Bei Umfrage basierten Studien immer trifft wie immer der Satz von Benjamin Disraeli zu: "Es gibt drei Arten von Lügen: Lügen, verdammte Lügen und Statistiken. Statistik die auf Umfrage basiert, ist immer besonders heikel. Anständige Menschen beteiligen sich überhaupt nicht an Umfragen, und bei den meisten Umfragen sind die Fragen von vornherein tendenziös gestellt.
Zufällig rief erst gestern, bei mir das Institut für Demoskopie Allensbach an, ich habe wie immer wortlos aufgelegt. Die spinnen, meine Zeit kostet Geld und wenn ich sie am Telefon oder anderswo vertrödeln will, ist das meine Entscheidung. Davon ab, daß sich diese Leute am Telefon nicht ausweisen können, und da "was weiß ich wer" , meine Daten über die plumpe Behauptung "Umfragen Allensbach" erfragen kann. Und deswegen ist jede Umfrage exakt so seriös wie die Sorte Trottel die bei sowas mitmacht. Das einzige was bei Umfragen (im Internet bspw.) Spass macht ist, völlig anarchisch den grössten Unsinn anzukreuzen, und sich dann darüber zu freuen, daß aufgrund solche Aussagen irgendwelche Entscheidungen getroffen werden. Aber eigentlich ist die ernsthafte Beteiligung an Umfragen schon ein Ausschlußktriterium für Intelligenz. Da trifft sich auch die Klientel die bei Busreisen mit Kaffee und anschliessender Werbeveranstaltung mitmacht.
Grundsätzlich trifft bei, auf Statistik basierenden, Umfragen immer genau das ein, was das erstellende Institut vermitteln und verkaufen will. Und genauso wird es genutzt, anstatt Fakten bekommt man Interpretationen und man bekommt immer die Interpretation, die man sich ungefähr aus dem Umfeld des Instituts erwartet. Objektive oder überparteiliche Institute gibt es in Deutschland überhaupt nicht. Interessanter und objektiver wären da eigentlich sogar Einschätzungen, fremder Geheimdienste. Objektiv ist aber auf keinen Fall die Information die uns über die die Presse erreicht, über das was wir denken. Irgendwo müssten ja die 50 Prozent Fremdenfeinde stecken, ich kenne keine, meine Bekannten kennen keine. Wo sind sie also? Sie sind in der Auslegung dessen versteckt was ein Fremdenfeind ist. Kreuzen sie also niemals an: "Zuwanderung in die Sozialsysteme ist".
So kommt es dann zu Aussagen wie denen in der Heitmeyer Studie:
Danach sieht mittlerweile die Hälfte der Bundesbürger im Islam keine bewundernswerte Kultur mehr, knapp 50 Prozent sind allgemein fremdenfeindlich eingestellt.
Der Leiter des Instituts für ethnische und Kulturelle Konflikte, war seit 1982 Leiter verschiedener Forschungsgruppen zu Rechtsextremismus, Gewalt, Fremdenfeindlichkeit und ethnisch-kulturellen Konflikten, schätzt sein eigenes Arbeitsfeld als alarmierend wichtig ein. Überraschung. Da kann man auch Böcke fragen ob Hecken gestutzt werden sollen. Wie wahrscheinlich ist wohl, daß so jemand wie Heitmeyer eine Studie herausgibt, in der steht, "der Rechtsextremismus ist eine Randerscheinung, wir sollten unser Institut verkleinern und uns dringenderen Problemen widmen". Der Mann lebt davon, daß genau das Feld das er bearbeitet alarmieren wichtig ist und bleibt.
Ein eindrücklicher Artikel zur Heitmeyer Studie ist auch bei PI erschienen.