Das waren mal Traumküsten. Wer sich wundert wie die merkwürdigen Betonfestungen zustandekommen, die Spaniens Küsten zieren, sollte mal diesen Bericht bei der Deutschen Welle lesen:
Der Vorwurf an die Festgenommenen: Unterschlagung, Bestechung und illegale Einflussnahme. Die blondierte Bürgermeisterin ist bekannt für ihren ausschweifenden Lebensstil und ihre Vorliebe für protzige Autos. Gegen sie und gegen 20 der 32 Mitglieder des Stadtrats laufen Dutzende von Gerichtsverfahren. "Marbella ist ein Hort der Korruption", sagt Inma Gálvez, Anwältin an der Costa del Sol. Für sie kam die Festnahme nicht überraschend, seit Jahren kämpft sie gegen die ungezähmte Bauwut an Spaniens Ferienküste Nummer Eins. Mehr als ein Drittel der 80.000 Wohnungen in Marbella wurden ohne ordentliche Baugenehmigung ausgestellt. Die Stadträte sollen dabei kräftig abkassiert haben.
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Nach wie vor herrschten in Marbella Zustände wie zu Zeiten des legendären Bürgermeisters Jesus Gil y Gil. Der Ex-Präsident des Fußballvereins Atlético Madrid war Anfang der 1990er Jahre Bürgermeister geworden. "Der schreckte nicht einmal davor zurück, ein 14-stöckiges Gebäude in einem öffentlichen Park zu bauen", sagt Gálvez.
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Schon vor einem Jahr war Marbella Schauplatz einer spektakulären Razzia: die Operation Ballena Blanca (Weißer Wal). Bis jetzt wurden 56 Personen festgenommen, Konten im Wert von 62 Millionen Euro gesperrt, 251 Luxusvillen und 42 Limousinen, eine Yacht und zwei Kleinflugzeuge konfisziert. Insgesamt sollen 250 Millionen Euro Schwarzgeld aus Drogen- und Waffenhandel, Prostitution und Betrugsgeschäften über ein Anwaltsbüro in Marbella reingewaschen worden sein. Es gibt Hinweise, dass auch lokale Politiker verwickelt sind, wie der Bürgermeister des Ortes Manilva in der Nähe Marbellas. In seiner Wohnung fand die Polizei 800.000 Euro in Plastiktüten und mehr als 20 Rolex Uhren.