Der wilde Westen ist da.
Nun ist im Fall Ermyas M. der zweite Tatverdächtige Björn L. auch auf freiem Fuss. Die Haftrichterin hält den Angriff vom Ostersonntag nicht mehr für eine ausländerfeindliche Tat. Was bleibt ist ist mal wieder eine überaus merkwürdiger Nachgeschmack, wenn man den Fall verfolgt hat und mal wieder gesehen hat, wie schnell sich hierzulande ein Mob formieren kann, wenn er nur nur meint auf der richtigen Seite zu stehen. Björn L. weiß nun wie es ist, wenn der Mob sich vor dem Gefängniss sammelt und "hängt den Nigger" schreit. Das wird ihn vielleicht zu mehr Vorsicht mit solchen Begriffen anleiten. Zum Glück konnte der Marschall mit dem Strick auch gerade noch zurückgehalten werden. Und der Mob mit den Fackeln schämt sich jetzt. Diese idealisierte Film-Fassung stimmt so natürlich nicht. Der Mob ist wie immer weiterhin sauer, daß keiner gehängt wurde und es wird keine Entschuldigungen geben. Und Björn L. ist allen egal. Hätte auch gehängt werden können.
Allgemeines zum Lynchmob (Text mit antiamerikanischem Einschlag).
Mehr Luclog dazu: Zeugen gibt’s

Der “Fall” hat doch seinen Zweck erfüllt. Irgendetwas bleibt eben immer hängen, das Publikum wurde manipuliert und verbindet völlig falsche Dinge damit - da hat es sich doch “gelohnt”.
Die Desinformation Stalins hätte nicht besser arbeiten können.
Comment by HStafo — June 2, 2006 @ 7:01 pm