March 29, 2006

Innere Sicherheit und Software

Filed under: Technikwelt - luclog @ 5:23 pm

Innerer Sicherheit wird auch im Zusammenhang mit der Fussball Weltmeisterschaft ein Thema. Und man bemerkt, daß trotz vieler vollmundiger Beteuerungen doch einiges im Argen liegt. Das digitale  Funknetz der Polizei, welches ja ein immens wichtiger Beitrag zur inneren Sicherheit sein sollte wird auch immer weiter nach hinten verschoben. Eigentlich sollte es zu WM fertig sein. Nun wird 2010 in Ausicht gestellt. Erinnert einwenig an die Probleme mit Inpol-Neu, (Siehe auch hier) der Polizei Büro Software. Wobei man auch nicht so recht weiß ob das wirklich so gut klappt oder nicht schon wieder hoffnungslos überaltert ist. Aber vielleicht erfährt man ja mehr bei einem Microsoft-Polizeikongress

Neben Microsoft stellen 23 Partnerunternehmen ihre aktuellen Lösungen vor. Diverse Vorträge an beiden Veranstaltungstagen erläutern neueste Entwicklungen der Sicherheitspolitik, Erfahrungen mit Digitaler Fotografie, Projektcontrolling, Vorgangsbearbeitung, sprachlicher Datenverarbeitung, Enterprise Content Management und dem Einsatz mobiler Geräte. Zusätzlich stellen IT-Experten  der Polizei aus verschiedenen Bundesländern wegweisende Lösungen aus der Praxis vor.

Interessant auch in Hinblick darauf,  wie unabhängig die EU  bei der Frage der Software ist.

Stammzellen

Filed under: Wissen - luclog @ 3:11 pm

Wenn sich das bestätigt, bekommt bald jede Zelle den gleichen Status wie eine Stammzelle. Dann ist – folgt man der Argumentation von Stammzellen Hardlinern – schon Kämmen der Haare sowas wie Massenmord.

Kanadische Wissenschaftler unter der Leitung von Paul Dyce haben im Labor eizellenähnliche Gebilde, aus Stammzellen der Haut gewonnen

Abdul Rahman letzte Meldungen

Filed under: Zeitgeist - luclog @ 2:26 pm

Scheinbar hat irgendwer den iranischen Gerichten gesteckt, daß die Idee Abdul Rahman per Interpol wieder einzufangen wohl doch nicht so gut ist. Die Ausreise von Rahman scheint sich wohl zu verzögern. Ich bin immer noch gespannt, ob er es lebend schafft. Die massive Machtprobe die mit dem Fall verbunden ist, wird immer deutlicher. Die humanitäre Handlung ihn freizulassen, wurde erstmal durch die Proteste und den Druck von Aussen erzwungen.

Der Octavian Blog sieht das Problem eher finanziell. Eine Sichtweise die bei der Sache eigentlich auch noch nicht genügend gewürdigt wurde.

Update: Abdul Rahman soll jetzt doch frei sein und sich auf dem Weg nach Italien befinden.

Man sollte aber auch hinzufügen, das unter Freiheit der Gesinnung etwas anders zu verstehen ist, als daß man vor einem Mob ausser Landes flüchten muss. Von neuzeitlichen Verhältnissen ist das noch ganz weit entfernt. Einen wirklichen Grund zum Jubeln gibt es nicht, auch wenn ein Menschenleben gerettet wurde.

Inovationsbremse Patente

Filed under: Zeitgeist - luclog @ 10:40 am

Patente sind eigentlich Innovationsbremsen. Eine Privatperson kann es sich kaum erlauben ein Patent aufrecht zu erhalten. Schon gar nicht weltweit wie es heute nötig ist. Hier wird das Patentrecht zum Innovationshemmer. Patent und Urheberecht nutzen nur der Besitzstandswahrung grosser Firmen. Was erst zum Schutze von Einzelnen erdacht war, funktioniert jetzt nur noch zum Schutz von grossen quasi Monopolisten. Und die lassen Innovationen dann nur allzu oft verstauben um ihre Geschäfte nicht zu gefährden. Dieser Sponbericht gibt einwenig Einblick.

Beim Tüfteln an der heimischen Hifi-Anlage kam dem Schüler die Idee, einen völlig neuartigen Elektromotor zu bauen, angetrieben durch simple magnetische Prozesse. Das Besondere: "Der Motor hat ein besonders hohes Drehmoment und lässt sich ganz flach bauen, vielleicht sogar in Nano-Größe", so der 20-Jährige. Mehr will er nicht verraten.

Eigentlich verlangt das DPMA für eine erste Patentanmeldung nur 60 Euro. Für diesen Betrag ist die Idee allerdings nur zwölf Monate lang geschützt. Dazu kommen noch 350 Euro Prüfgebühr, um zu kontrollieren, ob die Erfindung auch wirklich neu, erfinderisch und gewerblich umsetzbar ist - wie es das Patentrecht verlangt.

Um dann ein Patent aufrecht zu erhalten, muss der Inhaber jährlich bis zu knapp 2000 Euro bezahlen. Und will er es auch in anderen Ländern anmelden, kommen für Übersetzungs- und Bearbeitungskosten 3000 bis 4000 Euro pro Land auf ihn zu. Wer bei dem gewaltigen Papierkram kein Risiko eingehen will, schaltet einen Patentanwalt ein - für einige tausend Euro.

Das sind horrende Summen für Clément. "Das kann ich mir niemals leisten", stöhnt er und erzählt gleich von seinem zweiten Problem, der Sponsorensuche. Auf der einen Seite muss er seine Idee präsentieren, möglichst anschaulich. Auf der anderen Seite will er nicht zu viel verraten. Absurd. "Ich weiß ja nicht, ob ich dem Interessenten vertrauen kann", sagt Clément. Also lässt er, wie üblich, potentielle Investoren eine Geheimhaltungsvereinbarung unterzeichnen.