Favicon und andere nützliche Sachen
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Die Frankfurter Rundschau hat dem Thema Pressefreiheit einen Artikel gewidmet. Und dort werden Gründe dafür sichtbar, daß Blogs bei der Aufdeckung von Sachverhalten zurzeit die Nase vorn haben. Sie sind einfach im Moment noch rechtlich schwerer zu packen. Ich sehe aber die Gefahr, daß sich auch das über kurz oder lang ändern wird. Es ist mittlerweile evident, nichts beschränkt die Freiheit von Presse und Meinung mehr, als das allgemeine Recht. Es wird wohl mehr und mehr ein Recht etabliert bei dem nur noch eine dicke Geldbörse auch eine Freie Meinung gestattet. Eine Geldbörse die dafür dick genug ist, hat der Freie Journalist üblicherweise nicht.
Aber in diesem Falle flog der Journalist auf, weil sein Aufnahmegerät knackte. Die Veranstalter warfen ihn hinaus und ließen eine Anzeige wegen Hausfriedensbruchs und Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes folgen. Knapp ein halbes Jahr dauerten die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen bis zur Einstellung des Verfahrens. Der Journalist zahlte 3000 Euro Anwaltskosten. Geld, das freie Pressevertreter kaum übrig haben, weshalb die meisten die Finger vom investigativen Journalismus lassen. Doch auch viele Lokalzeitungen schrecken laut Weimann vor juristischen Auseinandersetzungen zurück. Aus Angst vor Unterlassungsklagen werden Bilder lieber nicht gedruckt. Selbst die Süddeutsche Zeitung machte im Januar der Angeklagten vorsorglich einen Balken über die Augen, als sie im Lokalteil über einen Mordprozess berichtete. "Die Verunsicherung in den Redaktionen ist groß, zumal man bei der unterschiedlichen Rechtsprechung der Gerichte schwer vorhersagen kann, was erlaubt und was verboten ist." Weimann berichtete von einem Fall, in dem er selbst von der Zulässigkeit der freien Kommentierung überzeugt war, die Gerichte dann aber dem kritisierten Bürgermeister ein Gegendarstellungsrecht zuerkannten.
Die Karnevalzeit ist ja eine Zeit ohne Tabus, will man meinen. Alle Grenzen des Alkoholkonsums werden dort natürlich wie immer übertreten. Ansonsten werden wohl, auch wie immer, Witze aus der Vorzeit des Humors präsentiert. Aber die Aktualität wird sich wahrscheinlich darauf beschränken, daß man in vielfältiger Variation hören wird, daß Politiker dumm sind.
Im Nordkurier hat Hans Scheibner, eine kleine Glosse zum Thema Karneval und dem Mut der Jecken hinterlassen:
Also, ich muss schon sagen: Da können sich die Moslems wirklich freuen, dass sich die Karnevalisten diese Zurückhaltung auferlegt haben. Stellen Sie sich mal vor, da würde Allah mit einem Bonbongürtel aus Karamellbonbons … also nein, ich mag nicht dran denken.