Politische Morde
Nun ist ein radioaktiver Stoff im Körper Litwinenkos gefunden worden. Litwinenko, selbst ein Ex-Spion, beschuldigt Putin (auch Ex-Spion). Interessant an der Meldung finde ich eigentlich eher, daß man – ob es nun stimmt oder nicht – dies unter den möglichen Szenarien einordnet. Was bedeutet, dann eigentlich ein solcher Fall für die Bedrohungslage in der Politik überhaupt? Die mittelalterliche Geschichte mit den Assasinen, die eine ungeheure Macht dadurch erlangt haben, daß sie die Herrschenden in der gesamten Welt bedroht haben ist ja bekannt. Sind eigentlich Personen in Deutschland, besonders Entscheider in Politik und Wirtschaft gut genug geschützt? Da manche ja von ganz normalen Kriminellen entführt werden, glaube ich das eher nicht.
Ein Geheimdienst verfügt da sicher über noch besssere Möglichkeiten, und auch da bleibt der Fortschritt ja nicht stecken. Sind Personen in Entscheidungspositionen denn gefestigt genug um nicht erpressbar zu sein? Das ist sicher von Fall zu Fall verschieden, aber im Grossen und Ganzen sehe ich auch da eher schwarz.
Deutschland hat beispielsweise gar keinen richtigen Geheimdienst. Kann also Deutschland eigentlich sich als Land und die Bürger, dabei besonders die Bürger in wichtigen Positionen, also die Wirtschaft, wirklich schützen? Interessant ist in diesem Zusammenhang z.B. der Fall Biotronik, da wurde eine Firma regelrecht enthauptet. Eine Firma, zwei Flugzeugabstürze innerhalb kürzester Zeit:
(Berlinonline) Der alleinige Inhaber des Berliner Unternehmens Biotronik, Professor Max Schaldach, ist am Sonnabend bei einem Flugzeugabsturz in Nürnberg ums Leben gekommen. Bereits vor drei Jahren starb ebenfalls bei einem Flugzeugunglück sein damaliger Geschäftspartner Hermann Rexhausen. Unklar ist jetzt, wer das Unternehmen weiterführt. Biotronik gehört weltweit zu den führenden Herstellern von Medizintechnik rund um das Herz. … Die Absturzstelle in Nürnberg liegt rund 100 Meter südlich der Autobahn A 3 Nürnberg-Würzburg. Nach Augenzeugenberichten stieg die Maschine nach dem Start steil in die Luft und fiel dann wie ein Stein zu Boden. Beim Aufprall ging das Flugzeug in Flammen auf. Auf ähnliche Weise starb im November 1998 der 57-jährige Hermann Rexhausen, dem gemeinsam mit Schaldach die Firma Biotronik gehörte. Rexhausen, der ebenfalls allein in einer zweimotorigen Piper vom Typ "Seneca PA 34" saß, befand sich im Landeanflug auf den Nürnberger Flughafen. Bei guter Sicht kam es zu einer noch immer ungeklärten Bruchlandung vor der Landebahn.

Bei Biotronik sehe ich das auch so. Beim ersten Absturz wegen Tragflächenvereisung funktionierte die Warmluftzapfung an den Triebwerken nicht. Deswegen war das Flugzeug auch schon vorher immer ungeheizt und der Geschäftsführer permanent erkältet. Beim zweiten Absturz war der Autopilot verstellt und drückte das Flugzeug bei drohendem Überziehen übermäßig - und das weil bekannt war, dass der betreffende Geschäftsführer gern nach dem Start sehr steil in den Himmel ging. Und das während einer gnadenlosen Auseinanderesetzung mit dem Hauptwettbewerber in den USA Medtronic. Und es fällt auf, dass ein Flugzeugmechaniker in Berlin sich in einem Internetforum brüstet, über gute Geldmittel zu verfügen und er nach eigenen Angaben der Steuerfahnung ausgesetzt ist, die gerne Näheres über die Herkunft dieser Geldmittel erfahren will.
Comment by Henrik Sörensen — November 28, 2008 @ 11:47 am
Einzuwenden ist zu dem was Herr Sörensen gesagt hat, dass das Flugzeug des zweiten Opfers in Nürnberg gewartet wurde und nicht in Berlin.
Wahr ist, dass das zweite Opfer nach dem Start mit der Cheyenne 400LS immer extrem steil aufgestiegen ist.
Woher Herr Sörensen weiss, dass der Autopilot verstellt war, ist mir ein Rätsel, da die BFÜ keinen Bericht auf seiner Internetseite zu diesem Unfall veröffentlicht hat.
Comment by Peter Hanson — August 24, 2009 @ 1:47 pm