February 20, 2008

Broder irrt

Filed under: Zeitgeist - luclog @ 8:53 pm

H. M. Broder irrt über die Herkunft der B-blog Leser. Die Lösung des Rätsels ist ganz einfach: Viele verklicken sich wenn sie diese Suche durchführen. Das sind nicht viele, aber Blogs haben nicht viele Leser, sondern viele Klicks. Und das sind mehr Fehlklicks als selbst ein großer Blog oft über die Leserschaft bekommt. Darüber wird dann ein Blog höher gelistet und wenn er hoch genug gelistet ist bekommt er noch mehr Klicks. Irgendwann gibts dann sogar Preise. Dazu kommt dann der Umstand, daß alle Bloglisten in Deutschland völlig aussagelos bis gefälscht sind. Das ist wie bei den Leserzahlen von nicht IVW geprüften Zeitschriften. Wobei mir nochwas einfällt: jeder Link auf AdG führt dieser Seite wahrscheinlich mehr Leser zu als diese jemals vorher gesehen hat. Man sollte also möglichst jede Erwähnung unterlassen.

Steuer nochmal

Filed under: Zeitgeist - luclog @ 5:43 pm

Wenn man sich schon um die Steuer Gedanken macht sollte man, statt einem Zumwinkel Luft zuzufächern, sich lieber mit der Wirklichkeit auseinandersetzen und die sieht in einer Modellrechnung so aus. Und da gibt es wirklich Handlungsbedarf, aber darum werden sich die Zumwinkels nicht kümmern.

Einer passt noch

Filed under: Zeitgeist - luclog @ 4:10 pm

Rechtsstaat wie man ihn liebt und kennt.

Liberal?

Filed under: Zeitgeist - luclog @ 1:43 pm

Passend zum Lichtensteinthema habe ich zwei schöne Zitate bei F.M.R gefunden. In einem Artikel der liebevoll "Proletenrepublik Deutschland" benannt wurde.

Das erste stammt wohl von einem Verdisprecher und charakterisiert das Problem von parasitären Zwerg- und Offshore Gebieten vortrefflich: 

"Die Einwohner von Liechtenstein passen locker auf die Dortmunder Südtribüne. Trotzdem haben wir mit diesem parasitären Zwergstaat so viele Probleme." (Ver.di-Sprecher aus dem Ruhrgebiet im ZDF)

Und nebenbei sind fast alle Bürger eines solchen Parasitenlandes reich und können sich gute Kleidung und Maniküre leisten, und das wären auch die Einwohner der des Dortmunder Südtribünenlandes wenn man dort hinterzogenen Steuern und Mafiagelder verstecken könnte. Und dann, oh Wunder, würden die Einwohner des Südtribünelandes aufeinmal anders wirken und aussehen. Das wären richtige Respektspersonen mit großen Autos und schicken Anzügen.

Das zweite stammt von F.M.R. (Karl Stritzinger) selbst. Und dort wird nun mit der Physignomie argumentiert. Erwacht da ein neuer libertärer Armani-Rassismus? Da kann man nur noch den Kopf schütteln. Einer freiheitlichen Sache wird damit sicher nicht gedient:

"(K.S.)Das feine, eher durchgeistigte, ästhetisch ansehnliche Gesicht des Erbprinzen und die augenscheinlich feiste, durch maßloses Übergewicht aufgedunsene Physiognomie des SPD-Vorsitzenden mit seinen kleinen Schweinsaugen zeigen schon rein optisch den Unterschied in der Staatsauffassung der Vertreter beider Länder."

Zumwinkelei ohne Ende

Filed under: Zeitgeist - luclog @ 12:10 pm

Geltende Gesetze sind geltende Gesetze, wenn einem die Steuergesetze nicht passen, kann man sich in den demokratischen Prozess einbringen und sie dahingehend ändern, daß sie besser werden. Oder man kann abhauen und anderswo Vorstandsvorsitzender werden und Firmen in den Abgrund wirtschaften. Gerade Personen auf der Zumwinkel Ebenen hätten dazu alle Möglichkeiten. Warum geschieht das aber nicht? Warum bringen sich die Zumwinkels nicht dahingehend in den demokratischen Prozess ein? Weil sie es nicht benötigen. Sie haben die Möglichkeit ihr Geld in unduchsichtigen Anlagen zu verstecken und wenn selbst das nicht geht, können sie es auf die Steueroasen der Welt verteilen. Ihr Verhalten ist also zweifach politisch schädlich. Es ist nicht nur ein "alles für mich" und ein "nach mir die Sinnflut" was hier zur Geltung kommt, es ist auch auch undemokratisch und staatsfeindlich.

Ein Gemeinwesen muss sich finanzieren, also sind Steuern unumgänglich. Und das braucht wie man sieht Zwang. Das Steuersystem, so wie es ist, begünstigt in all seiner Ausprägung sowieso erstmal die, die schon genügend besitzen. Es gibt eine bestimmt Höhe von Kapital ab dem sich Kapital selbst vermehrt, diese Grenze wird von den allermeisten niemals erreicht. Zumwinkel ist in eine solche Kapitalsituation hineingeboren worden, all sein Status und all seine Reputation, und all sein weiters verdientes Geld erschliesst sich aus diesem Umstand. Von wegen," wer fleißig ist wird belohnt", wer fleißig ist und gute Ideen hat, darf den Zumwinkels dieser Welt die Tasche tragen, das ist die Realität in Deutschland.

Nun haben wir ja die Situation, daß international agierende Verbrecher ihr Raubgut irgendwo parken müssen. Saddam Hussein, die PDS, Bokassa, die Mafia, und Zumwinkel, (Unvollständige Liste), nutzen dabei die gleichen Orte. Man sieht also auf den ersten Blick, was diese Art von Anarchie bewirkt. Sie stützt die gemeinsten Verbrecher und gibt ihnen die Möglichkeit zu weiteren Verbrechen. Wenn wir also hier in dem Medien Bilder von hungernden afrikanischen Kindern, und Gefolterten sehen, gehören diese Geldverstecke für Verbrecher zu den Hauptursachen. Gäbe es diese nicht, würden viele der schrecklichsten Verbrechen bis zum Völkermord erschwert und weniger ertragreich. Und die Anzahl der Leute die sowas aus reinem Spass an der Sache betreiben ist sehr gering.

Vor dieser Weltweit agierende Klientel von Mafia und Verbrechen stellt sich nun schützend die Libertäre Fraktion. Welch ein Irrsinn. Und das mit dem völligem Fehlschluss, sie würden, als malträtierte Kleinsparer, dazu gehören. Dem ist nicht so, das ist eine andere Welt. Und wenn man gegen ausufernde Steuern argumentiert bin ich ja mit dabei. Aber darum geht es hier nicht. Zumwinkel und Kosorten hätten ja ihr Geld und ihren Einfluss dafür verwenden können, den politischen Prozess dahingehend zu beeinflussen, daß dem Ausufern von Steuern und Staat entgegengewirkt wird. Haben sie aber nicht. Sie haben sich lieber in Sonntagsreden geübt, und sich im Hinterzimmer über die Allgemeinheit amüsiert, die so blöd ist ihnen Begriffe wie "Soziale Verantwortung" abzukaufen. Soziale Verantwortung bedeutet in diesen Kreisen Seilschaft und Familie, nichts weiter.

Das Verhalten von Reichen Steuerhinterziehern, die es eigentlich nicht nötig hätten, hat nun aber auch noch weitere Folgen. Es wirkt schädlich auf das Gemeinwesen, weil es eine Botschaft beinhaltet. Dies Botschaft versteht selbst der Dümmste und alle Populisten wissen diese Botschaft zu nutzen. Die Botschaft ist: es gibt zweierlei Maß, es gibt zweierlei Menschen. Menschen für die die Gesetze gelten und bei denen das Gesetz unerbittliche durchgreift, und Menschen die für die andere Regeln gelten. Der einzige Unterschied ist Geld, woher auch immer es stammt. Sofort macht sich nach dem der Lichtensteiner Fall bekannt geworden ist, eine Armada von hochdotierten Anwälten auf und versucht die Verfassungsfeindlichkeit der Beweise einzuklagen, mit dem Ziel damit diese Beweise vernichtet werden, als hätten sie zu viele amerikanische Filme gesehen.

Eine andere Folge ist – und die ist, wenn auch damit im Zusammenhang stehend, sogar noch weitaus gefährlicher –, es destabilisiert die Gesellschaft, weil daraus ein gefährlicher Vertrauensverlust für die "Wirtschaftselite" erwächst. Denn es werden mal wieder alle Vorurteile aufs Beste bestätigt. Manchmal sind Vorurteile nämlich auch einfach richtig, weil sie auf langer Beobachtung von immer gleichen Fällen und Abläufen beruhen. Dieser Vertrauensverlust wirkt aber nicht nur auf unsere Sonntagsreden und Fernsehdebatten, er wirkt auch auf den Wirtschaftsstandort bis zum Aktienmarkt und das negativ. Es werden also direkt Werte beschädigt die eigentlich und ansonsten den libertären Wirtschaftsfreunden oft und nah am Herzen liegen.

Wer also diese "Zumwinkelei" verteidigt, ist entweder völlig neben der Spur und zählt sich zu einer Wirtschaftelite zu der er mit 99-prozentiger Wahrscheinlichkeit nicht gehört und nie gehören wird, oder er kann zwischen Theorie und Wirklichkeit nicht mehr unterscheiden und träumt einem anarchistischem Wirtschaftsideal hinterher, das schon seit 200 Jahren, einfach nur noch alt und dumm ist.

Und ausserdem erwischt es eigentlich nur die Richtigen (Nun: Bayerns oberster Datenschützer- Karl-Michael Betzl). 

Siehe auch: Die Berater, Zumwinkel wir nicht hungern