Handyparken
Es gibt etwas Neues, statt Parkscheinautomaten nun das Handyparken. Hurra. Eine wirklich tolle Innovation. Alle freuen sich schon auf die minutengenaue Abrechnung. Schon die Parkscheinautomaten waren ja supertoll. Ich hätte sogar noch eine bessere Idee: Alle Autofahrer bezahlen ihre Parkplätze und die Strassenbenutzung mit der Steuer. Das würde den technischen Aufwand reduzieren. Genial einfach, was? Aber ach, das tun sie ja schon. Es gibt also einen Grund hier dreifach und vierfach zur Kasse zu bitten (Eventuell die bekannte Regel der Herrschenden: Verstecke Steuern immer möglichst indirekt).
Komisch, die Städte behaupten ja steif und fest, daß sich der Aufwand mit den Parkautomaten und den Politessen, etc., ja gar nicht lohnt. Also alles eine Arbeitsbeschaffungsmassnahme? Unsinn, dann kann man es ja auch lassen. Oder soll es die Parkzeiten verkürzen und Parkraum schaffen? Auch das ist Unfug wenn die Städte mehr Parkraum brauchen soll man ihn bauen. Einkaufszentren schaffen das, dann sollte es für eine Stadt viel leichter möglich sein.
Aber bei Städten kämpft eine Fraktion mit der Parole wir machen die Innenstädte attraktiver, gegen die Fraktion wir müssen die Menschen aus der Innstadt fern halten, und beide arbeiten im gleichen Haus. Und beide Fraktionen kämpfen mit Steuergeldern gegen Steuergelder. Auch, daß Parkplatzverteuerung die öffentlichen Verkehrsmittel attraktiver machen würde ist eine Mär. Niemand schleppt einen gekauften Fernseher oder andere Einkäufe im Bus nach Hause, man kommt von der Arbeit und hält dort wo man gut anhalten kann, um das zu besorgen was zu besorgen ist, falls man mit einem Wagen fährt (Nur die anderen Gruppen findet man im Bus). Für viele kommt deswegen dank Parkterror die Innenstadt nicht mehr als Einkaufsmöglichkeit infrage.
Und jetzt wieder eine neue Idee um die Innenstädte unattraktiv zu machen: Handyparken. Es geht voran in Deutschland.

Es gibt also einen Grund hier dreifach und vierfach zur Kasse zu bitten (Eventuell die bekannte Regel der Herrschenden: Verstecke Steuern immer möglichst indirekt).
Das wird mit Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten an den Straßen gerechtfertigt. Der laufende Betrieb koste auch… Bloß wenn wir uns unsere Straßen so ansehen, kommen Städte und Bund mit dem Reparieren kaum nach, zögern auch hinaus und durch das Abwarten werden die Schäden größer und teurer. Gerade nach dem Winter sind die Straßen immer noch kaputter.
Comment by euroneuzeit — April 5, 2006 @ 8:09 am
Die Idee, die Autos aus der Stadt fernzuhalten (nicht die Menschen), ist verfehlt, weil sowieso nicht zu realisieren - es sei denn man würde die Innenstadt für PKW sperren. Das Reglementieren des Parkraums hat auch zur Folge, dass Strafzettel verteilt werden können. Wenn man nicht erst reglementiert, kann man nachher keine Strafen verteilen. In Städten wie Berlin, wo trotz der scharfen Regelungen noch immer Schrottautos in die Gegend gestellt werden, die ihre Besitzer nicht mehr brauchen aber auch nicht ordentlich entsorgen wollen, ist ohne Ordnungsmacht nur noch Chaos. Den Versuch, Öffentlichen Personennahverkehr durch die Gängelung der Autofahrer attraktiver zu machen, kann man aber insgesamt als gescheitert betrachten.
Comment by euroneuzeit — April 5, 2006 @ 8:20 am
Es geht ja auch nicht darum Parkverbotszonen abzuschaffen. Dafür gibt es Parkverbotsschilder. Und um die Zeiten einzuschränken gibt es Parkscheiben. Es geht darum, daß man sich einerseits beklagt, daß die Innenstädte veröden und andererseits seit Jahren keinerleivernünftige Parkraumkonzepte für Innenstädte geschaffen hat. Komischerweise schafft das aber jedes blöde Einkaufzentrum. Es geht darum das die Realität eine Autofahrenden Bevölkerung über Jahre bei den Innenstadtkonzepten eher ignoriert wurde. Einerseits sollen die Menchen flexibel sein Autos kaufen und benutzen, und andererseits sollen sie sich dabei möglichst viel ärgern.
Comment by luclog — April 5, 2006 @ 10:41 am
Aber wenn ich schon ausgenommen werde, ist es mir wurscht, ob das über Handy oder Parkscheinautomaten läuft. An eine PKW-Maut würden sich die resignierenden Autofahrer sicher auch schnell gewöhnen. Anfängliche Widerstände werden stets mit der Beharrlichkeit eines Beamten ausgesessen, so dass die Autofahrer am Ende klein beigeben.
Comment by euroneuzeit — April 5, 2006 @ 11:39 am
Aber wenn ich schon ausgenommen werde, ist es mir wurscht, ob das über Handy oder Parkscheinautomaten läuft.
Klar, aber eine Innovation ist das nun nicht gerade. Ausserdem ist das immer nur der Anfang, ist sowas erstmal installiert zahlst Du an jeder Ecke. Weil es ja so leicht ist.
Comment by luclog — April 5, 2006 @ 11:48 am
Das kennt man ja schon aus dem Lied zur Gerdshow
…Eroberflächen-Nutzungssteuer,
Atemaufschlag, Luft wird teuer
Und ich bin noch lang nicht fertig
Ein Zahntarif für’s Essen kauen
Biosteuern auf’s Verdauen
Nix gibt’s mehr für lau - das geht nicht!…
Comment by euroneuzeit — April 5, 2006 @ 11:54 am