December 2, 2006

Amokläufer im Kloster erschossen

Filed under: Zeitgeist - luclog @ 2:37 am

Ein 36 Jähriger aus dem Libanon ist in Zell am Main Amok gelaufen. Zuerst, hat er in dem Hof des Klosters in dem er arbeitete randaliert, und versucht den 45 Jährigen technischen Leiter zu anzugreifen, der flüchtete. Danach zerschlug der Mann erstmal Scheiben von geparkten Fahrzeugen. Dann traf er auf einen Passanten der gerade Weihnachtsplätzchen vorbeibringen wollte, dieser griff mit einer Schaufel ins Geschehen ein, stürzte dann aber. Woraufhin der Täter sich über in beugte und mit dem Hammer auf das Gesicht des Mannes einschlug. Die vorher schon alarmierte Polizei kam hinzu und versuchte den Mann mit Pfefferspray zu stoppen, dieser schlug aber völlig unbeeindruckt weiter auf sein Opfer ein. Daraufhin hat ein Polizist aus 5 Metern Entfernung gezielt geschossen, und den Täter getroffen der dann im Krankenhaus seinen Verletzungen erlag.

Wobei ich den Schusswaffeneinsatz in diesem Fall nicht wirklich nachvollziehen kann. Wenn Pfefferspray eingesetzt wurde, waren die Polizisten schon sehr nah an dem Täter dran. Und ein Hammer ist kein Schwert, und auch kein Messer, wenn sie schon so nah dran waren, hätte sie um das Opfer vor Schlägen zu schützen dem Mann eigentlich in die Arme fallen müssen. Ist natürlich leicht gesagt, und bei der Mannschaft die ich hier letztens auf der Strasse beim Blitzen getroffen habe, alle knapp einssiebzig und der grösste davon eine Frau, die müssen dann schiessen, oder brauchen zwei Wagen um eine Person zu überwältigen. Da komm es wohl auch sehr auf die körperliche Konstitution, individuelle Fitness, und die spontane Entschlusskraft der Beamten an. Daß sich aber zwei Polizisten nicht zutrauen einen Mann zu überwältigen, bei dem sich vorher ein 71 Jähriger Passant das zugetraut hat, finde ich nicht leicht nachvollziehbar. Das der Oberstaatsanwalt sich vor die Polizisten stellt und sagt, "dieses Handeln war ohne Alternative", ist zwar verständlich, setzt aber kein gutes Zeichen. Naja, Ferndiagnose.