Automatisierung
Die Automatisierung ist noch längst nicht richtig ausgereizt. Man sollte die Automatisierung nicht nur kritisieren, sondern auch mal die Vorteile in Betracht ziehen. Gut, es hat viele Arbeiter erwischt: Hafenarbeiter und Monteure, dann die Setzer in den Verlagen. Der Fensterputzer ist in Arbeit. Auch der Haushaltsroboter, sowie der Postbote, der Zulieferer, der Bäumestutzer, der "Müll im Waldsucher", der Bauer und der Polizist, kommen sicher bald als 1.0 Version auf den Markt. Aber da macht es nicht halt, und da soll es ja auch nicht haltmachen. Längst gibt es Programme die Musik komponieren und Bilder erstellen. Auch andere Berufe müssen endlich automatisiert werden. Kleine Roboter, die alles und jedes fotografieren, könnten alle Fotografen ersetzen. Das Copyright verbleibt dann beim Autor, insoweit wie der Roboter fähig ist seine Bildrechte ordentlich zu vertreten.
Dafür gibt es dann Anwaltsroboter die, in voller Kenntnis der Gesetzesdatenbanken, vorformulierte Reden schwingen. Daß vieles davon nichts als "Copy and Paste" ist, wissen wir doch alle. Und wenn es die Juristen erwischt (Man muss sie nur davon abhalten vorher ein Gesetz dagegen zu erwirken), soll es aber auch die Lehrer erwischen. Denn – das Runterspulen des Stoffes vom letzten Jahr ist auch perfekt für die Automatisierung geeignet. Ausserdem stört es den Roboter nicht wenn er angespuckt wird und er vergibt Noten ohne irgendwelche persönlichen Gefühle und Rachegelüste.
Und wenn diese beiden Berufsgruppen automatisiert sind, haben wir eigentlich schon den Bundestag komplett. Also kann auch hier die Automatisierung leicht eingeführt werden, schon jetzt ist ein Politiker ja in erster Linie eine völlig rückgratlose Phrasendreschmaschine. Programmierer an die Arbeit.

Diese zarte Ironie, die einem einen sanften Schauer über den Rücken jagt … wundervoll.
Comment by Light — April 25, 2006 @ 9:04 pm
Bitte nicht übertreiben. ; )
Comment by luclog — April 25, 2006 @ 9:10 pm
So ein durchschnittlicher deutscher Politiker wäre sicher mit einer einfachen Scriptsprache realisierbar. Inklusive pünktlichem Zu-Wort-Melden im Sommerloch oder Unsinns-Vorschläge-Machen, um in die Medien zu kommen. Da reicht eine einfache Schleife.
Comment by euroneuzeit — April 26, 2006 @ 6:23 am