SOS
Meldungen die man gerne lesen würde: SOS Suchmaschinenblogger verklagen Kinderdörfer. Die Marine schaut tatenlos dabei zu. Ich hingegen möchte gerne ganz allgemein Akronymtrottel (AKT) verbieten.
Meldungen die man gerne lesen würde: SOS Suchmaschinenblogger verklagen Kinderdörfer. Die Marine schaut tatenlos dabei zu. Ich hingegen möchte gerne ganz allgemein Akronymtrottel (AKT) verbieten.
Schon mal das Argument gehört, daß Kenntnisse darüber wie man sich in einem Land zu Verhalten hat hilfreich sind? Es kommt dabei wohl immer darauf an auf wen man trifft. Was so passieren kann wenn man auf "Friede sei mit Dir" mit der richtigen Phrase Antwortet, und wie er daraufhin gerade mal mit dem Leben davonkam, erzählt BBC Korrespondent Frank Gardner der Times.
Looking straight at me, he called out, “Assalaamu aleikum” (“Peace be upon you”). All over the Arab and Islamic world this is the traditional Muslim greeting, a reassurance to a stranger that you wish him no harm.
I replied with the standard response: “Wa aleikum assalaam wa rahmatullah wa barakaatuh” (“And upon you the peace and the mercy of God and His blessings”).
The man paused, a curious look on his face, then with no sign of haste he reached his right hand into what must have been a specially extended pocket sewn into the breast of his thaub. I did not need to see the weapon to know what was coming next. It was like a film with a predictable ending.
“No! Don’t do this!” I shouted instinctively in Arabic.
He pulled out a long-barrelled pistol. Oh my God, I thought, this cannot be happening.
I ran for my life, sprinting away from our van and into the deeply conservative quarter of Al-Suwaidi. There was a loud crack behind me and I felt something sting my shoulder. I didn’t know it then but the bullet passed clean through, hitting the shoulder bone on the way.
…
EVEN THEN it crossed my mind how unfair this was. I had spent four years studying Islam for my degree, learning Arabic, reading and translating the Koran and other Islamic texts. I had lived happily among Arab families, fasted with Bedu tribespeople in Jordan, taught English to the impoverished family of an Egyptian taxi driver in a verminous Cairo slum. For the past few years I had tried hard to explain the complexities of the Middle East and the thinking behind the Al-Qaeda phenomenon to western and international audiences. And this was my reward? A bunch of bullets in the guts from men who had convinced themselves they were killing in the cause of Islam. It just did not seem right.
China hat nun sein eigenes Wikisystem, und natürlich direkt mit Zensur. Was eigentlich garnicht mal so unpfiffig ist, denn bei uns kommt die Zensur nur über den Umweg der Anwaltskanzlei. Da schreibt dann auch keiner über Schröders Haare. Und über den Merkbegriff "Schröders Haare" habe beispielsweise ich die Schere im eigenen Kopf schon längst verinnerlicht.
Da ist man auf der Suche nach Zitaten zum Fall Ermyas, weil man sich erinnert, daß einige Bekanntheiten sich da besonders hervorgetan haben und dann findet man sowas:
1975 schrieb der spätere Europaparlamentarier Daniel Cohn-Bendit über seine Zeit als Kindergärtner: «Es ist mehrmals passiert, dass einige Kinder meinen Hosenlatz geöffnet und angefangen haben, mich zu streicheln. Ich habe je nach den Umständen unterschiedlich reagiert, aber ihr Wunsch stellte mich vor Probleme. Ich habe sie gefragt: ‹Warum spielt ihr nicht untereinander, warum habt ihr mich ausgewählt und nicht andere Kinder?› Aber wenn sie darauf bestanden, habe ich sie dennoch gestreichelt» («Der grosse Basar»). Erst Anfang dieses Jahrtausends, mehr als 25 Jahre später, brach ein Sturm der Entrüstung aus. Cohn-Bendit wurde als Pädophiler bezeichnet. Er sprach von einer «Menschenjagd» auf ihn und rechtfertigte diese Passage kleinlaut mit dem «Delirium der Epoche», die ihn geprägt habe.
Überhaupt: "Kindergärtner", interessant.
Hier noch ein Link dazu: Bettina Röhl hat sich auch damit beschäftigt (Orginal Quelle).
Ich hoffe ja, daß allen die vorschnell ihre Schubladen aufmachen, sowas mal selber passiert. Aber dazu ist wahrscheinlich das eigene Verhalten zu aalglatt der Masse angepasst. Nun hat sich im Fall Ermyas M.die Verbindung zur Rechtsextremen Szene bei dem mutmasslichen Täter Thomas M. in Luft aufgelöst. Man muss natürlich dazu bemerken, daß die beiden die zur Zeit als Täter gehandelt werden, auch noch nicht als Täter feststehen. Sie werden ja bisher nur durch Indizien mit der Tat in Verbindung gebracht. Nur gut, daß Leute die so schnell urteilen, wie man es in diesem Fall erleben durfte, in den Momenten ihrer heiligen Wut keine Holzscheite und Feuerzeuge zur Hand haben.
Dazu noch ein vertiefender Artikel der Rheinischen Post:
(RP)Derweil gerät such das Opfer Ermyas M. immer mehr in den Mittelpunkt der Ermittlungen. Nach Zeugenaussagen soll das Opfer mit der körperlichen Auseinandersetzung angefangen haben, wie die "Berliner Morgenpost" unter Berufung auf sichere Quellen berichtet.
Zwei Männer "mitteleuropäischen" Aussehens hätten sich auf dem gleichen Weg befunden, seien aber schneller gegangen als Ermyas M. Auf gleicher Höhe entwickelte sich zwischen ihnen und dem 37jährigen offenbar ein Gespräch. Die Zeugen sollen ausgesagt haben, daß die beiden Männer kurze Zeit später weitergegangen sind. In diesem Moment soll Ermyas M. einem von ihnen von hinten in das Gesäß getreten haben. Daraufhin habe einer der beiden Männer sich umgedreht und einmal zugeschlagen.
Zwei Männer "mitteleuropäischen Aussehens", jetzt wird es aber kompliziert. Welcher Täterkreis wird üblicherweise denn so beschrieben? Und: "Einmal zugeschlagen". Warum für "einmal zugeschlagen" zwei Leute in Haft sitzen ist dabei auch erklärungbedürftig. Aber aus einmal zugeschlagen als Abwehrreaktion, wird wohl kaum mehr ein Fall von gezielter ideologisch motivierter Gewalt.
Aus dem Fall wird wohl doch noch etwas ganz anderes. Aber Lichterketten gegen ideologisch gespeiste Dummheit wird es in Deutschland nicht so schnell geben.
Update:
Auch der NZZ fällt auf das manches in den deutschen Medien merkwürdig behandelt wird (Via:PI)
Und mal eine gute Nachricht aus der Markenwelt: Dem Markenwahn der Fifa wird nun doch nicht entsprochen. Ferrero hatte beim Deutschen Patent- und Markenamt die Löschung der Marken beantragt und Recht bekommen. Für viele kommt diese Entscheidung nun aber doch zu spät. Das geht jetzt erstmal zum Bundesgerichtshof, und Klarheit gibt es erst wenn die WM wahrscheinlich vorbei ist. Das Problem hat eigentlich das Patentamt erst in die Welt gesetzt in dem es erstmal diesen skurrilen Vorstellungen entgegengekommen ist. Das war dort aber sicher niemandem klar, denn die wissen ja nicht was sie dort tun.
Daraufhin wurden dann sogar Bäckermeister abgemahnt die seit Jahrzehnten schon WM Brötchen backen. Und die Rechnung geht, alleine schon durch die entstandene Rechtsunsicherheit, für die Fifa auf. Bis zu nächsten WM wird es ja wohl auch wieder ein wenig dauern. Und sicher gibt es dann auch wieder neue Mittel um solche Formen von Rechtsverdrehung durchzusetzen.
Apple bemüht sich gerade um ein Patent für einen Bildschirm wie er in dem Klassiker 1984 von George Orwell beschrieben wurde. Ein Bildschirm der gleichzeitig Sender und Empfänger ist. Der Bildschirm würde damit zur Kamera. Genau das hat George Orwell in seinem Science Fiction Klassiker "1984" als unerträgliche Zukunftsvision beschrieben. Dort besitzt jeder einen solchen Bildschirm in seinen Räumlichkeiten durch den er auch gleichzeitig immer überwacht wird.
Und das ist wirklich hochironisch, wo doch Apple sich mit seinen bekannten älteren Werbespots (Link dorthin), gerade als Kämpfer gegen die Orwellschen Visionen inszeniert hat.
Siehe auch:Hrmpf.
Reinhard Mohr’s Kindheitserinnerungen möchte man aber auch nicht gerne haben. Der Arme. Und alles nur in einem Zimmer, wie der Titel "Eine Hölle in vier Wänden" es uns suggeriert. Eine äusserst schwache Antwort auf Eva Herman.
War da nicht was - Familie nicht nur als Liebesnest, Notgemeinschaft und Zweckverband, sondern auch als Terrorgemeinschaft, die kleine Hölle in den eigenen vier Wänden?
Die Familie wird nachvollziehbar zur Quelle "psychischer Deformation". Ja, sie ist sogar wie man erfahren darf, der eigentliche Grund für Selbstmordattentate: Die "moderne Pest der Selbstmordattentate" hat ihren "Kern" dann auch in der "autoritären Familie". Die Familie ist ausserdem auch Grund für "Mord und Totschlag" allgemein. Und Familie bedeutet, daß "Frauen auf dem Boden essen müssen".
Familie ist, wie man erfahren darf, in erster Linie der Ort der "provienziellen Enge und Spießigkeit". Als diese dann mehr und mehr aufgelöst wurde, gab es dann wohl folgerichtig auch keine Gewalt mehr im häuslichen Bereich. Sein Zeuge ist unter anderem die Sendung "Ekel Alfred". Dort wurde nun aber auch wirklich eine familiere Situation geschildert, von Gewalt geprägt, wie man es sich schlimmer kaum vorstellen kann.
Und im Gegensatz dazu geht es dann außerhalb der Familie, wie wir alle wissen, so richtig schön antiautoritär zu.
Die Jüngeren werden es nicht kennen. Aber Pong war das erste Massenphänomen das den Bildschirm in etwas Interaktives verwandelt hat. Pong steht nicht nur für den Siegeszug des Computerspiels, das Computerspiel hat wahrscheinlich erst den Computer als "Personal Computer" mit seiner rasanten Entwicklung ermöglicht. Die Schreiber waren mit ihrer Schreibmaschine bis weit über diese Zeit hinaus sehr zufrieden. 1972 war Pong der eigentliche Startschuss dieser Entwicklung. Wer kann, sollte sich die Ausstellung pong.mythos ansehen.