Die Relativierungsmaschine
Die Relativierungsmaschine ist auch schon wieder richtig angelaufen. Vorneweg mal wieder der Stern. In typischer dialektischer Verdrehung, wie wir sie von deutschen Medien eigentlich fast immer gewohnt sind, sind schon zwei Schuldige ausgemacht Tony Blair und natürlich George Bush. Die Schuld bei Terroristen, Mördern oder Leuten zu suchen die andere mit Raketen beschiessen, kommt in den deutschen Medien seltenst vor. Obwohl in letzter sich Zeit ein paar kritische Töne dazwischen mischen, wobei ich das Gefühl habe, daß dies fast ausschließlich von der ausgedünnten jüdisch deutschen Elite ausgeht, welche wohl durch die direktere Betroffenheit und bessere Information meist zu einer anderen strengeren Sicht der Dinge neigt.
(Stern)In politischen Kreisen Londons wird wieder eine Frage heiß diskutiert: Führen der Einsatz tausender britischer Soldaten an der Seite von US- Streitkräften im Irak und in Afghanistan sowie Blairs politische Nibelungentreue zu Bush zur Radikalisierung von Teilen der muslimischen Bevölkerung im Inselkönigreich?
Die Frage die eigentlich der Stern Autor stellt, schiebt er den "politischen Kreisen" in den Mund. Wie bei deutschem Qualitätsjournalismus immer: Ohne jeden Beleg. Das Ganze ist natürlich als DPA Meldung verkleidete Meinungsmache. Es soll mal wieder suggeriert werden, das der Westen die Schuld an allem trägt, vorneweg Amerika und Bush. Iran und Irakkrieg waren Folge solcher Anschläge und nicht andersrum, das hat sich in den Köpfen der hiesigen Antiamerikahetzer schon völlig umgekehrt. Das Motiv "der Armen unterdrückten Widerständler" und "des bösen USA-Bonzen" sitzt zu tief in den Köpfen der durchideologisierten 68er-Linken, plus widerstandsmärchenonkelhörigen Jungspunden, den pseudopazifistischen Kettenhunden mit Beißreflex gegen jede Realität.
