Nun wird wieder masslos übertrieben, aber das ist ja eigentlich die Aufgabe eines Datenschutzbeauftragten. Es ist aber wirklich nicht der Sinn, des Datenschutzes, bei hochsensitiven Ereignissen wie der Fussball WM, für eine grösseres Gefährdungspotential zu sorgen, indem "mir nichts dir nichts" alle Kameras abmontiert werden.
Aber in der Grundtendenz hat er trotzdem Recht. Auch solche Grossereignisse haben zur Folge, daß die Überwachung des einzelnen Bürgers immer lückenloser wird. Die Vorratsdatenspeicherung, hat etwas Beunruhigendes. Wenn man sich die Entwicklung so anschaut, werden solche Maßnahmen auch wahrscheinlich nicht nur bei der Terrorbekämpfung genutzt wie es sinnvoll wäre; es läuft eher darauf hinaus, daß normale Nutzer und Personen überwacht und dann z.B. von einer hysterischen Musikindustrie kriminalisiert werden. Überhaupt ist der Zugriff auf mehr und mehr Daten, durch interessierte Wirtschaftskreise zu befürchten und das nicht zum Nutzen der Kunden.
Aber, sich zu wundern, daß der Würstchenverkäufer nicht klagt – bei Fällen wo grosse mit genügend Geld ausgestattete gesellschaftliche Gruppen, sich nicht wagen das Wort zu erheben – ist einwenig naiv. Welche Chancen hat denn ein Würstchenverkäufer vor Gericht heutzutage, gegen bspw. einen mit besten Anwälten ausgestatteten Moloch wie die FIFA (Mehr als ein Journalist?). Und bei jedem anderen Moloch, sieht der Klageweg auch so bitter aus. Ein Würstchenverkäufer hat heutzutage vor Gericht keine Chance.
(Datenschutzbeauftragter) Lubomierski kritisierte die Sicherheitsvorkehrungen zur Fußball-WM. Es spreche nichts dagegen, "wenn die Stadien zur Festung werden". Die umfassende Überprüfung von "Journalisten und Würstchenverkäufern durch Verfassungsschutz und Bundesnachrichtendienst hat dagegen keine gesetzliche Grundlage", betonte Hamburgs Datenschutzbeauftragter. Er wundere sich, dass "niemand der Betroffenen das hat prüfen lassen".
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