December 14, 2006

Ein unglaublicher Fall

Filed under: Zeitgeist - luclog @ 5:17 pm

Ein dreizehnjähriger wurde von seiner Lehrerin mißbraucht. Die Lehrerin und der Junge haben zusammen mit einem anderen Jungen Alkopops konsumiert, und sich dannach betrunken zusammen in das Ehebett der Lehrerin gelegt. Dort kam es zu sexuellen Handlungen. Eigentlich ein Szenario wie es sich fast jeder Pubertierende, in seinen frühen erotischen Phantasien erträumt. Leider wurde es anders gewertet: Psychologen gehen von schweren Schäden, für den armen Jungen aus. Auch ich bin mittelmässig erschüttert.

Zum Jahresende redende Organbankschweine

Filed under: Zeitgeist, Zitate - luclog @ 4:06 pm

Und noch ein Lesehinweis, diesmal auf einen Artikel, von von Michael Miersch in der Weltwoche, der sich mit der in Deutschland weit verbreiteten modischen Zukunftsangst befasst. Depression ist ein Meister aus Deutschland (Luc), möchte man meinen. Und wo ich schon bei Zitaten bin: In dem Artikel ist mir ein Bonmot aufgefallen das wahrscheinlich jeder kennt und das oft fälschlich Helmut Kohl zugeordnet wird. Michaels Miersch hat nun eine mir völlig neue Quelle angegeben: "Niels Bohr". Meistens wird der Spruch aber, was noch früher gewesen wäre, Mark Twain zugeordnet, obwohl es sein könnte, daß auch der das irgendwo nur aufgeschnappt hat. Ich würde bei sowas immer zuallerst einen Römer oder Griechen verdächtigen, den keiner von uns hier auf der Rechnung hat.

Und so meandert es durch die Zeit: 

Mark Twain: 

"Vorhersagen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen"

Ca. hundert Jahre später Niels Bohr:

"Vorhersagen sind immer schwierig - vor allem über die Zukunft."

Helmut Kohls, fremdwortgewandter Mix:

"Prognosen sind schwierig, vor allem wenn sie die Zukunft betreffen"

Das harte Leben der Manager

Filed under: Zeitgeist - luclog @ 3:25 pm

Hinweis. Ein erbaulicher Artikel bei der Zeit zum harten Leben der Manager . Ich muss zugeben, ich habe geweint.

Kleiner trauriger Auszug: 

Starnberger See, Bad Homburg, Kronberg im Taunus: Hier wohnen Konzernchefs, Bankvorstände, die Inhaber großer Kanzleien. Dieselben Leute, die sich unter der Woche beruflich begegnen, sehen sich am Wochenende wieder. Beim Einkaufen. Beim Spazierengehen. Beim Golfen. »Ich kann es mir gar nicht leisten, meinen Panzer abzulegen«, sagt ein Vorstand. Viele Paare haben nur einen kleinen Freundeskreis, und dann noch aus der Branche. »Da wird sich verglichen und nach Anerkennung gestrebt«, sagt Ernst-Moritz Lipp. Man hat eine Villa, in der Garage stehen zwei Autos, aber die Nachbarn haben eine größere Villa, und in ihrer Garage stehen nicht zwei Autos, sondern drei. Das Leben ist hart in den Wohlstandsghettos der Republik.

So entwickelt sich die Welt der Arbeiter und Angestellten nach und nach zum Paralleluniversum. »Morgens holt mich mein Fahrer ab und trägt mir die Aktenkoffer ins Auto«, erzählt der Vorstandschef eines Dax-Konzerns. »In der Zentrale hält mir einer die Tür auf. Dann ist da jemand, der kann gar nicht schnell genug rennen, um mir per Knopfdruck den Lift zu holen. Oben steht der Mann vom Sicherheitsdienst, der verbeugt sich, wenn ich komme. In meinem Büro hat die Sekretärin schon Tee vorbereitet. Und so geht das den ganzen Tag.«