December 21, 2006

U-Boote beim Militär

Filed under: Zeitgeist - luclog @ 2:38 pm

Die Integration läuft gut, auch in sicherheitsrelevanten Bereichen und beim Militär. Besonders da kaum einer die Sprache spricht mit der die Integration betrieben werden soll. Deswegen brauchen auch wir in Armee und Polizei immer mehr Menschen die die Sprache sprechen, die bei "Integration" wichtig ist, also kein Deutsch. Und das ist auch eine Forderung der Politik. Schwierig wird es aber dann wenn die Integration, trotz der Sprachkenntnisse, doch nicht so läuft wie man eigentlich gedacht hat und die Loyalitäten, nicht dort sind wo man sie gerne hätte. Ein Problem das wir beim Bodenpersonal von Flughäfen schon länger kennen.  Das erinnert auch sehr an den Film Fight Club, bei dem die Fight Club Revolutionäre einen Politiker mit der Tatsache bedrohen sie seien überall:

"Pass auf: Ihr macht Jagd auf die Leute, auf die ihr angewiesen seid! Wir kochen eure Mahlzeiten, fahren eure Krankenwagen, stellen eure Anrufe durch, holen euren Müll ab… Wir bewachen euch, während ihr schlaft… Versucht nicht, uns zu verarschen!"

Im integrationsmächtigem England gibt es nun nun ein ähnliches Problem, ein Corporal der britischen Armee, David Richards, hat scheinbar seine Abstammung doch nicht vergessen und für den Iran spioniert. Wenn man diesen Fall überträgt, sieht es aber für Deutschland noch schlechter aus, denn hier will sich niemand integrieren, nichtmal die Deutschen, selbst die, bezeichnen sich lieber als Kosmopoliten und Internationalisten, verleugnen ihre Herkunft, oder machen sie schlecht wenn es irgend geht.

December 20, 2006

Barrierefrei

Filed under: Technikwelt - luclog @ 8:10 pm

Es gibt ihn, den Knopf zum Vergrössern. Als geschulter Internetbenutzer findet man ihn sofort – 6 Punkt gross rechts, oben in der Ecke; einfach für Alle. Das ist eine der blöden Ideen von der ganz besonderen Art. Sie nennt sich "Barrierefreies Internet". Barrierefreiheit ist aus der Stadtplanung entlehnt wo es ja Sinn macht für Rollstuhlfahrer, Zugangsmöglichkeiten, insbesondere bei öffentlichen Gebäuden zu schaffen. Irgendwann ist aber jemand auf die Idee gekommen, das auf das Internet zu übertragen. Nun, Rollstuhlfahrer sind im Internet eher im Vorteil. Es geht also um einen anderen Personenkreis, eigentlich nur um eine Gruppe Menschen; die die schlecht sehen können. Blinde nutzen wenn überhaupt spezielle Maschinen, die ihnen das Gebotene in Blindenschrift übersetzen. Das Gehörlose nicht lesen können, wie bei Wikipedia behauptet, halte ich auch für ein Märchen. Es ist aber auch richtig, daß Behinderte das Internet oft nutzen, nur sind diese Leute meisten in ihrer Bewegung eingeschränkt, bei einer solche Behinderung wenn sie nicht allzu extrem ist, ist das Internet eine vorzügliche Möglichkeit sich aktiv zu beschäftigen und am Leben zu beteiligen.

Nun gibt es aber Seiten, die diesen für schlechte Augen unauffindbaren Knopf zum Vergrössern in der rechten oberen Ecke zwischen, oder über zwei Frames, für eine tolle Idee halten, und das als barrierefrei verkaufen. Und dann verlinken diese barrierefreien Seiten wiederum auf Seiten, zum Hören oder Sehen von Inhalten auf denen gar nichts skalierbar ist. Das ist mal wieder echter Internet Unfug, der einfach nur Bedarf für sinnfreie Programmierung schaffen soll. Womit aber diese Kurzdenker sich ins eigene Fleisch schneiden, denn weniger individuelle, einengende Konzepte, verkleinern letztlich den Markt, auch wenn sie ihn kurzfristig, als Zwang verkauft, vergrössern.

Es gibt aber eine wirklich tolle Möglichkeit das Internet zu vergrössern, und das ist die Einzige die für Leute die schlecht sehen wirklich gut funktioniert: Ein richtig grosser Breitwand Bildschirm.

Alles andere ist Unfug, besonders, die "barrierefreie" Vergrößerungsmöglichkeit auf den Seiten selbst, denn es gibt immer eine Vergrößerungsmöglichkeit im Betriebsystem und noch eine im Browser, eine Dritte ist einfach nur noch absurd. Mobiltelefone in anständiger Koffergrösse wären da eine bessere Idee, die wirklich vielen älteren Menschen helfen würde. Die barrierefreien Seiten auf den Mobiltelefon Bildschirmen sind dann aber auch wieder ein Problem.

Volatilität

Filed under: Zeitgeist - luclog @ 4:04 pm

Fachbegriffe von entschiedener Sinnlosigkeit, ärgern mich ja immer wieder. Insbesondere solche die die vorgeben etwas besonders klar auszudrücken und eigentlich das Gegenteil bezwecken. Man nutzt solche Worte um auszuschliessen, auszugrenzen, Aussagen zu verdecken, oder etwas wichtiger erscheinen zu lassen als es ist. Und es herrscht oft bis in die tiefsten Tiefen der Fachkommune, völlige Uneinigkeit darüber was damit gemeint ist. Hier das Beispiel "Volatilität". Volatiltät ist ein völlig sinnloser Begriff, und wird immer benutzt wenn etwas schwankt oder jemand noch schwankend ist. Es stimmt nicht, daß es wie in Wirtschaftslexika, behauptet bei einem Schwankungsmaß benutzt wird. Es wird immer benutzt wenn irgendetwas unsicher, wechselhaft oder schwankend erscheint. Und es wird immer benutzt als Platzhalter für: "Äh, keine Ahnung, das schwankt noch". Klingt aber besser. Denn man sagt in der Wirtschaft besser nicht, daß etwas noch sehr unsicher ist (Wirtschaftsleute sind nie unsicher, besonders nicht bei den Prognosen).

Hier ein Beispiel für die Benutzung im Geschäftsbericht der deutschen Bank:

Es wird erwartet, dass durch diese Strategie die Volatilität der Erträge aus den Planvermögen auf ein Mindestmaß verringert werden kann und die Ertragsschwankungen bei den Vermögen die Schwankungen bei den Verpflichtungen kompensieren werden.

Man kann das Wort Volatilität in diesem Satz einfach durch Schwankung ersetzen. Im DB eigenen Lexikon ist von dieser Art von Nutzung für Volatilität (Schwankung) im Sinne von einfach "schwankend" natürlich keine Rede. Die Definition dort widerspricht sogar der Nutzung des Wortes in den eigenen Publikationen.

Allen anderen Behauptungen zum Trotz haben wir es hier mal wieder mit einem einfachen und übersetzungsfaulem Anglizismus zu tun, einer Übernahme des englischen Volatile

December 19, 2006

300 ein Film über Sparta

Filed under: Fundsachen, Wissen, Zitate - luclog @ 5:06 pm

Vom Film 300, der im antiken Griechenland angesiedelt ist und sich um Sparta dreht, kann man schon ein paar Vorfilmchen im Netz sehen. Die Spartaner selbst sind für ihren "lakonischen"  Humor angesichts des Gefechts bekannt. Der Ausdruck lakonisch selbst verweist noch heute auf diesen speziellen Humor der Spartaner. Eine Form der ich auch immer sehr zugetan war.

Auf die Warnung hin, dass die Pfeile der Perser die Sonne verdunkeln würden, soll der Spartaner Dienekes damals geantwortet haben: Fein, dann kämpfen wir im Schatten.

Bei USA erklärt wird diese Form des Humors in der angelsächsischen Tradition beleuchtet.(Mich würde davon ab aber eher interessieren warum Vorflilmchen, mittlerweile überall Abspann (Trailer) heissen)
Ein anderes Beispiel:  

"Wenn ich euch besiegt habe, werden eure Häuser brennen, eure Städte in Flammen stehen und eure Frauen zu Witwen."

Antwort der Spartaner in der lakonischen Redekunst:

"Wenn."

Interessant ist der Rückgriff auf Sparta in Hollywood, sicher auch im geistesgeschichtlichem Kontext.  Die Spartaner transportieren schon mit ihrem Namen alleine ein stoisches Idealbild. Auf diese Kriegerkultur wurde immer gerne in Bedrohungslagen verwiesen. Auch die NS Kultur griff gerne auf das spartanisch hellinistische Ideal zurück, denen schwebte auch eine sehr ähnlicher Kriegerkult mit ewigem stählendem Kampf vor (Sehr unangenehm, wenn man so leben müsste). Die Nationalsozialisten sahen sich im Rückgriff auf die Antike mehr als Nachfolger Spartas. Die USA haben eigentlich mehr erkennbare traditionelle Bezüge zum antiken Rom.

Messerstecherei

Filed under: Zeitgeist - luclog @ 3:59 pm

Messerstecherei gehört bald zum Alltag, besonders in Berlin. Sicher kommen bald wieder Rüstungen in Mode, Kevlarwesten für Passagiere von öffentlichen Verkehrsbetrieben. Sichherheitsbewusste Mode für den modernen Grosstadt Einkaufsbummel.

Via. PI 

December 18, 2006

Weihnachtsgeschenke verstecken sinnlos

Filed under: Fundsachen, Wissen - luclog @ 1:46 pm

Ich habe mich ja immer gewundert, wie Frauen Schokoladenverstecke aufspüren. Da aber Frauen über das bessere Riechvermögen verfügen, ist mir jetzt klar warum. Sie können nicht nur Fremdparfüme aus tausenenden von Umgebungsgerüchen an vorsorglich dreimal gewaschener Kleidung aufspüren, sie folgen auch einfach der Fährte, die der Mann zu seinen Verstecken, mit fettigen Fingern, legt. Deswegen ist auch das Verstecken von Weihnachtsgeschenken sinnlos. Frauen erschnüffeln jedes Versteck. Besonders ausgeprägt ist der Geruchsinn für glitzernden Tand, wie das geht wurde aber leider noch nicht erforscht. Das einzige was hilft, sind einfache Verschlussmechanismen, solche Verstecke werden zwar auch erschnüffelt, aber um  dann die mit einem Gummiband verschlossene Dose zu öffnen fehlt dann der technische Verstand.

December 17, 2006

Wissen Bizarr

Filed under: Fundsachen, Wissen - luclog @ 4:05 pm

Ich habe gerade ein etwas anderes Nachschlagewerk entdeckt. Den Neuen Physiologus: Eine sehr interessante assoziative Quelle mit viel klassischem Inhalt.

Hier kann man zum Beispiel das Wissen durch Kant erweitern:

Prügel (2)  Die alte Sage von den Russen: daß die Weiber ihre Ehemänner im Verdacht hielten, es mit anderen Weibern zu halten, wenn sie nicht dann und wann von diesen Schläge bekämen, wird gewöhnlich für Fabel gehalten. Allein in Cooks Reisen findet man: daß, als ein engl. Matrose einen Indier auf Otaheite sein Weib mit Schlägen züchtigen sah, jener den Galanten machen wollte und mit Drohungen auf diesen losging. Das Weib kehrte sich auf der Stelle wider den Engländer; fragte, was ihm das angehe; der Mann müsse das tun! - - Eben so wird man auch finden, daß, wenn das verehlichte Weib sichtbarlich Galanterie treibt, und ihr Mann gar nicht mehr darauf achtet, sondern sich dafür durch Punsch- und Spielgesellschaft, oder andere Buhlerei schadlos hält, nicht bloß Verachtung sondern auch Haß in den weiblichen Teil übergeht: weil das Weib daran erkennt, daß er nun gar keinen Wert mehr in sie setzt, und seine Frau anderen, an demselben Knochen zu nagen, gleichgültig überläßt.  - Immanuel Kant, Anthropologie in pragmatischer Hinsicht (1798)

Schach der Gaspipeline

Filed under: Zeitgeist - luclog @ 2:47 pm

Gari Kasparow wurde bei Sabine Christinsen ausgeladen, die Hintergründe bleiben aber nebulös. Es sollte bei der Sendung um den dubiosen Polonium Tod von Alexander Litwinenko gehen. Der Sender hat sich zuerst auf Probleme bei der Satelliten Schaltung berufen, was sich aber bald als haltlos erwies.

Zuererst habe ich darüber beim Freedom Watchblog gelesen, nun kommt die Geschichte doch langsam in die vorweihnachtlichen Medien.

Pressespiegel:

Netzeitung, Basler  Zeitung

Siehe auch: Politische Morde, Verschwörung, Hat Litwinenko sich selbst verseucht?

December 16, 2006

Die Intoleranz der Toleranz

Filed under: Zeitgeist, Egalität - luclog @ 5:41 am

Von Greg Kouki

Vermutlich hat kein Konzept mehr Reputation in unserer politisch-korrekten Kultur als der Begriff der Toleranz. Unglücklicherweise, wird eine von Amerikas grössten Tugenden dadurch so verzerrt, daß sie zu etwas Schlechtem wird.

Es gibt ein Wort, welches von Aufrichtigkeit abhalten kann. Dieses Wort heißt "intolerant".

Diese Idee ist bei den Postmodernisten, den Epigonen der radikalen Skeptiker sehr populär, jetzt fordern deren Ideen unberechtigterweise Anerkennung in den heutigen Universitäten. Ihrem Kampfruf, „Es gibt keine Wahrheit,“ folgt man häufig mit einem Appell an die Toleranz.

Eine tolerante Person besetzt angeblich neutralen Boden, einen Ort kompletter Überparteilichkeit, an dem jeder die Erlaubnis hat für sich selbst zu entscheiden. Urteile sind nicht erlaubt. Kein "Zwang"  bei persönlichen Meinungen. Daß alle Meinungen unterschiedslos gültig sind, ist die feste Annahmen einer Gesellschaft, die sich am Relativismus festmacht. Und das ist ein Mythos.

Für ihre selbstgerechte Forderung, brauchen die Relativisten in Wirklichkeit zwei Wahrheiten, eine rationale und eine moralische. Die erste ist die rationale „Wahrheit“, daß es keine Wahrheit gibt – ein Widerspruch in sich. Die Zweite ist die moralische Wahrheit, daß man andere Weltanschauungen tolerieren soll. Ihr Standpunkt, der auf mindestens zweierlei Art in sich widersprüchlich ist, dient als Warnung, daß die moderne Nutzung des Begriffes Toleranz überaus irreführend ist.

Der Toleranz-Trick

Durch die moderne Definition von Toleranz ist verdrehterweise niemand tolerant oder kann es überhaupt sein. Mein Freund Francis Beckwith nennt es den "passiv-agressiven Toleranztrick". Ein Zurück zum klassischen Verständnis von Toleranz wäre die einzige Möglichkeit, die nützliche Bedeutung des Wortes wieder herzustellen. Ich gebe dazu mal ein Beispiel aus der Realität.

Anfang dieses Jahres sprach ich mit einer Klasse von Studenten der Christlichen Universität Des Moines in Iowa. Ich wollte sie, auf diesem "Toleranztrick", aufmerksam machen, aber auch zeigen wie stark sie ihn bereits verinnerlicht hatten. Ich fing an, indem ich zwei Sätze an die Tafel schrieb. Der erste zeigt das gegenwärtige Verständnis von Toleranz:

"Alle Überzeugungen sind gleichwertig und man soll keine besser bewerten als andere"

Alle nickten in einträchtig. Keinerlei Widerspruch. Dann schrieb ich den zweiten Satz:

"Jesus ist der Messias und das Judentum ist falsch weil es dies verneint."

Sofort flogen Hände nach oben. „Das können Sie nicht sagen,“ Erlerntes abrufend, offensichtlich provoziert. „Das ist beleidigend". Wie würden sie sich fühlen, wenn jemand sagen würde, sie seien im Irrtum?“

"Das passiert mir andauernd“ entgegnete ich, " Genau jetzt, auch mit dir. Aber warum  sollte es mich stören, daß jemand denkt, ich sei im Irrtum?"

"Es ist intolerant", sagte sie und bemerkte, daß die zweite Aussage die erste Aussage verletzte. Was sie nicht sah, war, daß die erste Aussage auch schon einen Konflikt enthielt

Ich zeigte auf die erste Aussage und fragte, "Ist das eine Ansicht, die Idee, alle Überzeugungen sind gleichwertig und man soll keine besser bewerten als andere?" Sie stimmten alle zu.

Dann zeigte ich auf die zweite Aussage, Die "Intolerante" und stellte die gleiche Frage: "Ist das eine Überzeugung?" Sie studierten den Satz einen Moment lang. Langsam fing es an ihnen zu dämmern. Sie waren durch den Toleranztrick verwirrt worden.

Wenn alle Überzeugungen gleichwertig sind, dann ist die Überzeugung, daß Christen über Jesus eine bessere Überzeugung vertreten als die Juden genauso richtig, wie die Idee, daß Juden eine bessere Überzeugung über Jesus vertreten als die Christen. Aber das ist völlig unvereinbar. Wenn der erste Satz sagt was Toleranz ist, dann kann niemand tolerant sein, weil "Toleranz" zu Blabla wird.

Heraus aus der Falle

"Wollt ihr wissen wie ihr diesem Dilemma entkommt?", fragte ich. Sie nickten. "Ihr müsst die moderne Verdrehung von Toleranz verneinen und zur klassischen Ansicht zurückkehren." Dann schrieb ich folgende zwei Grundregeln auf das Brett:

1) Sei egalitär gegenüber Personen.

2) Sei elitär gegenüber Ideen.

"Egalitär" war ein neues Wort für sie. Denkt an "Gleichheit", sagte ich. Behandelt Andere als wären sie gleich in in ihrer Position und in ihrem Wert. Sie wussten, was eine  "Elite" war, und dachten das sei jemand der denkt er sei besser als andere. "Richtig", sagte ich. Wenn man "elitär" in Bezug auf Ideen ist, sagt man, daß einige Ideen besser sind als andere. Und das sie sind. Wir behandeln nicht alle Ideen, als wären sie gleich wertvoll, aus Furcht auf Widerspruch zu stossen. Einige Ideen sind gut, einige sind schlecht. Einige sind zutreffend, einige sind falsch. Einige sind brillant, andere sind einfach dumm.“

Die erste Grundregel, die man "Höflichkeit" nennt, liegt im Zentrum der klassischen Ansicht von Toleranz. Diese kann man einfach mit dem Wort "Respekt" gleichstellen. Toleranz zeigt sich darin, wie wir Leute behandeln die anderer Meinung sind, nicht wie wir Ideen behandeln, von denen wir denken daß sie falsch sind.

Wir respektieren die, die eine andere Auffassung haben, indem wir höflich mit ihnen umgehen und ihren Ansichten einen Platz im allgemeinen Diskurs einräumen. Wir können bei ihren Ideen stark gegenteiliger Ansicht sein und dagegen öffentlich stark angehen, aber wir zeigen noch Respekt für die Person trotz unserer Unterschiede.

Klassische Toleranz fordert, daß jeder Person die Freiheit zugestanden wird, ihre Ideen ohne Furcht vor Repressalien zu formulieren, egal welche Idee – sie fordert nicht, daß alle Ideen gleichen Wert, Gehalt oder Wahrheit haben.

Diese zwei Kategorien werden, durch den im Mythos der Toleranz ursächlich verwirrtem Denken häufig verschmolzen. Die Ansicht, daß die Ideen einer Person nicht besser oder realer als die einer anderen sind, ist einfach absurd und widersprüchlich. Zu sagen, daß einige Ansichten falsch sind, unmoralisch,  oder einfach nur dumm, ist kein Angriff auf irgendeine sinnvolle Definition oder einen Standard von Toleranz.

Beachtet, daß Respekt hier mit der Person verbunden wird. Ob ein Verhalten toleriert werden kann, ist ein völlig anderes Problem. Unsere Gesetze zeigen, daß ein Mann glauben kann, was er will  – und er normalerweise die Freiheit hat diesem Glauben Ausdruck zu geben – aber er darf sich nicht benehmen wie er will. Manches Verhalten ist eine Bedrohung für die Allgemeinheit. Anstatt es zu tolerieren (zu erlauben), wird es durch Gesetze eingeschränkt. Historisch hat unsere Kultur Toleranz (Respekt) gegenüber jeder Person, aber nie Toleranz gegenüber jedem Verhalten hervorgehoben. In den Worten Lincolns: "Es gibt kein Recht, Falsches zu tun."

Auf den Kopf gestellt

Die moderne Definition von Toleranz stellt die klassische Formel für Toleranz auf den Kopf:

1) Sei egalitär gegenüber Ideen.

2) Sei elitär gegenüber Personen.

Wenn du eine fremde Idee negierst, wirst du automatisch respektlosem Behandeln von Personen beschuldigt (Wie der Student es mit mir tat). Bei dieser neuen Vorstellung von Toleranz kann keine Idee und kein Verhalten abgelehnt werden – auch nicht höflich – ohne sich den Vorwurf der Beleidigung einzuhandeln.

Zu sagen, ich bin intolerant zu einer Person, weil ich ihren Ideen widerspreche ist verwirrend. Ironischerweise ergibt das Elitarismus in Bezug auf Personen. Wenn ich denke meine Ideen sind besser als die eines anderen, kann ich als Person als krank behandelt werden, öffentlich an den Rand gedrängt und als bigott geschmäht werden, als: respektlos, unwissend, schamlos und – können sie es glauben? – intolerant.  Manchmal kann ich von Gesetzes wegen sogar verklagt werden, bestraft werden, oder gezwungen werden soziale Ausbildungs-Programme zu besuchen..

Toleranz wurde folglich auf den Kopf gestellt: Toleriert die Ideen der Mehrheit, aber toleriert nicht (zeigt Respekt vor denen) die die Ausnahmen machen bei diesen Ideen. Andere Meinungen werden beschriftet mit: "Deine Ansicht anderen aufzwingen“ und damit schnell zum Schweigen gebracht.

Das ist Unsinn und sollte aufhören. Der Mythos der Toleranz zwingt jeden in ein unvermeidliches "Catch-22", weil jede Person in jeder möglichen Debatte einen Gesichtspunkt hat, von dem er denkt dieser ist richtig.

Catch-22

Klassische Toleranz bezieht drei Elemente mit ein: (1) ermöglichen oder erlauben (2) eine Schluss oder einen Gesichtspunkt bei dem man anderer Meinung ist (3) Respektieren der Person im Prozeß.

Beachtet, daß wir niemanden tolerieren können, es sei denn wir sind mit ihm anderer Meinung. Das ist kritisch. Wir "tolerieren" keine Leute die unsere Ansichten teilen. Sie sind auf unserer Seite. Es gibt nichts zu dulden. Toleranz ist für die reserviert von denen wir denken sie liegen falsch,  und dennoch beschließen wir sie  anständig und mit Respekt zu behandeln.

Dieses wesentliche Element des klassischen Toleranz  Widerspruchs (Elitismus betreffend Ideen)  ist vollständig in der modernen Verdrehung des Konzeptes verloren gegangen. Wenn du heutzutage denkst, jemand hat unrecht, nennt man dich intolerant, egal wie du ihn behandelst.

Das ist ein merkwürdiges Problem. Jemand muss zuerst denken, daß ein anderer falsch liegt um dann ehrliche Toleranz zu zeigen, wenn er es dennoch sagt wird er der Intoleranz angeklagt. Das ist ein "Catch-22", denn in jeder Debatte hat eine Person eine Ansicht von der sie denkt diese wäre richtig.

Intellektuelle Feigheit

Die meiste was heutzutage als Toleranz durchgeht ist nichts als intellektuelle Feigheit, eine Furcht vor intelligenter Engagiertheit. Die, die mit dem Wort "Intoleranz" rumfuchteln, wollen nicht durch andere Ansichten herausgefordert werden, oder sich mit konträren Meinungen herumschlagen, oder sich sogar mit diesen auseinandersetzen.

Es ist einfacher zu beleidigen "du intoleranter Frömmler" als gegen eine Idee anzugehen und sie entweder zu widerlegen, oder durch sie selbst geändert zu werden. In der modernen Zeit wurde "Toleranz" zur Intoleranz.

Wann immer du der Intoleranz beschuldigt wirst, bitte um eine Definition. Wenn Toleranz Neutralität bedeutet, sind alle Ansichten gleich gültig und gleich wahr, dann ist überhaupt niemand tolerant, weil überhaupt niemand in seinen Ansichten neutral ist. Betone den Widerspruch der durch die neue Definition geschaffen wird. Betone, daß die freundliche Toleranz ein Mythos ist.

(Übertragung ins Deutsche von mir)

Orginal

Via: ADG

December 15, 2006

Neue Sprengstoffgürtel, erhöhte Terrorgefahr

Filed under: Zeitgeist - luclog @ 10:24 pm

Da Deutschland völlig zu unrecht den Kreuzzüglern zugeordnet wird, scheint sich die Gefahrenlage auch hierzulande zu verschärfen. Der Verfassungsschutz warnt vor neue Sprengstoffgürteln mit Flüssigsprengstoff, die man nicht mit Metalldetektoren aufspüren kann, und einer erhöhten Terrorgefahr. Scheinbar ist auch das Hinweistelefon gegen islamischen Terror kein besonderer Erfolg.

Via: E110