April 19, 2006

SPD und Ehrenmord

Filed under: Zeitgeist - luclog @ 2:08 pm

Die SPD entdeckt ihr Herz für Ehrenmorde, und greift einen evanglischen Bischof an. Evangelische Bischöfe sind nun nicht gerade als Hardliner bekannt. Sie öffenen ja sogar ihre Kirchen für islamische Riten. Wenn die jetzt nicht mehr Multikultikonform sind, wer denn dann? Da wird es dann aber langsam eng mit dem Rückhalt in der Bevölkerung. Aber die SPD hält das sicher aus.

(Netzeitung)Der Evangelische Bischof Wolfgang Huber hat für den Mord an der Deutsch-Türkin Hatun Sürücü deren Familie verantwortlich gemacht. Dass die 23-jährige von ihrem Bruder wegen ihres Lebensstils erschossen wurde, sei «ein kollektives Verbrechen einer ganzen Familie», sagte der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) der «Bild»-Zeitung.

Dem widerspricht die SPD: Es könne nicht angehen, die ganze Familie «in Sippenhaft» zu nehmen, sagte die Islambeauftragte der Bundestagsfraktion, Lale Akgün. Die - auch aus Reihen der SPD - vielstimmig erhobene Forderung nach Abschiebung der Familie Sürücü lehnt sie ab.

WM in Deutschland unislamisch?

Filed under: Zeitgeist - luclog @ 1:52 pm

Um vorausschauend der Terrorgefahr zu begegnen, muss das unbedingt noch vor der WM geändert werden.

Via: Martell

Werbung total

Filed under: Technikwelt - luclog @ 12:03 pm

TV-Lösung

Philips hat ein neues Patent eingereicht für eine technische Lösung, die ein Umschalten bei Werbepausen verhindern soll. Die Werbsesendungen werden mit einem Signal gekoppelt, welches die Fernbedienung während der Werbung ausser Gefecht setzt. Wie das den Käufern von Fernsehgeräten schmackhaft gemacht werden soll ist noch offen.

Ein gutes Verkaufsargument fällt mir da eigentlich im Moment nicht ein.

Ich hätte da auch noch ein paar Ideen:

Man könnte die GEZ damit beauftragen, nachzuschauen ob die Leute auch wirklich bei der Werbung vor dem Fernseher sitzen bleiben. Daß man zuzüglich die GEZ Gebühren, für jeden Aufwand erweiterter Nötigung, erhöhen kann versteht sich dabei dann von selbst.

Aber warum Menschen?: Auch elektronische Fussfesseln, die man vor den Fernsehkonsum anlegen muss und die sich bei der Werbung nicht öffnen lassen, wären doch eine gute Idee.

Etwas Adäquates für Zeitungen und Plakate sollte dann auch noch dazu erfunden werden. Eventuell würden sich elektronische Autostopper, die jedes Auto bei Werbedisplays anhalten lassen, bewähren.

Und eine Idee für die Post: Wie wäre es, wenn man erst an seine Post kommt wenn man alle Werbung im Briefkasten auch gelesen hat?

Judas Evangelium als Text

Filed under: Wissen - luclog @ 9:13 am

Es gibt ein Update bei Radikalkritik zum Judasevangelium. Der vertiefende Text dort ist sehr umfangreich und lesenswert. Besonders hervorzuheben ist der einleuchtende Schluss bei Radikalkritik, daß der Judasbrief die frühkatholische Antwort auf das bis jetzt verschollene Judasevangelium ist und damit im Zusammenhang gelesen werden muss. Es werden aber auch einige Verbindungen zur gnostischen Lehre nun klarer:

"Ich weiß, wer du [=Jesus] bist und von wo du gekommen bist. Du kommst aus dem ewigen Reich Barbelos, und ich bin es nicht wert, den Namen dessen, der dich gesandt hat, auszusprechen" (35.17ff).

Jesus wird als Gesandter aus dem Reiche Baals (Auch Barbelo) bezeichnet. Barbelo ist der Name der weiblichen fernen Gottheit im Gnostizismus. Dies wäre ein Hinweis auf eine stärkere Hinwendung zur weiblichen Seite innerhalb dieser frühchristlichen Religionsvorstellung (Barbelgnostik). Ein Übertrag der auch innerhalb des Katholizismus – nur verdeckter – im Marienkult enthalten ist.

Diesem richtigen Bekenntnis steht das falsche, von Jesus verspottete  Bekenntnis der Zwölf gegenüber, die Jesus für den Sohn "unseres" Gottes, d.h. weiterhin für den Sohn ihres jüdischen Gottes halten (34.13ff). Anders als Judas erweisen sich die Zwölf gegenüber Jesus als nicht "standhaft" genug (35.1ff).

Das Judasevangelium als vollständiger Text findet sich nun bei National Geographic als PDF in englischer Übersetzung.

Siehe auch Experten im Interview bei NG.