Migrant
Und passend zum Thema Wortschatz, habe ich auch ein interessantes Wort gefunden, das ganz merkwürdig genutzt wird.
Der Migrant, und die Migration. Kurz erklärt: Der Migrant ist ein Wanderer. Er ist schon in altem deutschen Liedgut enthalten. Da war er dann zum Beispiel Müller, denn die Lust des Müllers ist nicht mahlen, sondern wandern – also migrieren. Manchmal mussten auch Müller emigrieren, beispielsweise nach Amerika, oder noch weiter weg. Man nannte sie dann aber nicht Wanderer, sondern Auswanderer, also Emigranten. Ohne "Emi" ist der Migrant aber nur einfacher Wanderer. Heutzutage ist das Auswandern aber eine Angelegenheit, die nicht weit in die Ferne führt. In Deutschland gibt es zum Beispiel Migranten, also Wanderer, die sich über drei Generationen nur in einem Stadtteil aufhalten. Was auch beim Müller sicher schon meistens genau so der Fall war. Man braucht nur das Telefonbuch aufschlagen um zu sehen wie viele Müller sich oft an einem Ort aufhalten.
Die Migranten und Wanderer der Neuzeit, haben auch einen Wanderungshintergrund, und bleiben somit Wanderer, auch wenn nicht gewandert wird – sie wandern zwischen den Welten. Dieses Wandern lässt sich leicht mittels einer Fernbedienung und einer Satellitenschüssel bewerkstelligen, damit lässt sich soweit wandern, daß der Wanderer oft vergisst wo er eigentlich beheimatet ist. Also wandert er weiter, wenn auch nur im Kreis oder auf engstem Raum. Wenn es genügend Wanderer gibt, die nur an einem sehr überschaubaren Ort wandern, bilden sich Wanderungsgruppen und Wanderungsströme, die sich dann oft in einem Stadtteil gruppieren oder strömen. Das sind die urbanen Wanderungsströme oder Stadteile mit Migrationshintergrund. Und da alle dort das gleiche Spezialinteresse "Wandern" haben, kommt es auch zu Romanzen, und damit erfreulicherweise zur nächsten Generation von Wanderern. So gesehen sind wir alle Wanderer, nur ein paar Generationen zurück geschaut, und schon findet sich ein Wanderer in der Familie, und da wandern nun erblich ist, ist der Migrantenanteil in Deutschland bei 500%.
Und würde ich die Weichwarensprache in meine Migrationsanalyse mit aufnehmen, käme es noch dicker: Mono 1.2.2 mit neuer Migrationsanalyse
