August 11, 2006

Grass war mit 15 in der SS?

Filed under: Zeitgeist - luclog @ 11:58 pm

Um mal ein wenig zu spekulieren. Irgendwas stimmt da immer noch nicht bei der Grass-Meldung. Zum einen halte ich es für schwer glaubhaft, daß Günter Grass (Wie überall nachzulesen geboren 16. Oktober 1927)  auf einmal im Alter von 78, ohne Zwang, seine SS-Mitgledschaft outet und damit sein Lebenswerk beschmutzt. Das passt für mich nicht zu einer sehr nachweltrufbezogenen und egozentrierten Persönlichkeit. Wahrscheinlicher fände ich, daß es jemand herausgefunden hat, und vielleicht mit Veröffentlichung gedroht wurde. Es muss einen Grund für eine solche Offensive geben. Und an Gewissensbisse glaube ich nun nicht, bei Leuten die selbst in der SS waren, und auf andere mit dem moralischen Finger zeigen, während sie, trotz SS-Vita, an ihrem Ruhm als sozialistisches Weltgewissen arbeiten.

Zum anderen wundert mich das Alter. Von 16-Jährigen in der SS höre ich das erste mal. Mal kurz gerechnet: Er war 1927 das Jahr in dem er die Einberufung bekam nur 7 Monate 16, er wurde Winter 44/45 der SS zugeteilt  da war er also noch 7 Monate 17, als er in der Waffen-SS war war er 18, also aus heutiger Sicht volljährig, und nicht 16 wie überall suggeriert wird. Er wollte nur mit 16 schon in den Krieg (Was damals bei 16-Jährigen wohl nicht unüblich war).

(Hl-Live)Die Division "Frundberg" bestand aus knapp 20.000 überwiegend jungen Männern im Alter von 18 Jahren.

Die meisten Quellen tun dabei so als wäre er damals 15 gewesen.

Hoppla, die Bombe

Filed under: Zeitgeist - luclog @ 8:35 pm

Die Bomben in Deutschland, sollen auf einmal doch keine Erpressungsversuche gewesen sein. Sie waren wohl darauf ausgelegt gleichzeitig zu explodieren. Es wiesen ja auch so ziemlich alle Indizien auf Terror hin, wie ich hier auch schon angemerkt habe. Aber wie in allen diesen Fällen ist hierzulande Ruhe immer die erste Pressepflicht.

Grass mit Totenkopf Emblem

Filed under: Zeitgeist - luclog @ 7:32 pm

Das passt gut zum Nobelpreis. Und überhaupt zur Person. Ich wundert sich immer wieder was so über Personen herauskommt, die sich gerne als personifiziertes Gewissen kaprizieren.

(Focus)Bislang hieß es in den Biografien des am 16. Oktober 1927 geborenen Schriftstellers, er sei 1944 als Flakhelfer eingezogen worden und habe dann als Soldat gedient.

Da wird auch ein Text von Henryk M. Broder wieder aktuell:

Understatement eines Dabeigewesenen, den es nie so recht in der Etappe zu halten vermochte, trotzdem Günter Grass dies einleitend in »Mein Jahrhundert«, dem 19er Rückblick, behauptet. Dass er in seinen Geschichtchen, für jedes Kalenderjahr eine, stets die Ichform wählend in unterschiedlichste Personen schlüpft, vom Proleten zum Soldaten zum Sozialdemokraten, keine Distanz wahrend und mich immer durch Verständnis gemein machend, lässt ihn als ideellen Gesamtdeutschen erscheinen.

ERSTENS. Grass sagt den alten Nazis den Kampf an. Den Alten wird der Krieg angelastet, sie haben in seinem neuen Deutschland keinen Platz mehr. Mit diesem später auch für die 68er so typischen Generationsbruch, der vor allem einer zwischen den alten, immer noch etablierten und den neuen, gerade erst aufstrebenden Eliten ist, wird die eigene Entlastung und Entschuldung initiiert. Der gemeine Mann und die einfache Frau werden zumeist von der Kritik ausgenommen, sie fungieren als Geschundene der Zeitgeschichte, als Spielbälle der Mächtigen. Sie laborieren sich eher schlecht als recht durch die Zustände, denen sie ausgeliefert sind und an denen sie kaum Verantwortung tragen.

Alles falsch, es ist alles noch viel schlimmer. Sagen wir es mal so: Das war kein Generationsbruch, sondern einfach das typische Fähnlein immer im Winde das Grass bis heute auszeichnet und der Erfolg gibt im ja auch Recht. Oder?

Aber das Folgende versteht man, wie auch den Antiamerikanismus, nun besser: 

Das Bild des Soldaten im Erdloch, unter freiem Himmel, ausgehungert und im Leben bedroht, lange und aus guten Gründen mit in deutscher Kriegsgefangenschaft darbenden Sowjetsoldaten assoziiert, verkehrt Grass, von empirischer Relevanz nicht zu beirren, zur deutschen Leidensgeschichte. Die behaupteten Greuel wurden ihm von Amerikanern angetan; er wird sie ihnen nicht verzeihen.

Update: Andere Stimmen: Link 1 Link 2

Verdrehung

Filed under: Zeitgeist - luclog @ 2:09 pm

Zum Thema Verdrehtheit bei der deutschen Berichterstattung unbedingt auch bei DADG nachschauen. Laut TAZ ist die Britische Regierung schuld. Von vornherein; damit das mal klar ist. Das entspricht auch der mittlerweile normalen Rechtsprechung: Wenn Dir jemand ein Messer in den Bauch rammt, bist Du ja auch immer selber Schuld. Warum hattest Du auch so ein lockeres Mundwerk, und ausserdem hättest Du ja Dein Geld sofort rausrücken können, oder auch ruhig zusehen können wie deine Tochter vergewaltigt wird. Egal was, die richtige Reaktion ist immer ein UNO Tribunal.