Mehr zum Stromausfall
Mittlerweile soll ein Kreuzfahrtschiff, oder die Windkraft, oder beides zusammen am Stromausfall schuld gewesen sein. Halte ich alles für ziemlich unplausibel. Das mit dem Abstellen der Leitungen – wenn Schiffe die Werft verlassen – scheint auch gängige Praxis zu sein, die nie zu Problemen geführt hat. Auch zuviel an eingespeistem Strom, als Grund für einen solchen Ausfall, klingt ziemlich unplausibel
Hier ein alter Artikel der Welt in dem behauptet wird, daß Stromausfälle in Deutschland in dieser Form nicht möglich sind:
In ganz Mitteleuropa verhindern die Verbundnetze der Versorger nach Einschätzung eines Technikexperten größere Stromausfälle.
Die deutschen Stromnetze sind nach Angaben des Verbandes der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) engmaschig ausgelegt und deshalb deutlich weniger anfällig für Störungen. Statt eines ungeteilten Hochspannungsnetzes wie im Osten der USA habe in Deutschland jeder der vier großen Netzbetreiber Eon, RWE, Vattenfall Europe und Energie Baden-Württemberg seine eigene "Regelzone", die für sich allein gestellt bereits Versorgungssicherheit garantieren könne. Durch den Verbund der Netz-Zonen untereinander könnten die Folgen von Kraftwerksausfällen zudem jederzeit rasch regional begrenzt werden.
Plausibler finde ich, was in dem Weltartikel auch schon angedeutet ist: Die Liberalisierung des Stromarktes in 2007 ist jetzt schon Schuld. Damit gäbe es dann drei mögliche Szenarios:
1) Es passierte, weil die Stromerzeuger schon jetzt kaum noch Geld verdienen und durch die Konkurrenzsituation mit dem Rücken zur Wand stehend
soviel gespart wird, daß ein solcher Ausfall fast zwangsläufig war.
2) Punkt 1 ist genau das Szenario das die Stromerzeuger gerne der Öffentlichkeit vermitteln würden, und deswegen darf auch mal etwas Ausfallen damit die Leute sehen von wem sie abhängig sind.
3) Deutschland und auch Europa sind einfach total unfähige Bürokratien und Apparate. Nicht nur die Politik, auch die Industrie und Medien leiden an grossräumiger Selbstüberschätzung.
