November 25, 2006

Feine Werbung

Filed under: Zeitgeist - luclog @ 4:27 pm

Was kümmert es die Werbewirtschaft, daß man sie versteht. Werbung ist der Hort von gebildeten Feingeistern. Und in erster Linie muss das Konzept von Leuten die sich für gebildete Feingeister halten, an Leute verkauft werden, die sich auch für gebildete Feingeister halten (Marketingabteilung/Chef). Da Streuung von, egal was (mit Logo drauf) schon Effekt bringt, kann man auch immer irgendeinen Effekt messen. Deswegen gibt es ja auch viel Freiheit für die Kreativität, wie Benetton zuerst erkannt hat und, selbst mit Bildern des Grauens, die Marke nur halbwegs zugrunderichten konnte. Ausserdem richtet sich alles an bestimmte Gruppen besonders an die Millionen unter 18 Jährigen die man noch leicht beinflussen kann und die auf der Hauptschule schon perfektes Englisch vermittelt bekommen. Und natürlich, an die Multiplikatoren, das sind die zu denen die anderen aufschauen und die können alle perfektes Englisch.

4 Comments »

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  1. Gebildete Menschen sprechen mehrere Sprachen gut. Und zwar entweder die eine oder die andere, je nach Situation. Nur Kretins werfen mit halbverdauten Brocken Fremdsprache um sich oder meinen, in einem Absatz oder gar Satz mehrere Sprachen durcheinanderrühren zu dürfen. Mit anderen Worten: wenn mich ein deutsches Unternehmen in Deutschland in schlechtem Englisch anblökt, verstehe ich das so, daß man mich dort offenbar für einen Kretin hält. Und das auch zeigt. Kein sehr erfolgversprechender Ansatz, sich beliebt zu machen.

    Comment by FAB. — November 25, 2006 @ 7:06 pm

  2. Diese Ansicht ist aber bei denen auf die es hier ankommt, Unternehmen wie Werbern nicht verbreitet. ; )

    Besonders nicht in der distinktionsgestählten Chefabteilung.

    Comment by luclog — November 25, 2006 @ 7:15 pm

  3. Zu dem Thema war ein toller Beitrag auf RTL. Hab mich köstlich amüsiert. Die Reporter haben Hauptschüler anfangs nach Übersetzungen von bekannten Werbesprüchen gefragt, danach sollten die Schüler einige englische Wörter aus ihrem Alltag übersetzen. Das Resultat ist klar :) Abschliessend wurde nach der Bedeutung von deutschen Redewendungen gefragt (der Apfel fällt nicht weit vom Stamm und solche Dinge)… Selbst darauf kamen durchweg sinnlose Antworten.

    Comment by Philipp — November 29, 2006 @ 8:02 pm

  4. Bei welcher Sendung? Manchmal lässt sich ja sowas noch im Netz auffinden.

    Comment by luclog — November 29, 2006 @ 8:10 pm

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