen liegt das eigentliche Zentrum bilden. Dann wären auch Flughafen Pläne und alles weitere eine einfache Sache. Und der blöde Ruhr-Begriff der weltweit die Bezeichnung einer Armuts-Krankheit ist, wäre so bald Geschichte. Der Begriff Ruhr bringt nichts als Ärger. Die Riesenstadt hingegen hätte sofort mehrere Vereine in der Bundesliga, die natürlich ihre Stadtteilnamen behalten würden. Das wäre der Weg wie man wirklich konsequent das Problem löst, die Geschichte des Ruhrgebiets nicht verliert und einen enormen Bedeutungszuwachs bekommt, und eine Weltstadt wird. Das wäre ein Unterfangen vor dem Düsseldorf und Köln und Berlin wirklich erzittern würden. Ein Unterfangen das auch New York, Paris, Madrid und Honkong wahrnehmen würden. So sehe ein Unterfangen aus das auf Entscheider Eindruck machen würde und die "High-Potentials" auf diese Gebiet aufmerksam macht.

Alle anderen Pläne und Ideen, und das Rumgespiele mit irgendwelchen farbigen Kügelchen würde sofort verblassen. Die ganze Welt würde sofort auf diese Region schauen und sehen hier entsteht eine neue Weltstadt, und diese Weltstadt wäre sofort weltweit bekannt, alleine wegen der Größe und der ungeheuren Potenz. Und auch wegen dem ungeheurem Mut und dem ungeheuren Plan auf einen Streich eine  wirklich bedeutende Weltstadt sein zu wollen – eine Metropole. Das würde Investoren anziehen und Firmen. Keine andere Metropole der Welt käme mehr an einem Ruhrgebiet das dann Dortmund hieße vorbei. Und ich sage das als Schalker der den Essenern immer noch tief verbunden ist. Wenn man wirklich was machen will ist es einfach – und es liegt oft einfach und offensichtlich auf der Hand, was zu tun ist. Es braucht nur Teamwork (Und das nicht als Hülse, sondern in Echt), aber wenn man ein Team bilden will, muss man das Team auch benennen, und das nicht künstlich sondern so wie es sich eigentlich ergibt wenn man klug entscheidet. Wenn man etwas gewinnen will muss man etwas riskieren. Aber das Ruhrgebiet besteht scheinbar nur aus Feiglingen die ihre kleinen Kirchturmwichtigkeit über alles stellen, während sie von den Randbezirken über den Löffel balbiert werden. Wenn das Ruhrgebiet wirklich eine bedeutende Megacity werden will, ist der Weg eigentlich einfach und offensichtlich.

Siehe:

WAZ

Älter Artikel zu "RHNTWK":

Ruhr N Team Work Kapital 

Ruhr hoch N (Heil)