July 30, 2007

Rassismus ist eine Zeichnung aus Frankreich

Filed under: Zeitgeist, Faschismus, Egalität - luclog @ 4:11 pm

Lange habe ich beim Rassismus in die völlig falsche Richtung geblickt. Immer hatte ich direkt den Ku-Klux-Klan, den Faschismus oder George Bush im Verdacht. Bis mir der Fall Mister Wong die Augen geöffnet hat.

Rassismus ist ein Meister aus Frankreich. Woher kommen denn diese Stereotypen von Schlitzaugen und dicklippigen Schwarzen? Es ist ein großes und sich über viele Bände erstreckendes Machwerk aus Frankreich, das den Rassismus bis heute direkt in Köpfe und Herzen der Kinder transportiert. Das Zentrum des Bösen in Europa ist Asterix. Ein rassistisches Machwerk von äußerster Brisanz. Dort wird nicht nur der Kapitalismus kritisiert, wie in "Obelix Gmbh&CoKg" "oder die "Trabantenstadt" – es wimmelt geradezu von rassistischen Stereotypen und Witzchen. Man stößt dort auf hakennasige Griechen, wie man sie heute noch in Griechenland finden kann, und auch die Spanier oder Italiener haben dort ihre eigene  Physiognomie. Der Deutsche ist ein Trottel der gerne marschiert, und die Belgier essen gerne. In Frankreich werden sogar die einzelnen Landsmannschaften mit ihren Eigenheiten dargestellt. Das entspräche in Deutschland der Karikatur eines Schwaben als sparsam, während der Bayer als Biertrinker dargestellt wird. Und eben diese Stereotypen, die es längst nicht mehr gibt, werden immer noch unschuldigen Kindern trickreich über den Umweg von vordergründig lustigen Zeichnungen in die Köpfe gehämmert.

Eine echte Kultur die diesen Ausdruck auch verdient, würde alle Unterschiede einebnen, so daß ein wunderbares einheitliches Grau entsteht. Und an diesem Ideal waren der Faschismus und auch die DDR eigentlich schon sehr nah dran. Aber der neue moderne Ansatz über "Ismusse", "Rechtsweg" und "Theorie" erscheint mir auch nicht schlecht.

Rettet die Ungleichheit