March 16, 2006

Finkielkraut

Filed under: Zeitgeist - luclog @ 7:35 pm

Zur Erinnerung der Text von Alain Finkielkraut über Frankreich bei der Welt

Bei F&F mehr dazu.

16 Comments »

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  1. Sehr interessanter Text, deckt sich auch sehr gut mit den Erfahrungen, die man hierzulande macht. Die Standardschemata, mit denen gegen Finkielkraut argumentiert wird, gleichen sich komplett (inhaltliche Nähe zu Rechten etc.) und in Frankreich gibt es dieselben innerwestlichen Fronten, wahrscheinlich ist es tatsächlich ein gesamteuropäisches Phänomen; allerdings bedeutet das auch, dass antirassistische Vorbehalte irgendwann zur dumpfen Phrasendrescherei verkommen, obwohl sie ja gegen manche auch durchaus zutreffend sein mögen. Das alles hängt aber auch mit einer politischen Kultur zusammen, in der Diffamierung und Verbot die inhaltliche Auseinandersetzung ersetzt; und natürlich resultiert daraus am Ende auch eine totalitäre Bedrohung.

    Comment by euroneuzeit — March 17, 2006 @ 10:00 am

  2. Was wird heutzutage nicht blitzschnell zur Phrase? Es sind ja immer die gleichen Totschlagargumente auf die man trifft, plus dialektischer Verdrehung aller Tatsachen. Da wird der Jude zum Nazi, oder wer gegen Religion auftritt wird zum Rassist. Terrorismus ist Freiheitskampf. Das höhlt aber auch die Begriffe aus, und weicht sie dermassen auf, daß man vieles kaum noch bezeichnen kann. Wenn Parkgebühren unter Totalitarismus firmieren, ist es schwer Begriffe zu finden um wirklich gefährlichen Fanatismus überhaupt noch zu bezeichnen. Und alle Demagogen haben das längst erkannt und spielen damit.

    Comment by luclog — March 17, 2006 @ 10:21 am

  3. Ja, ich denke auch, das ist alles gewollt. Finstere Ziele müssen nicht aus Dummheit resultieren, im Gegenteil, auch sehr intelligenten Bösewichten kann die Freiheit anderer ein Dorn im Auge sein. Die Interessen der Akteure sollten nicht aus den Augen verloren werden. Man kann sich das anhand der Brandstifter der Pariser Vororte verdeutlichen. Nach dem kulturellen Standard ihrer Gegner sind sie Kriminelle, Nichtsnutze, gar Feinde der Republik, ungebildet, unmöglich, der übrigen Gesellschaft nicht ebenbürdig. Kaum setzt man an diese Stelle die eigenen kulturellen Normen der Straftäter, sind sie Helden, überlegen, bestimmt zur Herrschaft, Boss daheim über Frau und Kinder, Boss auf der Straße, unterdrückt und daher benachteiligt, mittellos, arbeitslos, nicht aus eigenem Verschulden. Verbrechen gegen andere, ob Diebstahl oder sogar Mord, sind ethisch legitimiert.

    Die Wahrscheinlichkeit, dass die jeweils den eigenen Interessen nahestehenden kulturellen Vereinbarungen angeeignet werden, ist sehr hoch. Anders gesagt: Wenn es nicht gerade eine radikalislamische Ideologie gäbe, mit der Kriminelle ihre Taten rechtfertigen können und ihre Selbstgerechtigkeit und Vermeidung von Eigenverantwortung, dann würden sie sich wohl eine andere Ideologie aneignen oder eine neue basteln.

    Durch die Verbesserung der Umwelt, der Chancen u.v.a.m. kann man bedingt darauf Einfluss nehmen, ohne einer Veränderung der Einstellung des Kriminellen, die nur er selber vollziehen kann, lässt sich das Problem letztlich aber nicht lösen. Bloß: Eine kulturelle Vereinbarung, bei der man immer Recht hat, den einzig richtigen Glauben, das Gott-gegebene Recht, über andere zu herrschen und zu dominieren, eine Ansicht, bei der man immer das Opfer feindlicher Verschwörungen ist, nie selber schuld, ist per se bequemer als jeder auch nur gering selbstkritische Ansatz.

    Comment by euroneuzeit — March 17, 2006 @ 11:53 am

  4. PS: Daher wäre es so wichtig, dieses Fehlverhalten eben nicht zu belohnen, sondern zu bestrafen und dafür zu sorgen, dass Erfolge und Respekt nur über den Weg der Achtung der Rechte anderer denkbar sind.

    Comment by euroneuzeit — March 17, 2006 @ 11:57 am

  5. Das die Ideologien im Endeffekt ersetzbar sind, ist vordergründig ein guter Punkt. Wenn man aber tiefer schaut, sind sie es nicht. Es ist ein Unterschied, ob man es mit religiösem Fanatismus, oder einer säkularen Idee zu tun hat. Letztlich greift Religion viel tiefer in die Persönlichkeit ein, und viel früher. Religion ist stärker, als eine Idee, die sich an der Realität beweisen muss. Selbst der Kommunismus hat, mit allen Lagern und Brutalitäten, es nicht geschafft die Religion aus den Köpfen der Menschen zu prügeln. Religion kann nicht bekämpft werden, nur gezähmt, wenn man sie mit anderen humanitären Ideen koppelt. Und beim Islam besteht eben das Problem, daß er kaum zu modernisieren ist. Weil die Religion selbst eigentlich Interpretation verbietet, die es dann zwar trotzdem gibt, die sich aber schwerlich in ein Gegenteil umwandeln lässt. Der Islam wurde immer wieder von “Zurück zum Ursprung” Ideen belebt. Kontradiktisch ist es aber beim Christentum ebenso, nur das birgt keine totalitäre Gefahr, das Urchristentum ist eher eine Friedensbewegung.

    Comment by luclog — March 17, 2006 @ 12:25 pm

  6. “Selbst der Kommunismus hat, mit allen Lagern und Brutalitäten, es nicht geschafft die Religion aus den Köpfen der Menschen zu prügeln.”

    Das ist schon richtig. Du musst Dir aber auch ansehen, wieviel Zeit der Kommunismus hatte, sich in der Gesellschaft (gewaltsam) zu etablieren und wieviel Zeit vorher die jeweilige Religion hatte. Da stehen Jahrzehnte gegen Jahrhunderte. Dass es dem Kommunismus, wäre er als anzustrebende Staatsform international erhalten geblieben, eine Beseitigung des religiösen Erbes auch in 500 Jahren nicht gelungen wäre, lässt sich kaum beweisen.

    Richtig ist allerdings, dass die Religion stärker als andere Ideologien schon im Kindesalter beigebracht und nahegelegt wird, so dass auch die Entlammung religiösen Wahns bei jungen Muslimen massiv und früh von interessierter Seite vorangetrieben wurde.

    “Der Islam wurde immer wieder von “Zurück zum Ursprung” Ideen belebt.”

    Du hattest mal vermutet, dass ein liberaler Moslem vielleicht gar kein richtiger Moslem mehr ist, was natürlich jeder radikale Moslem sofort ebenfalls unterschreiben würde. Ich denke schon, dass bei entsprechender Einstellung und entsprechenden Perspektiven ein Moslem sich entscheiden kann, westlicher zu leben, weil er im Fundamentalismus keine Attraktivität erkennen kann. Naturgemäß finden sich noch genügend Leute, die radikale Ideen attraktiv finden - in einer “dummen Masse” verschwimmen immer individuelle Regungen und alles ist nur noch verschwommen.

    Ich denke aber auch, dass die Radikalen befürchten, der Islam könne an Einfluss verlieren. Wenn sich nämlich junge Leute in einer toleranteren und durch Freiheit bestimmten Umgebung wohler fühlen. Bei den Taliban als Beispiel war jedes Vergnügen verboten. Was kann Totalitarismus bieten? Er bietet eine klare Autorität, jemanden, der einem sagt wo es langgeht. Das ist schwer bis nicht reformierbar, wenn die Autorität Gott sei, da dieser und sein Wille nicht in Frage gestellt werden darf.

    Trotzdem kann das Individuum mit seinen eigenen Gedanken und mit seinem eigenen Willen entscheiden, dass die Religion, so wie sie die Radikalen dominieren, nicht das Richtige ist. Das würde aber im Fall der Pariser Jugendlichen bedeuten, sich an andere, nämlich an westliche Ideen anzupassen, es bliebe kaum noch was Islamisches.

    Dass eine Grundrichtigung im Islam zur Expansion und Unterwerfung immer bestand, ist belegbar; dass man gerade zu einem bestimmten historischen Zeitpunkt immer aggressiver und kompromissloser vorgeht und den Gegner zunehmend nicht mehr beruhigt und täuscht, hängt ganz sicher damit zusammen, dass für Islamisten JETZT der entscheidende Punkt gekommen ist, für den Endsieg des Islam und gegen eine Verwestlichung der Muslime einzutreten. Daher soll der Irak keinesfalls eine stabile Demokratie sein, das muss im Keim erstickt und weggebombt werden! Doch, die Furcht, der Islam könnte an Bedeutung verlieren, existiert genauso.

    Comment by euroneuzeit — March 17, 2006 @ 12:58 pm

  7. PS: Anders gesagt: Wer einen Glauben durch Gewalt, Drohung und Hass gegen Anhänger wie gegen Gegner aufrechterhalten muss, nur auf diese Weise ausbreiten kann, muss doch theologisch, argumentativ und praktisch ziemlich versagen und kann eigentlich kein attraktives Angebot haben.

    Das ist ungefähr so, wie wenn Dich jemand im Baumarkt mit vorgehaltener Pistole zwingt, ein minderwertiges Brett zu kaufen und Dir verbietet, die Minderwertigkeit offen auszusprechen.

    Comment by euroneuzeit — March 17, 2006 @ 1:04 pm

  8. Es geht nicht um Totalitarismus, und darum was dieser bieten oder nicht bieten kann. Religion zielt auf eine jenseitige Welt. Es ist egal. Jemandem, der für Gott durch das Feuer geht, oder in den Tod, dem sind solche Spekulationen fremd. Die Energie und Kraft der Religion liegt darin, daß sie das Glück im Diesseits verleugnen kann. Das ist beim Christentum genauso. Ich kann da nur empfehlen Solchenizin zu lesen und wie dieser davon schwärmt, daß nur durch das gefestigt sein durch Religion Folter wirklich zu ertragen ist.

    Religion spielt in einer anderen Liga, weil es dort eine jenseitige Welt gibt. Die initiale Idee ist jenseitig. Mit dieser Idee haben die monotheistischen Religionen die Welt erobert: Zähmung und Befriedung nach innen durch Angst vor jenseitiger Strafe bei ständiger Überwachung durch den allwissenden Gott, plus Heilserwartung in einer jenseitigen Welt. Mit Gewalt: Religion erhöht die Fähigkeit zur Gruppen zu bündeln und Gewalt gegen andere Ungläubige auszuüben.

    Und für die Jugend die nach Welterklärung sucht ist gerade Mystizismus immer attraktiv. Und es ist immer die Jugend die die Kriege führt. Säkulare Ideen können religiösen auf Dauer nichts entgegensetzen, weil es in Ihnen nichts gibt wofür es sich zu sterben oder zu töten lohnt. Und jeder Pazifsmus ist demgegenüber völlig hilf- und wehrlos, weil gegen eine fanatische Entschlossenheit, die selbst den Tod nicht scheut lässt sich nicht argumentieren. Und es reicht eine ganz geringe Masse von Fanatikern um den inneren Frieden zu bedrohen, wie man bei der RAF gesehen hat. Es reicht wenn die Masse sympathisiert oder dem nicht entschlossen entgegentritt.

    Comment by luclog — March 17, 2006 @ 1:32 pm

  9. Nun, ich sage ja nicht das alle gläubigen Muslime Fanatiker sind. Ich sage, daß die Kraft von Religion im Fanatismus begründet ist. Und, daß es nur wenige Fanatiker braucht um den inneren Frieden kippen zu lassen. Und ich meine weiter das Fanatismus immer attraktiv ist, schwarz weiß, ist immer attraktiver als Mischmasch und einfacher zu verstehen

    Sowas wie eine homogene Masse gibt es sicher nicht. Die Masse ist eher wie ein träges Schiff welches von kleinen initialen Einflüssen gelenkt wird. Aber das kann ganz schnell umschlagen wenn die Situation kritisch wird.

    Und dabei gilt es die Parameter zu betrachten die die Masse Einfluss nehmen. Einer der wichtigsten Faktoren ist und bleibt dabei Religion, das kann man nicht leugnen. Zu Konflikten kommt es aber nur wenn Verteilungskämpfe hinzukommen. Dann spaltet es sich an solchen ideologischen Grenzen auf. Die Verteilungskämpfe sind eigentlich das was man gemeinhin als Integration bezeichnet. Nur wollen auch die grössten Integrierer eigentlich nicht abgeben. Sie wollen andere dazu zwingen abzugeben. Konflikte sind so vorprogrammiert.

    Comment by luclog — March 17, 2006 @ 3:30 pm

  10. Ja, die jungen Männer, aus denen sich die Krieger rekrutieren, hast Du ja auch schon erwähnt. Da hörte man schon öfters, es sei unmöglich, alle jungen männlichen Muslime z.B. in Saudi Arabien sinnvoll zu beschäftigen oder gar Karriere machen zu lassen. Aber es gibt ja noch gewisse Dschihad-Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen u.a. Initiativen.

    Comment by euroneuzeit — March 17, 2006 @ 3:55 pm

  11. Mir ist noch eingefallen:

    Ibn Warraq

    LINK LINK2

    Ibn Warraq ist ein Pseudonym, das traditionellerweise von kritischen Denkern im Islam angenommen wurde.

    Heute arbeitet unter diesem Pseudonym ein Autor, der 1946 in Rajkot in Indien als Muslim geboren wurde, aber sich später vom Islam abgewandt hat, also ein Apostat ist. Er studierte an der Universität von Edinburgh unter dem Orientalisten Montgomery Watt.

    In seinen Büchern kritisiert Ibn Warraq offen den Islam. Wikipedia

    Unter den Muslimen gibt es genauso Leute, die alles in Frage stellen. Dass diese im Verborgenen bleiben müssen und keine öffentliche Debatte führen dürfen, liegt genau an den genannten Repressionen, Drohungen, an der Mordbereitschaft der Radikalen. Der Islam ist vielleicht aus sich heraus nicht reformierbar, weil es verboten ist, etwas zu ändern. Das bedeutet aber normalerweise nicht, dass alle Muslime den Islam so leben müssen und so für sich deuten müssen, wie es vorgegeben wird. Es wird mit Zwang, mit Gewalt dafür gesorgt.

    Comment by euroneuzeit — March 18, 2006 @ 6:30 am

  12. Aber der sagt doch: Warum ich kein Muslim bin.

    „Mein Lieblingsbuch über den Islam ist die rationalistische Kritik Warum ich kein Muslim bin, unter dem Pseudonym Ibn Warraq erschienen, geschrieben von einem früheren pakistanischen Eiferer, den die Rushdie-Affäre von seinem Glauben abbrachte.”

    Comment by luclog — March 18, 2006 @ 3:19 pm

  13. Aber der sagt doch: Warum ich kein Muslim bin

    Er WAR aber Muslim, ist massivst als Muslim erzogen worden. Das ist es was ich meine, der Übergang von Ich bin Muslim -> Zweifel -> Kritisch -> Evtl. kein Muslim mehr. Das ist aber in islamischen Ländern eben keine Privatsache, sondern öffentliche Angelegenheit; insofern zählen solche Leute als Verräter bzw. sogar Verbrecher.

    Comment by euroneuzeit — March 18, 2006 @ 4:16 pm

  14. Das Problem war für mich das Du säkular ausgerichtete Leute immer noch unter Muslimen subsumierst. An der Stelle kommt es zu einer Unschärfe, bei der man eben auch selbst oft eingemeindet wird. Dann heisst es auf einmal an mich gerichtet ihr Christen. Ihr Deutschen. Ihr Westler. Wenn man von Muslimen redet, sollte man auch nur diese meinen. : ) Die eher säkular ausgerichteten Türken, Araber, etc. passen da schon nicht mehr rein. Besonders Viele Frauen aus diesem Kulturkreis sind ja härtere Gegner des Glaubens, als jeder westliche Kritiker.

    Comment by luclog — March 18, 2006 @ 6:09 pm

  15. Wenn man von Muslimen redet, sollte man auch nur diese meinen. : )

    Das ist aber Deine persönliche Festlegung.

    Was denkst Du denn, wieviele “richtige” Muslime es in islamischen Ländern im Schnitt gibt?

    Immerhin reicht es - wenn man es genau nimmt - schon in gewissen Aspekten von der Scharia abzuweichen, um bei einem Radikalen “Ungläubiger” genannt zu werden. Ich denke auch - und das war mein argumentativer Ansatz - dass jede Gesellschaft Zweifler und Querdenker hervorbringt, da Menschen manchmal auch selber denken und selber versuchen, Antworten zu finden. Nur: In manchen Gesellschaften werden alle Hebel in Bewegung gesetzt, um einen philosophischen Wandel im Keim zu ersticken. Es gibt keinen Koran, der selber predigt und den Leuten was erzählt, das sind immer Menschen, die agieren, die die Botschaft ausbreiten und als Empfänger entgegen nehmen.

    Man sollte sich auch nicht zu sicher sein, im Leben nicht durch Religion geprägt oder beeinflusst worden zu sein. Auch Du könntest ja hier und da mit christlichen Wertvorstellungen konfrontiert worden sein, die Du nicht gänzlich abgeschüttelt hast.

    Ich bin jedenfalls davon überzeugt, dass Entscheidungsfreiheit vorausgesetzt, ein Teil der Menschen immer anders leben möchte als die Umgebung; ich denke daher nicht, dass die Wichtigkeit der Religion in islamischen Gesellschaften nur das Ergebnis einer besonderen Frömmigkeit ist; wir sehen das Ergebnis eines Prozesses, bei dem alle zuvor mundtot gemacht wurden, die irgendwie abweichen können. Das Grundmuster kannst Du auch im Irak erkennen, wo jede Stabilität weggebombt wird. Die Idee ist simpel: Der, der am brutalsten ist, hat die Macht, da er über Leben und Tod entscheidet. Recht hat der, der mehr Köpfe abschneidet! Daher ist das alles nicht vom Himmel gefallen, sondern geplant und gewollt, aus Interessen heraus.

    Comment by euroneuzeit — March 18, 2006 @ 6:51 pm

  16. Was denkst Du denn, wieviele “richtige” Muslime es in islamischen Ländern im Schnitt gibt?

    Wie soll man das feststellen. Da aber die Indoktrination durch Religionsschulen, viel früher anfängt sehr rigide ist, und auch einzelne Stimmen sich viel öfter auf Religion beziehen, gehe ich von einer beträchtlichen Menge aus.

    Man sollte sich auch nicht zu sicher sein, im Leben nicht durch Religion geprägt oder beeinflusst worden zu sein. Auch Du könntest ja hier und da mit christlichen Wertvorstellungen konfrontiert worden sein, die Du nicht gänzlich abgeschüttelt hast.

    Es ist viel schlimmer es gibt letztlich kein Entkommen aus solchen Prägungen. Aber das ist etwas anderes.

    ich denke daher nicht, dass die Wichtigkeit der Religion in islamischen Gesellschaften nur das Ergebnis einer besonderen Frömmigkeit ist;

    Das denke ich auch nicht. Es das Ergebniss dieser bestimmten Religion, deren Wirken auf die Gesellschaft und den Einzelnen sich genau so äussert. Der Muslimische Glaube kennt keine säkulare Grenze in der Gesellschaft. Dieser Glaube fordert die weltliche Macht über den Einfluss auf die Gesetzgebung. Dies kann nur durch einen Herrscher oder Despoten, überboten werden der gleichzeitig
    diesem Glauben angehört.

    Comment by luclog — March 18, 2006 @ 8:38 pm

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