Einschüchterung des Westens
Ich leite mal weiter zu Daniel Pipes, der die Ereignisse der letzten Zeit zusammengefasst hat. Da ist das Einknicken deutscher Kulturschaffender eigentlich nicht verwunderlich. Es gibt dabei hierzulande ja auch viele die sich wie Harald Schmidt offen zu ihrer Angst bekennen. Und seine Affinität zum Theater ist ja allgemein bekannt. Man könnte auch den Schluss ziehen, daß ängstliches und angepasstes Verhalten innerhalb des Kulturbetriebes längst "en Vogue" ist. Die Idomeneo Absetzung also nur ein Symptom für eine tiefsitzende Blockade aus Angst. Denn Kunst zielt immer auf Masse und die Masse bevorzugt Ruhe und seichte Unterhaltung. Ein Witz über SS-Grass mit monatlicher Verspätung ist da schon das Äussßerste der Subversivität. Bei Ideomeneo eine raffinierte Form von Provokation um drei Ecken zu unterstellen, ist zwar denkbar aber eher unwahrscheinlich. Echte Feigheit bringt im Kulturbtrieb viel mehr Zustimmung, denn die Masse fühlt genauso. Und die Masse will bestätigt werden, daß ihre Haltung ("Ruhe solange es geht", "Nicht sehen, nichts hören, nichts sagen") liberal und weltoffen sei.
