November 1, 2006

Pfarrer verbrennt sich in Erfurt

Filed under: Zeitgeist - luclog @ 6:40 pm

Ein 73 jähriger Pfarrer hat sich in Erfurt verbrannt, um gegen die Ausbreitung des Islams ein Zeichen zu setzen. Und da sieht man mal wieder, daß Glauben zu einer Radikalität im Handeln befähigt, dem der gemeine Agnostizismus nichts entgegenzusetzen hat. Und auch, daß eine solche Konfrontation, eben nicht von sozialen Parametern wie der Geburtenquote abhängig sind. In einem solchen Konflikt geht es um Dinge die im modernen Diskurs fast völlig vergessen worden sind, weil sie sich eben nicht in einen pseudokausalen Wirtschafts- oder Sozialdiskurs einbinden lassen. Es wird immer offenkundiger, daß ein überwiegender Teil von ungefähr 60 Jahren, sozialer Theorie als völlig irreal bewertet werden muss. Ausser den harten darwinistischen Denkansätzen wird hier wohl nichts bleiben. Und Religion wie Ideologien sind harte Faktoren, hier muss man zwischen den zivilisatorischen Ansätzen eine klare Entscheidung treffen, egal wie man temporär und individuell dazu steht.

Feucht im Mund

Filed under: Fundsachen - luclog @ 1:38 pm

Und weil alles durchsexualisiert sein muss, wird’s auch bei Bonbons merkwürdig feucht im Mund. Und daraus, wird dann bald auch ein Feuilleton Beitrag für Spiegel oder Zeit. Kritisch verpackt als: "Ist die Werbung zu sexorientiert?" (Schon ungefähr 8000 Mal, gedruckt oder gesendet worden). Dieser Verkaufstrick: Angebot bei gleichzeitiger Distanzierung, ist auch uralt und wird auch genau hier diesem Beitrag angewandt. Und exakt in dieser Doppelmoral liegt auch ein Ursprung unserer Hochkultur, viele Altarbilder funktionieren genau so. Eine Dialektik die das Denken anspornt, Schichten, Ebenen, Symbolismus. Die Bilderstürmer haben das erkannt und den völlig falschen Schluss gezogen, das sei von Übel. Ganz anders: Konsequentes, radikales Umsetzen von Idee ist von Übel.


Via: Blogmonkey.