Totaler CO2 Verzicht. Hört sich gut an. Aber, daß die Grünen sowas denken und in ihr Parteiprogramm schreiben, ist nicht etwa nur ein Problem der Grünen. Alle Parteien haben den populistischen Kampf gegen das CO2, mittlerweile auf der Agenda.
Totaler CO2 Verzicht: Sollen wir etwa aufhören zu atmen? Und die Pflanzen auch? Oder sollen wir einfach alles Holz in Schwarze Löcher werfen? Die Atmosphäre zur Sonne sprengen?
CO2 ist ein Bestandteil der Natur, Menschen sind Bestandteil der Natur, das Kohlendioxid der Atmung stellt den größten Teil des CO2 Anteils in der Luft. Wenn alle Menschen, sich aus Naturliebe von irgendwelchen Klippen stürzen würden, wäre auch nichts gewonnen. Ausser, daß vielen Naturwahnsinnigen eine menschenfreie Welt sicher lieber wäre. Oder eine Welt der Schmerzen, in denen die Menschen, sich nicht so unnatürlicher Dinge wie der Technik, oder des elektrischen Stroms bedienen. Maschinenstürmerische Apokalyptiker prägen den Zeitgeist. Dabei bedienen Sie sich der Maschinen, und sind von Maschinen bis in den Letzten Winkel ihres Daseins abhängig. Ihr Wille, und ihr Wunsch ist aber das Primitive Indianerzelt, und die Steinzeitkeule, auch wenn sie diese Leben, das wirklich ein einziger leidensvoller Kampf wäre, nichtmal für Tage durchhalten könnten, ohne ihr Mobiltelefon.
Kein Wunder, daß dann niemand mehr Hoffnung auf die Zukunft hat. Eine depressive intellektuelle Krankheit hat sich des Zeitgeistes bemächtigt, ausgehend von der Kernthese des Unterganges des Kapitalismus, haben sich soviel unausrottbare Mythen, darüber wie dieser Untergang kommt – kommen muss – in den Köpfen, der Menschen eingenistet, daß die gesamte Zivilisation, und alles was man eigentlich lieben sollte, nur noch als verachtenswert und schlecht gilt. Der Kernsatz dieser Perversion, war und ist: "Es gibt kein richtiges Leben im Falschen."("Minima Moralia. Reflexionen aus dem beschädigten Leben."). Ein deutscher Satz, so deutsch idealistisch gedacht wie kaum ein anderer. Er sagt: Alles Leben ist falsch, ausser das welches der Ideologie entspricht, die Ardorno zu prägen gedenkt. Egoman, so Egoman, das er wirklich jedem Potentaten der Neuzeit in die Rede passen würde.
Was für eine ungeheure Selbstgefälligkeit spricht hier, und das völlig losgelöst ist von der Wirklichkeit. Tiefer kann man das Leben nicht verachten. Als Mensch ist man eigentlich verpflichtet eine anthropozentrische Sichtweise zu vertreten alles andere ist verdreht, und besonders verdreht sind Idealisten die alles für schlecht erachten, daß nicht radikal alles zum vermeintlich Gutem verändert, und zwar so wie von ihnen gedacht. Hybris.
Auch in diesem Zusammenhang lesenswert: Vom Klimawandel zur Klimapanik.