Vandalen in Frankreich
Nun ist in Marseille ein junge, 26 Jährige, Frau, beim dem "vom Staat provoziertem" abfackeln von Linienbussen schwer verletzt worden. Sie schwebt aufgrund der erlittenen Brandverletzungen in Lebensgefahr – schwere Brandverletzungen sind eine schlimme Sache, meist ist die Haut so zerstört, daß, selbst bei Rettung des Lebens, an ein normales Leben nicht mehr zu denken ist – trotzdem sprechen die Pressemeldungen überall von Vandalen, dabei ist der Begriff Vandalismus ansonsten für Sprayen an Hauswände, oder umtreten von Mülltonnen, und ähnliches reserviert.
Die mittlerweile selbstauferlegte Korrektheit im Sprachgebrauch mittels Verbannung vieler Bezeichnungen in die sprachliche Verbotszone, macht es scheinbar immer schwieriger Dinge überhaupt zu benennen. Irgendwie steckte ja auch von Anfang an genau diese Idee dahinter: Problembewältigung durch Schwärzung, der dafür zur Verfügung stehenden Begriffe. Wirklichkeitsreduzierung durch Tabu. Was ich nicht sehe existiert nicht. Und was man nicht benennen kann, verschwindet aus dem Sichtfeld.
