December 12, 2006

Mister Euro vor dem Hungertod gerettet

Filed under: Zeitgeist - luclog @ 2:34 am

Welteke mit EuroEs gibt auch noch Positives in unserem Land, zum Beispiel der Herr Welteke, das war mal der höchstbezahlteste Beamte Deutschlands. Was aber nicht bedeutet, daß in einer solchen Position auch so intelligent sein muss um hauszuhalten zu können, oder etwa etwas für schlechte Zeiten zurückzulegen.

 

Haushalten ist aber manchmal auch schwer: Bei nur 300 000 Euro Jahresgehalt in der Kasse, da kriegt man ja gerade mal ein Auto für das Geld. Böse Zungen reden von Gier, das ist es aber nicht. Ein Mann in einer solchen Position hat es einfach schwer. Davor sollte man die Augen nicht verschliessen – Fahrbereitschaft und Sekretariat können einem schon die letzten Nerven kosten. Und besonders schwer fällt es einem so intelligentem Mann mit Geld umzugehen. Wo soll er das auch gelernt haben? Er war ja Beamter, ein deutscher Beamter, und für Beamte wächst das Geld auf Bäumen und muss dort auch weiterwachsen. Deswegen ist mir auch überaus verständlich, daß bei 8000 Euro Pension bei Weltekes der Notstand ausbricht.

Wann hätte man denn bitteschön, von den 300 000 tausend Euro Jahresgehalt, etwas zurücklegen können? Da war Schmalhans Küchenmeister. Das rinnt einem Beamten doch nur so durch die Finger. Deswegen musste der arme Welteke, ja schon früher als Beamter auf Geschenke der Dresdner Bank zurückgreifen, und in Luxussuiten auf Kosten der Bank übernachten. Bei hochrangigen Beamten wird der Begriff Beamtenbestechung zum Glück doch sehr Milde ausgelegt. Das war halt die normale Arbeitswelt, des Herrn Welteke.

Deswegen hat der Herr Welteke meine volle Sympathie, denn er braucht das Geld: Er muss davon eine Frau und seine studierenden Söhne unterhalten. 8000 Euro sind da wirklich zu knapp, deshalb hat ihm das Gericht auch nun 13 000 Euro zugesprochen. Da fällt mir das alte deutsche Sprichwort: "Gier muss belohnt werden", ein. Natürlich ist der Mann ein Sozialist und SPD-Mitglied, und kämpfte für die Internationale – mit der Dresdener Bank auch am kalten Büffet.

Kann sich eigentlich noch irgendjemand an COOP erinnern? 

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