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	<title>Comments on: Das dritte Reich ausklammern</title>
	<link>http://luclog.blogsome.com/2007/10/10/das-dritte-reich-ausklammern/</link>
	<description>Zeitgeist, Politik, Nachrichten, Kultur</description>
	<pubDate>Tue, 08 Dec 2009 04:35:22 +0000</pubDate>
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		<title>by: luclog</title>
		<link>http://luclog.blogsome.com/2007/10/10/das-dritte-reich-ausklammern/#comment-617</link>
		<pubDate>Thu, 11 Oct 2007 13:29:33 +0100</pubDate>
		<guid>http://luclog.blogsome.com/2007/10/10/das-dritte-reich-ausklammern/#comment-617</guid>
					<description>Man kann über kein Thema in Deutschland sprechen ohne, daß ein Bezug zu dieser Zeit hergestellt werden kann. Denn es gibt einfach kein gesellschaftlich relevantes Thema, das nicht auch von den Ideologien aus den Anfängen 20ten Jahrhunderts behandelt worden ist. Eine Beziehung lässt sich da immer herstellen. Und wenn man dann auf historisch vergleichende Angriffe reagiert schnappt die Falle zu. 

Hier haben die Ideologen der sozialistischen Fakultät ein unheimliche wirkungsvolles rhetorisches Muster entwickelt, das mittlerweile bis in die Populärkultur völlig verinnerlicht wurde. Schon in der DDR war es ein beliebter Sport, die faschistischen Denkmuster zu entlarven, und die 68er Linke war davon auch sehr inspiriert. Hier ist auch ein bedeutender Unterschied zu dem was man als &quot;Politisch Korrekt&quot; im amerikanischen Sinn auffasst, obwohl Denktradition sicher aus den selben Quellen des &quot;Egalitärem&quot; stammt, die ich noch weit vor dem 20ten Jahrhundert sehe. 

Die politische Korrektheit im europäischem Kontext ist ein direkter Rückgriff, auf den Konflikt zwischen bürgerlicher und ideologischer Tradition. Wobei jeder freiheitlich unideologischen Sichtweise ein ideologischer  Begriffsdiskurs aufgezwungen wird. Dies geschieht dadurch, daß die Begriffe selbst nur innerhalb der ideologischen Kontexte als existent wahrgenommen werden. Die Ideologien und ihre neuzeitlichen Vertreter hingegen sehen sich immer noch (und sind es auch) als diejenigen die die Sprache definieren dürfen.

Über das entlarven faschistischer Denkmuster und Sprachgebrauchs, kommt ein Moment in den Diskurs (Den ich aus dem amerikanischen als Catch-22 kenne) der eigentlich völlig absurd ist. Es ist nämlich selbst ein faschistisch ideologisches Denkmuster, Abweichler anhand des Sprachgebrauchs zu identifizieren. Victor Klemperer berichtet da folgendes Bonmot, er fragt eine Frau weswegen sie denn im KZ gewesen sei und sie antwortet: &quot;Na, wegen Ausdrücke&quot;.</description>
		<content:encoded><![CDATA[	<p>Man kann über kein Thema in Deutschland sprechen ohne, daß ein Bezug zu dieser Zeit hergestellt werden kann. Denn es gibt einfach kein gesellschaftlich relevantes Thema, das nicht auch von den Ideologien aus den Anfängen 20ten Jahrhunderts behandelt worden ist. Eine Beziehung lässt sich da immer herstellen. Und wenn man dann auf historisch vergleichende Angriffe reagiert schnappt die Falle zu. </p>
	<p>Hier haben die Ideologen der sozialistischen Fakultät ein unheimliche wirkungsvolles rhetorisches Muster entwickelt, das mittlerweile bis in die Populärkultur völlig verinnerlicht wurde. Schon in der DDR war es ein beliebter Sport, die faschistischen Denkmuster zu entlarven, und die 68er Linke war davon auch sehr inspiriert. Hier ist auch ein bedeutender Unterschied zu dem was man als &#8220;Politisch Korrekt&#8221; im amerikanischen Sinn auffasst, obwohl Denktradition sicher aus den selben Quellen des &#8220;Egalitärem&#8221; stammt, die ich noch weit vor dem 20ten Jahrhundert sehe. </p>
	<p>Die politische Korrektheit im europäischem Kontext ist ein direkter Rückgriff, auf den Konflikt zwischen bürgerlicher und ideologischer Tradition. Wobei jeder freiheitlich unideologischen Sichtweise ein ideologischer  Begriffsdiskurs aufgezwungen wird. Dies geschieht dadurch, daß die Begriffe selbst nur innerhalb der ideologischen Kontexte als existent wahrgenommen werden. Die Ideologien und ihre neuzeitlichen Vertreter hingegen sehen sich immer noch (und sind es auch) als diejenigen die die Sprache definieren dürfen.</p>
	<p>Über das entlarven faschistischer Denkmuster und Sprachgebrauchs, kommt ein Moment in den Diskurs (Den ich aus dem amerikanischen als Catch-22 kenne) der eigentlich völlig absurd ist. Es ist nämlich selbst ein faschistisch ideologisches Denkmuster, Abweichler anhand des Sprachgebrauchs zu identifizieren. Victor Klemperer berichtet da folgendes Bonmot, er fragt eine Frau weswegen sie denn im KZ gewesen sei und sie antwortet: &#8220;Na, wegen Ausdrücke&#8221;.
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		<title>by: NUB</title>
		<link>http://luclog.blogsome.com/2007/10/10/das-dritte-reich-ausklammern/#comment-616</link>
		<pubDate>Wed, 10 Oct 2007 20:31:20 +0100</pubDate>
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					<description>Neben &quot;Autobahn&quot; und &quot;Gleichgeschaltet&quot; war auch noch der folgende Satz ein neuer Aufreger: &quot;Ich muss einfach lernen, dass man über den Verlauf unserer Geschichte nicht sprechen kann, ohne in Gefahr zu geraten.&quot;

Sich missverständlich auszudrücken (selbst wenn es absichtlich passiert, um zu polarisieren oder zu polemisieren) ist aber kein Verbrechen. Und diese unerträgliche Sendung hatte wirklich etwas Quasi-Religiöses, völlig Schräges. &quot;Schwör ab, Eva, dann entgehst Du dem Scheiterhaufen -- vielleicht...&quot;</description>
		<content:encoded><![CDATA[	<p>Neben &#8220;Autobahn&#8221; und &#8220;Gleichgeschaltet&#8221; war auch noch der folgende Satz ein neuer Aufreger: &#8220;Ich muss einfach lernen, dass man über den Verlauf unserer Geschichte nicht sprechen kann, ohne in Gefahr zu geraten.&#8221;</p>
	<p>Sich missverständlich auszudrücken (selbst wenn es absichtlich passiert, um zu polarisieren oder zu polemisieren) ist aber kein Verbrechen. Und diese unerträgliche Sendung hatte wirklich etwas Quasi-Religiöses, völlig Schräges. &#8220;Schwör ab, Eva, dann entgehst Du dem Scheiterhaufen &#8212; vielleicht&#8230;&#8221;
</p>
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