Deutschland entwickelt China.
Heidemarie Wieczorek-Zeul meint zwar es liegt in unserem Interesse, aber das Deutschland an das Riesenland China Entwicklungshife zahlt ist doch merkwürdig.
Aus dem Bundesetat werden 68 Millionen Euro Entwicklungshilfe nach China gezahlt. China ist damit eines der meist gefördertsten Empfängerländer. Zusätzlich lassen wir uns dann bei Projekten wie dem Transrapid in unserem Interesse Technologie abschauen. Die 68 Millionen könnten sicher auch in Deutschland in einigen Gegenden gut gebraucht werden. Aber hier in die Zukunft zu investieren, ist scheinbar kein Anliegen der Politik.

Deutsche Politiker können es nicht sein lassen, anderswo den reichen Onkel zu spielen, der seinen Geldbeutel öffnet. Oft wird noch so argumentiert, dass man weniger Einfluss hätte, wenn man nicht zahlt. Z.B. bei den Palästinensern.
Solange viele Wähler vom Grundsatz her einen starken Staat wollen, der umverteilt, ist mit einem Ende der Spendierfreudigkeit nicht zu rechnen. Zwar meckern nachher auch viele über die Politik, der Grundirrtum wird aber nicht erkannt. Der Staat sollte gar nicht für alles Geld haben, was man gerne tun wollte, sondern nur für das Wesentliche.
Comment by euroneuzeit — March 27, 2006 @ 6:41 am
Vielleicht ist Frau Wieczorek-Zeul ja im Zweiten Opium-Krieg stecken geblieben?
Aber in China mitmischen, hört sich für manche immer noch cool an. Dabei dürfte es auch den Hobby-Brokern in der Regierung eigentlich nicht entgangen sein, dass Investitionen in Indien, Brasilien oder Südafrika noch weitaus cooler sind. Schließlich sitzt man lieber in der “Frozen Banana” als in einem chinesischen Untersuchungsgefängnis.
Comment by Sisi Habsburg — March 27, 2006 @ 3:00 pm